http://www.ski-online.de/skiversicherung
Suche
Versenden
Link-Service
Bitte füllen Sie alle mit "*" gekennzeichneten Felder aus.




Ihr Link wurde erfolgreich versendet.
Beim Versand Ihres Links trat ein Fehler auf.

Informationen und Aufgebote zu den IBU Biathlon-Weltmeisterschaften vom 03. bis 13. März 2016 in Oslo (NOR)

01.03.16 07:00 Uhr
Biathlon
Nur noch wenige Tage bis zur Biathlon-Weltmeisterschaft im norwegischen Skisport-Mekka am Holmenkollen!
Newsletter I
Oslo (NOR)
- Do., 03.03.2016, 15:30 Uhr: Mixed-Staffel, 2x6 km + 2x7,5 km
- Sa., 05.03.2016, 11:30 Uhr: Sprint Herren, 10 km
- Sa., 05.03.2016, 14:30 Uhr: Sprint Damen, 7,5 km
- So., 06.03.2016, 13:30 Uhr: Verfolgung Herren, 12,5 km
- So., 06.03.2016, 15:45 Uhr: Verfolgung Damen, 10 km
- Mi., 09.03.2016, 15:30 Uhr: Einzel Damen, 15 km
- Do., 10.03.2016, 15:30 Uhr: Einzel Herren, 20 km
- Fr., 11.03.2016, 15:30 Uhr: Staffel Damen, 4x6 km
- Sa., 12.03.2016, 15:30 Uhr: Staffel Herren, 4x7,5 km
- So., 13.03.2016, 13:00 Uhr: Massenstart Damen, 12,5 km
- So., 13.03.2016, 16:00 Uhr: Massenstart Herren, 15 km

PRESSETERMINE -Änderungen vorbehalten-

Pressetermine im Pressezentrum - jeweils immer vor oder nach dem offiziellem Training!

- Mi., 02.03., 14:00 Uhr: Vorschau Mixedstaffel
- Fr., 04.03., 12:30 Uhr: Vorschau Sprint/Verfolgung (im Rahmen der Fischer PK)
- Di., 08.03.: Vorschau Einzel Damen
- Mi., 09.03.: Vorschau Einzel Herren
- Do., 10.03.: Vorschau Staffel Damen
- Fr., 11.03.: Vorschau Staffel Herren
- Sa., 12.03.: WM-Bilanz, DSV-Führung

Die jeweiligen Gesprächspartner und genauen Uhrzeiten werden zeitnah (via Aushang und WhatsApp-Service) bekanntgegeben.


DAS DSV-AUFGEBOT
Sechs Damen und fünf Herren werden die deutschen Farben in Oslo vertreten. Über die genaue Einsatzkonzeption wird erst jeweils kurzfristig vor Ort entschieden.

Damen
- Laura Dahlmeier (SC Partenkirchen)
- Miriam Gössner (SC Garmisch)
- Maren Hammerschmidt (SK Winterberg)
- Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld)
- Vanessa Hinz (SC Schliersee)
- Franziska Preuß (SC Haag)

Herren
- Andreas Birnbacher (SC Schleching)
- Benedikt Doll (SZ Breitnau)
- Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain)
- Arnd Peiffer (WSV Clausthal Zellerfeld)
- Simon Schempp (SZ Uhingen)


AKTUELLE INFORMATIONEN
Den abschließenden Vorbereitungslehrgang absolvierten Damen und Herren am Stützpunkt in Ruhpolding. Die Anreise nach Oslo erfolgt am Montag ab München.


AKTUELLE STATEMENTS

Karin Orgeldinger, DSV-Sportdirektorin Nordisch-Biathlon
"Man hat in diesem Jahr an allen Weltcup-Wochenenden gesehen, dass sich das gesamte Team im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leistungsmäßig weiterentwickelt hat. Besonders bemerkenswert und erfreulich sind die Konstanz und die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der unsere Athletinnen und Athleten in dieser Saison um die Top-Platzierungen mitkämpfen.

Mittlerweile haben wir wieder eine ganze Reihe von Sportlern, die in der Lage sind, auf das Podium zu laufen. Das sorgt noch einmal für eine zusätzliche Dynamik im Training und im Wettkampf. Gleichzeitig verteilt sich damit auch der Erwartungsdruck auf mehrere Schultern, wenn es bei Einzelnen vielleicht einmal nicht so gut läuft oder es zu verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen kommt.

Zu WM fahren wir entsprechend zuversichtlich. Oslo ist in diesem Jahr ganz klar der Saisonhöhepunkt, auch wenn wir als deutsche Mannschaft natürlich in möglichst allen Weltcuprennen gute Leistungen anbieten wollen.

Unser gemeinsames Ziel ist es, wieder ähnliche gute Ergebnisse wie bei der WM in Kontiolahti zu erzielen. Das sollte nach den gezeigten Vorleistungen möglich sein. Und ich gehe davon aus, dass nach der abschließenden Vorbereitung in Ruhpolding auch noch einmal kleinere individuelle Verbesserungen zu sehen sein werden.

Allerdings ist es keine neue Erkenntnis, dass bei einer Weltmeisterschaft alles passen muss, damit es am Ende des Tages zu einer Medaille reicht. Solche Ergebnisse wie zuletzt im Weltcup und vor einem Jahr bei der WM sind immer auch das Ergebnis einer herausragend guten Leistung des Teams hinter dem Team. Aber da sind wir in diesem Winter auch wieder gut aufgestellt."

Mark Kirchner, Bundestrainer Herren
"Gerade nach dem doch reiseintensiven Amerika-Trip, den wir ja mit voller Mannschaft bestritten haben, sind ein paar Tage Regeneration notwendig gewesen. Die Tage der unmittelbaren Vorbereitung auf die WM halten sich also in Grenzen. Die Form für die Weltmeisterschaften trainiert man sich auch nicht mehr in den letzten acht Tagen an. Da gilt es jetzt, hier und da an ein paar kleinen Dingen zu feilen, sich Spritzigkeit und Schnelligkeit zu holen.

Jeder muss sich auf seine Einsätze und die Weltmeisterschaft bestmöglich vorbereiten. Das heißt, dass man auch mit dem Kopf bei der Sache sein muss und ein gutes Gefühl hat. Und ich meine, dieses Fingerspitzengefühl zu haben, so dass die Athleten mit einer guten Stimmung und einer hohen Motivation und Selbstvertrauen nach Oslo fahren. Das ist meines Erachtens wichtiger, als kurz vor dem WM-Start trainingsmethodisch noch große Veränderungen herbeizuführen.

Der Druck ist immer da. Auch aufgrund der Ergebnisse des letzten Jahres, gerade auch zur WM. Aber meiner Meinung nach ist er nur noch mäßig zu spüren. Zum einen weil man weiß, dass man die Ergebnisse bringen kann, und zum anderen weil man auch gelernt hat, mit dem Druck umzugehen. Anhand der erreichten Ergebnisse können die Athleten auch das Selbstvertrauen haben und mit breiter Brust zur Weltmeisterschaft fahren. Wer am normalsten mit der Situation umgehen kann und nicht etwas ganz Besonderes leisten will, nur weil es „Weltmeisterschaft" heißt, der wird auch derjenige sein, der am Ende die „big points" macht.

Nach der sicherlich nicht so optimalen Ausgangssituation und dem Abbruch der Amerika-Reise, sind Arnd Peiffer und Simon Schempp jetzt wieder genesen. Man muss auch das Positive sehen: Sie sind genügend regeneriert, um jetzt noch ein paar Trainingstage nutzen zu können. Beide sind voll einsatzfähig und für die WM fest eingeplant. Die paar Tage in Ruhpolding haben sie ganz normal trainiert. Sie sind 100 Prozent gesund. Dem weiteren positiven Verlauf steht im Moment nichts im Wege.

Die Höchstleistung haben in dieser Saison fast alle schon mehrfach abgerufen und sind schon mal auf dem Podium gestanden. Das muss man sich wieder vor Augen führen, wenn es auf die WM zugeht. Keine Wunderdinge mehr trainieren, nichts ganz Besonders machen wollen. Sondern möglichst ruhig bleiben und den Fokus finden. Ich glaube, das ist ein ganz gutes Rezept, um seine Höchstleistungen auch zur WM bringen zu können.

Wenn es wie in Kontiolahti wieder Goldmedaillen werden sollten, würden wir die gerne nehmen. In den Teamwettbewerben eine Medaille zu gewinnen, muss das Ziel sein. Und mindestens eine in den Einzelbewerben - sprich: mit drei Medaillen wieder nach Hause zu kommen, das würden wir gerne unterschreiben.

Die bisherigen sehr guten Leistungen der Athleten machen uns Trainern die Entscheidung über die Einsatzkonzeption nicht einfach. Grundsätzlich ist es natürlich sehr positiv, wenn man so leistungsfähige Athleten hat, die ihre gute Form auch schon mehrfach bewiesen haben."

Andreas Birnbacher
"Grundsätzlich war meine bisherige Saison solide, aber die Highlights ganz nach vorne haben gefehlt. Meine besten Rennen waren jeweils im Verfolger. Da hätte ich von den Nettozeiten her Podestplatzierungen erreichen können. Ich bin also trotzdem zufrieden. Platz 13 im Gesamtweltcup ist keine schlechte Platzierung, zumal ich einen Weltcup ja auch ausgelassen habe.

Wenn man zwei kleine Kinder daheim hat, ist man natürlich gerne zu Hause. Trotzdem muss ich mich konzentriert auf die WM vorbereiten. Ich hab auch mal eine Nacht hier im Hotel geschlafen. Zwischen den Einheiten bleibe ich auch bei der Mannschaft.

So richtig gewöhnt man sich nie an eine WM und die Anspannung vorher. Man muss sich jedes Rennen neu erkämpfen. Da kann man noch so viele Rennen vorher laufen. Deswegen ist das Kribbeln schon immer wieder da.

Ich mag die Rennen, in denen man viermal schießt. Das Mann-gegen-Mann liegt mir am besten. Wenn ich meine Maximalleistung abgerufen habe, wenn ich weiß, mehr wäre nicht gegangen, dann bin ich zufrieden mit der WM."

Benedikt Doll
"Nach den Übersee-Weltcups konnte ich nochmal ein paar Tage daheim im Schwarzwald genießen. Das war auf jeden Fall gut für die Seele. Mit der Vorbereitung kommen die Stimmung und die Vorfreude auf die WM jetzt langsam auf.

Wenn ich bei der WM laufen darf, dann will ich auf jeden Fall meine technischen Probleme am Schießstand verbessern. Läuferisch kann ich das Niveau sicherlich halten. Erwartungen an eine Medaille hab ich keine, aber der Wunsch besteht natürlich. Ob ich nach der WM zufrieden bin, würde ich nicht an Platzierungen oder Medaillen festmachen. Mein Ziel ist es, am Schießstand mit null Fehlern durchzukommen. Das habe ich in diesem Winter noch nicht geschafft.

In den letzten Jahren waren die Strecken in Oslo oft recht tief, da wurde dann oft gesalzen. Da kommt es umso mehr auf die Startgruppenwahl an. Einen Start beim Sprint und der Verfolgung würde ich mir wünschen. Für den Massenstart sieht's nicht schlecht aus, ich bin ja aktuell Neunter im Gesamtweltcup."

Erik Lesser
"Mit meiner Grundform kann ich seit Weihnachten zufrieden sein. Läuferisch ging es seitdem bergauf, und auch am Schießstand hat einiges gut funktioniert. Besonders in den Staffeln habe ich meine Souveränität wiedergefunden, daher bin ich guter Dinge, dass es in Oslo gut laufen kann.

Ich möchte mich natürlich für so viele Rennen wie möglich empfehlen, und wenn ich mich dann unter den Top-15 platzieren kann, wäre das in Anbetracht meines Saisonverlaufs ein gutes Ergebnis."

Simon Schempp
"Ich habe mir eine Bronchitis eingefangen und konnte daher in Presque Isle nicht starten. Mittlerweile kann ich aber wieder ganz normal trainieren.

Was die WM in Oslo betrifft, glaube ich schon, dass ich ein Wörtchen um das Podest mitreden kann. Ich musste Anfang Januar ja schon einmal krankheitsbedingt pausieren und bin danach recht schnell wieder in Form gekommen. Mein Ziel, eine Einzelmedaille mit nach Hause zu bringen, bleibt also bestehen.

Ich freue mich auf alle Wettbewerbe, in denen ich starten darf, besonders aber auf den Sprint. Ich habe in dieser Sasion schon drei Sprints gewinnen können und bin von insgesamt fünf Bewerben viermal auf dem Podest gestanden. Für mich persönlich ist es der schönste Wettkampf, da man auf sich gestellt ist, nur die eigene Leistung zählt und der Beste gewinnt. Taktisches Windschattenlaufen spielt keine Rolle, sondern nur das eigene Vermögen.

Freuen würde ich mich auch über einen Einsatz in der Mixed-Staffel. Die Generalprobe in Canmore konnten wir ja gewinnen. Ein gutes Mixed-Ergebnis wäre ein schöner Einstieg in die WM."

Arnd Peiffer
"Ich musste durch meinen Sturz eine kurze Zwangspause einlegen und bin eineinhalb Tage später in die WM-Vorbereitung eingestiegen als der Rest des Teams. Derzeit habe ich noch muskuläre Probleme im Rücken, daran arbeite ich aber intensiv mit unserem Physiotherapeuten. Bewegungseinschränkungen habe ich zum Glück keine und auch dem Kopf geht es wieder gut. Jetzt muss ich mich langsam wieder an die hohen Intensitäten und Geschwindigkeiten herantasten und schaue von Tag zu Tag, wie es läuft.

Meine Erwartungen an die WM habe ich daher erst mal hintenan gestellt. Als ich in den USA im Krankenhaus lag, habe ich nicht daran geglaubt, so schnell wieder ins Training einsteigen zu können. Daher freut es mich vor allem, dass ich überhaupt bei der WM dabei sein kann.

Eine Titelverteidigung mit der Staffel wäre natürlich schön, wir haben uns im Weltcup in dieser Disziplin von Mal zu Mal gesteigert. Da die Staffeln am Ende der zweiten Woche angesetzt sind, hoffe ich auf die Chance, dabei sein zu können."


Gerald Hönig, Bundestrainer Damen
"Mit der bisherigen Saison können wir sehr zufrieden sein. Wir hatten im Dezember einen unerwartet furiosen Einstieg, mit Spitzenleistungen im Laufen und mannschaftlich geschlossen guten Schießergebnissen. Damit kamen dann auch die Podiumsplatzierungen und guten Platzierungen zustande, die natürlich die Erwartungshaltung für den weiteren Saisonverlauf weiter nach oben geschraubt haben.

Wir haben um uns herum starke Einzelkönner, zum Teil starke Nationen, die sich auf Augenhöhe mit uns bewegen. Wir fahren nicht allein als große Favoriten zur WM. Wir wissen schon, dass die Aufgabe sehr schwer wird, an die Ergebnisse der Saison oder des Vorjahrs anzuknüpfen.

Die optimale Saisonplanung ist enorm wichtig. Deshalb kommt es eben auch mal zu Umbesetzungen der Weltcupmannschaft oder zu geplanten Auszeiten bei einzelnen Athletinnen, bei denen dann mit der Ausrichtung auf den späten Saisonhöhepunkt Training und Regeneration im Vordergrund stehen.

Mit Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt sind zwei Athletinnen, die sich im Vorfeld für die WM qualifiziert haben, gar nicht mit nach Übersee gefahren. Sie haben stattdessen eine klassische Vorbereitung auf die WM absolviert. Unsere zwei Leistungsträger der Saison, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier, waren nur beim ersten Block mit dabei. Sie sind anschließend ins Heimtraining gegangen, um sich frühzeitiger wieder an die Zeitumstellung anzupassen, früher in die Regeneration zu gehen und eine annähernd klassische Vorbereitung auf die WM zu machen. Franziska Preuß wäre sicherlich eine Athletin gewesen, die als Jüngste des Teams zuhause geblieben wäre. Sie hatte im Januar aber keine Rennen und musste wieder an die Wettkampfpraxis herangeführt werden. Da blieben nur die Übersee-Rennen. Miriam Gössner ist eine belastungsverträgliche Athleten, die sich auf einem sehr hohen physischen Niveau bewegt. Wir haben gehofft, dass sie sich in Kanada und Amerika über Top-Platzierungen für den Massenstart bei der WM qualifizieren kann. Sie hat ihre Laufleistung bestätigt, aber im Schießen ist es ihr leider nicht gelungen, die entsprechenden Ergebnisse zu bringen.

Mit Laura Dahlmeier und Franziska Preuß haben zwei Leistungsträgerinnen in dieser Saison längere verletzungsbedingte Pausen einlegen müssen. Laura Dahlmeier hat ein unheimlich gutes Gefühl für ihre Form. Sie spürt sehr schnell, wenn sie am Limit ist oder ein Infekt oder gesundheitliche Probleme entstehen. So, dass sie uns immer sehr frühzeitig informiert und sehr konsequent auf solche Situationen reagiert. Genauso ist es auch, wenn sie wieder fit ist und sie sich zurückmeldet. Wenn sie sagt, sie sei wieder in der Lage mitzulaufen, dann meint sie auch, in der Spitze mitzulaufen, und nicht nur im Feld dabei zu sein. Da ist Laura für ihr Alter schon sehr weit. Laura präsentiert sich hier im täglichen Training auf einem richtig guten Niveau. Darauf kann man sicherlich setzen. Bei Franziska Preuß merkt man schon noch, dass sie fünf, sechs Wochen raus war vom reinen Biathlontraining, vor allem vom Training unter hoher Belastung. Die Wettkampfkilometer hat sie sich geholt. Wenn die Regeneration und die Rückanpassung passen, wird sich das positiv auswirken. Sie ist momentan nicht bei 100 Prozent, aber sie nähert sich ihrer optimalen Leistungsfähigkeit in jedem Trainingstag.

Wir haben den Saisonverlauf von Maren Hammerschmidt sehr aufmerksam verfolgt. Tobias Reiter hat mir schon sehr früh im Jahr signalisiert, dass er im Training große Fortschritte beobachtet. Maren hat den Vorteil, dass sie im täglichen Training mit Franziska Preuß und Vanessa Hinz zwei Topathletinnen in der Mannschaft hat. Sie hat mit einem furiosen Ergebnis in Hochfilzen einen Weltcup-Einstand gefeiert, der schöner für sie nicht sein konnte. Das hat ihre persönliche Situation ein Stück weit geändert. Sie misst sich selbst an diesen Ergebnissen und möchte auch daran gemessen werden. Sie ist in der Mannschaft angekommen und sicherlich eine Verstärkung für das Team.

Die grundsätzliche Voraussetzung ist, dass die Mädels gesund sind und fit nach Oslo anreisen. Dann können wir optimistisch sein. Wir stellen uns anspruchsvolle Ziele, die im Bereich unserer Saisonplatzierungen liegen. Wir lassen uns auch an den Ergebnissen von letztem Jahr messen. Wenn wir an die Ergebnisse anknüpfen können, würde ich zufrieden von Oslo nach Hause fahren. Biathlon hat sicher nicht den Stellenwert in Norwegen wie der Skilanglauf. Aber Norwegen ist eine starke Nation im Biathlon und die Erwartungshaltung wird recht groß sein. Ich glaube, es wird für die anderen Nationen schwer, gegen die Norweger zu bestehen. Aber ich weiß auch, dass der Heimvorteil im Biathlon nicht wirklich existiert. Vielleicht können die anderen davon profitieren, dass die Norweger daheim besonders unter Druck stehen.

Wir haben in Ruhpolding sehr individuell mit den Athletinnen gearbeitet, weil wir ja auch mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung gegangen sind. Wir versuchen, Selbstvertrauen sowie Freude und Optimismus auf die kommenden Aufgaben aufzubauen.

Man spürt den gewachsenen Druck definitiv. Im vergangenen Jahr sind wir mit einer deutlich geringeren Erwartungshaltung nach Kontiolahti gefahren. Wir waren im Aufbau einer neuen Mannschaft begriffen, die dann überraschend erfolgreich war. Wir haben das natürlich genossen, haben uns aber auch für die Folgezeit einen Rucksack erarbeitet, den wir jetzt tragen müssen. Wir tragen ihn aber gerne. Wir messen uns ja auch an den Ergebnissen vom letzten Jahr und versuchen, das annähernd zu wiederholen. Eine Staffel- und eine Einzelmedaille sollten unser Ziel sein.

Die Mädels sind insgesamt gereift seit dem letzten Jahr. Wir haben nach wie vor eine unheimliche gute Stimmung in der Mannschaft. Eine steht für die andere ein, auch wenn sie sich selbst in den Rennen als Konkurrentinnen gegenüber stehen. Man spürt den Teamspirit, dieses Füreinander-da-sein nach und vor den Rennen. Es macht Spaß, mit der Truppe zu arbeiten. Die Ergebnisse im Saisonverlauf lassen auch die eigene Erwartungshaltung steigen. Wir müssen konzentriert an die Erfüllung der Aufgaben gehen. Aber uns auch den entsprechenden Schuss Lockerheit und Frechheit bewahren, um die Ergebnisse zu erreichen."

Laura Dahlmeier
"Ich bin derzeit fit und gut in Form, die WM kann kommen. Ich denke, dass wir in Bezug auf die Rennen in Übersee alles richtig gemacht haben. Ich war doch ziemlich infektanfällig in diesem Winter, von daher war es taktisch gut, Presque Isle auszulassen. So hatte der Körper etwas mehr Zeit zum Regenerieren.

Ich freue mich auf Oslo und möchte bei den Rennen, bei denen ich starten darf, einfach meine Bestleistung abrufen. Die Platzierung ist für mich eher zweitrangig, aber wenn es am Ende für eine Medaille reichen würde, wäre das natürlich super.

Ich weiß, dass ich als Medaillenkandidatin gehandelt werde, ich selber fühle mich nicht unbedingt als große Favoritin. Ich habe in diesem Winter, wenn immer ich am Start war, zwar gute Ergebnisse und auch Siege abgeliefert, das habe ich aber selber nie so erwartet. Es muss einfach alles stimmen, im Schießstand wie in der Loipe. Wenn ich das in Oslo zusammenbringe und zusätzlich wieder starke letzte Runden laufen kann, sage ich aber nicht nein, wenn es für eine Medaille reicht."

Miriam Gössner
"Ich war ganz froh, dass ich nach Amerika drei, vier Tage daheim hatte, wo ich mich wirklich mal erholen und die Akkus wieder aufladen konnte. Meine Form ist gut, aber ich brauche auch noch ein paar Tage, um mich vom Kopf her richtig auf die WM einzustellen.

Ich bin über die Jahre deutlich entspannter geworden, was die Vorbereitung auf die WM betrifft. Ich kenne mich jetzt wirklich. Ich weiß, wann ich den Fokus auf die Regeneration legen muss, damit ich mit voller Kraft wieder am Start stehen kann. Da lass ich mich einfach nicht mehr so stressen.

Klar hätte ich mir am Schießstand den einen oder anderen Fehler weniger gewünscht. Dann wären öfter mal sehr gute Platzierungen drin gewesen. Aber Biathlon ist halt beides: Da zählt das Laufen genauso dazu wie das Schießen. Ich versuche, mich auf mich zu konzentrieren und meine Arbeit weiter zu machen. Ich weiß, dass ich auch treffen kann. Ich weiß, dass ich auch nicht mal null schießen muss. Deswegen bin ich sehr zuversichtlich. Ich habe zusammen mit Sandro Brislinger in Oberhof einiges an meiner Waffe geändert und dadurch eine bessere Stabilität beim Schießen bekommen.

In Oslo erwartet uns eine komplett andere Stimmung als wir sonst bei den Weltcups haben, und darauf freue ich mich. Die Menschen sind einfach so begeisterungsfähig. Sie kommen mit der ganzen Familie und feuern dich an. Auch meine Familie wird dabei sein. Meine Eltern und meine Schwester kommen. Tante, Onkel und Cousinen wohnen ja eh alle da, die werden bestimmt auch kommen."

Maren Hammerschmidt
"In den letzten Wochen habe ich viel in Ruhpolding trainiert und konnte mich recht gut auf die WM vorbereiten. Langsam steigen die Nervosität und die Aufregung. Nach vier, fünf Wochen Ruhpolding geht's jetzt wirklich los. Ich muss mich schon manchmal noch zwicken, dass ich hier im Quartier zur WM-Mannschaft gehöre. Das ist schon echt cool.

Ich bin sehr gespannt auf Oslo und die WM. Ich bin nur mal mit der Fähre in Oslo angekommen, aber noch nie am Holmenkollen gelaufen und freue mich unglaublich. Ich habe von Denise Herrmann vor ein paar Wochen schon Videos gekriegt. Sie hat's mir also schon ein bisschen gezeigt.

Wenn ich sagen würde, ich hätte keine Ziele, würde ich lügen. Ich möchte schon hinfahren und was erreichen. Wenn ich mit einer Medaille nach Hause käme, wäre das natürlich der Knaller. Ich möchte einfach für mich das Beste geben und an meine Leistung von den letzten Wettkämpfen anknüpfen.

Ich weiß gar nicht genau, was nächste Woche auf mich zukommt. Bisher kann ich es noch gut von mir wegschieben. Bei den Weltcups bin ich aber genauso aufgeregt. Ich glaube, da gibt's keine Steigerung mehr. Meine Eltern und Freundinnen aus Winterberg kommen nach Oslo. Ich habe also auf jeden Fall Unterstützung vor Ort."

Franziska Hildebrand
"Ich freue mich auf die WM in Oslo. Meine Vorbereitung ist gut verlaufen, ich weiß, dass meine Laufform passt, das Schießen haut ordentlich hin, und so kann ich guter Dinge in die WM-Wochen starten.

Oslo ist für mich immer etwas Besonderes, da die Wettkämpfe quasi in einer Großstadt stattfinden. So kann man sich an Ruhetagen von der Stadt ablenken lassen, gemütlich Kaffee trinken gehen und die Anonymität genießen.

Ich stelle mir die WM gerne erfolgreich vor. Wir waren im vergangenen Jahr erfolgreich, ich persönlich hatte bisher eine gute Saison, und von daher wäre es etwas tief gestapelt, wenn ich sagen würde, dass ich in die Top-Ten laufen möchte. Es darf gerne eine Medaille sein - einzeln und mit der Staffel!"

Vanessa Hinz
"Für mich war es das Richtige, die Übersee-Rennen auszulassen. Maren und ich konnten in Ruhpolding gut trainieren, haben nochmal einen Ausdauerblock gesetzt, an der Spritzigkeit gearbeitet. Jetzt freue ich mich richtig auf die WM!

Klar, jeder will eine Medaille haben. Aber ich bin bisher noch nicht auf dem Treppchen gestanden. Da wäre es vermessen, eine Medaille zu erwarten. Ich weiß, dass ich's drauf habe, und dass ich's kann. Aber ich glaube, dass ich mir am Saisonbeginn zu viel Druck gemacht habe, weil ich es zu sehr wollte. Durch meine längere Wettkampfpause ist die Nervosität fast schon wieder so da wie vor dem ersten Weltcup.

Ich nehme ein gutes Buch mit, damit ich auch mal in eine Traumwelt entfliehen kann. Von daheim kommen einige Leute wieder mit.

Ich war in Oslo zum ersten Mal überhaupt im Weltcup dabei. Da haben mich Christoph Stephan und Benni Doll mit raufgenommen auf die Schanze. Das ist ein Erlebnis, das ich mir immer wieder zurückrufe. Das erste Mal auf der Schanze und ganz Oslo war erstrahlt: Das ist meine Erinnerung an Oslo."

Franziska Preuß
"Die längere Wettkampfpause war schon extrem hart. Gerade in Ruhpolding, in meinem Heimstadion, vom Kraftraum aus zuschauen zu müssen. Im Endeffekt muss man die Situation aber so hinnehmen wie sie ist und das Beste draus machen. Für den Kopf und für die Wettkampfhärte war es wichtig, dass ich bei den Übersee-Weltcups wieder dabei war.

Ich habe in Kanada und Presque Isle gemerkt, dass die Spritzigkeit noch fehlt. Es war schön zu sehen, dass man trotzdem noch einigermaßen dabei ist. Ich fühle mich momentan ganz gut. Das Wichtigste ist es jetzt, gesund zu bleiben. Wunder werden so kurz vor der WM auch nicht mehr vollbracht.

Jeder kennt die Bilder von der Langlauf-WM in Oslo. Wenn bei uns die Stimmung nur halb so gut ist, dann ist es immer noch der Wahnsinn. Auf das freue ich mich einfach! Sprint und Verfolgung sind immer was Besonderes und natürlich auch die Staffeln. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ich dafür einen Einsatz bekomme!"
2016-03-01