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Sommerleistungskontrolle der Biathlon-Damen

10.07.13
Biathlon
„Erste Sommerleistungskontrolle überlebt“, das war der bezeichnende Ausruf von Franziska Preuß, nachdem sie ihr Paddelboot über den Chiemsee ins Ziel gesteuert hatte. Und diese Aussage war treffend, mussten doch die Biathlon-Damen des Deutschen Skiverbandes bei der diesjährigen Sommerleistungskontrolle (SLK) wieder eine Woche voller Strapazen auf sich nehmen.
SLK 2013
Vor Ort im Berchtesgadener Land und am Chiemsee nahmen insgesamt 21 Damen vom C- bis zum A-Kader an der SLK teil. Lediglich Miriam Gössner fehlte verletzungsbedingt. Neu in diesem Jahr war, dass die C-Kader-Sportler der Herren bei der Leistungskontrolle mit am Start waren und ihre Wettkämpfe gemeinsam mit den Damen absolvierten. Ein Versuch, der sich vollauf bewährt hat und hoffentlich im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden wird.

Evi Sachenbacher-Stehle läuft vorne weg
Durch die kurze Aufeinanderfolge der schweißtreibenden Einheiten und die schwülwarmen Temperaturen wurde den Sportlerinnen alles abverlangt. Vor allem die nicht mehr dem Kader des DSV zugehörigen Athletinnen Franziska Hildebrand, Carolin Hennecke und Nadine Horchler zeigten sich in toller Form und bewiesen nach den Lauf-, Rennrad-, Skiroller-, Schieß- und Paddeleinheiten mit den Rängen drei bis fünf ihren Willen, sich weiterhin durchzusetzen.
Den Gesamtsieg konnte – wie im vergangenen Jahr – Evi Sachenbacher-Stehle für sich verbuchen. Doch dieses Mal fiel die Entscheidung knapp aus: Nur durch ein Missgeschick beim Paddeln aufgrund aufziehenden Nebels versäumte es Kathrin Lang, die SLK 2013 für sich zu entscheiden. Die Gesamt-Zweite, die ihr Training überwiegend in Eigenregie bestreitet, zeigte nach ihrer Babypause in überzeugender Manier, dass mit ihr in der kommenden Saison wohl wieder zu rechnen ist.
Eng umkämpft war der dritte Platz, denn am Ende der insgesamt 10 Wettkämpfe lag Franziska Hildebrand nur einen Punkt vor Carolin Hennecke. Die weiteren Plätze belegten Nadine Horchler und die Punktgleichen Franziska Preuß und Laura Dahlmeier.

Schwüle und Platzregen waren treue Begleiter
Der erste Ausdauerwettbewerb – zugleich eine der anstrengendsten Disziplinen –  war der Berglauf etwas oberhalb des Parkplatzes Wimbachbrücke nach Kühroint. Evi Sachenbacher-Stehle gewann den schweren Berglauf über 5,8 Kilometer und 550 Höhenmeter klar vor Carolin Hennecke, gefolgt von Franziska Hildebrand und Kathrin Lang. Am Nachmittag folgte der Skiroller-Schubwettbewerb vom Loipl zum Hochschwarzeck über eine Strecke von 3,4 Kilometer und 190 Höhenmeter, die zweimal gelaufen wurde. Schon traditionsgemäß setzte Platzregen ein und es schüttete im zweiten Durchgang wie aus Kübeln, so dass der Start um ein paar Minuten verschoben werden musste. Evi Sachenbacher-Stehle gab bei diesem „Rollerschieben“ ganz klar den Ton an und gewann souverän vor Franziska Hildebrand, Nadine Horchler und Kathrin Lang. 

Geschossen wurde gegeneinander
Einer der vielen Höhepunkte bei dieser Leistungskontrolle war sicherlich die Bergetappe mit dem Rennrad, bei der 555 Höhenmeter auf einer Strecke von 10,2 Kilometern überwunden werden mussten. Start war am Gebirgshäusl in der Engedey und das Ziel der Parkplatz am Hochschwarzeck. Die mit Abstand schnellste Zeit von 28,24 Minuten erreichte hier wieder Evi Sachenbacher-Stehle mit klarem Vorsprung vor Kathrin Lang und Franziska Preuß. Dahinter reihten sich Tina Bachmann, Carolin Hennecke und Anna Weidel ein. 
Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Woche waren die Schießeinlagen am Sillberg, bei denen sich die Trainer etwas ganz Besonderes einfallen ließen: Um annähernd Wettkampfdruck zu erzeugen, mussten immer acht Damen gemischt mit einigen Herren unter Zeitdruck gegeneinander antreten. Das Ergebnis im Einzel- und Staffelschießen fiel zum größten Teil erwartungsgemäß aus. Besonders Laura Dahlmeier zeigte dabei ihr Potential und war insgesamt die beste Schützin.

Laufen, Radeln, Paddeln – von allem etwas
Das Wettkampfprogramm an den fünf Tagen war dicht gedrängt und so war auch noch ein 3000-Meter-Lauf auf dem Bundeswehrsportplatz in der Strub zu absolvieren, den abermals Evi Sachenbacher-Stehle in 10,24 Minuten für sich entschied. Ihr am nächsten kamen Carolin Hennecke und Franziska Hildebrand, dahinter folgten Kathrin Lang, Marie Heinrich und Nadine Horchler.
Ein Wettkampf auf Skirollern in der klassischen Technik auf das Roßfeld stand am Donnerstagnachmittag an und bei diesem Lauf trennte sich die Spreu vom Weizen: Auf der sehr anspruchsvollen Strecke über 6,7 Kilometer und 570 Höhenmeter hatte wieder einmal die zweifache Olympiasiegerin im Langlauf die Nase vorne. Mit fast einer Minute Vorsprung verwies Sachenbacher-Stehle die Konkurrenz auf die Plätze.
Als finaler Bewerb entpuppte sich eine Paddeleinheit über 2,8 Kilometer, die am letzten Tag auf dem Chiemsee zu absolvieren war. Hier war nicht nur die Kraft entscheidend, sondern auch die Technik und mit diesem ungewohnten Sportgerät kam Carolin Hennecke am besten zurecht. Sie lag am Ende ganz knapp vor Nadine Horchler und Marie Heinrich. Es folgten auf den Rängen vier bis sechs Luise Kummer, Laura Engelhaupt und Vanessa Hinz.

Auf ein Neues im nächsten Jahr
Für die Damen und Herren waren die fünf Tage in Berchtesgaden und am Chiemsee eine harte und schweißtreibende Herausforderung, die auch im nächsten Jahr wieder auf sie wartet. Wie sagte Uwe Müssiggang schon vor Jahren und betont es immer wieder: “Bei der SLK wird eine breite Palette abgeprüft und man sieht deutlich, wer wirklich breitgefächert alles trainiert und sich nicht zu sehr spezialisiert“.
Bei den c-Kader-Herren setzte sich Lukas Rombach in der Gesamtwertung souverän durch und verwies Philipp Nawrath und Philip Horn auf die Plätze.

Quelle
Helmuth Wegscheider
2013-07-10
Stand: 23.09.2020
Kontakt
Gabi Kniesz
Leistungssport GmbH
Sekretariat
Tel.: 089-85790 251