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EYOF: Drei deutsche Mädchen fliegen aufs Podest – Biathlon verschneit

28.01.15
Biathlon
Gleich drei deutsche Skispringerinnen schafften im Einzelwettbewerb von der 66-Meter-Schanze den Sprung aufs Podium. Schneefall machte den Biathleten das Leben schwer.
EYOF 2015
Mit Sprüngen auf 61 und 60 Meter sicherte sich Skispringerin Henriette Kraus (SG Nickelhütte Aue) im Montafon Nordic Zentrum Tschagguns die Silbermedaille vor ihren Mannschaftskolleginnen Agnes Reisch (WSV Isny) und Luisa Görlich (WSV Lauscha 08), die punktgleich die Bronzemedaille gewannen. Lediglich die Goldmedaille mussten die Deutschen unter den Augen der österreichischen Skisprung-Legenden Toni Innauer und Ernst Vettori der Russin Sofia Tikhonova überlassen. „Wir sind überglücklich. Drei von uns auf dem Podest – besser geht es fast nicht“, meinte Luisa Görlich. Henriette Kraus erklärte: „Dafür, dass es bei mir im Training eher schlecht lief, habe ich das heute gut gemeistert. Als ich nach meinem Sprung erfahren habe, dass wir zu dritt auf dem Podium stehen, habe ich mich riesig gefreut.“

Am Abend bekamen die Skispringerinnen ihre Medaillen bei der Siegerehrung auf der gut gefüllten Medals Plaza in Schruns verliehen. „Das war überragend, ein einmaliges Gefühl“, schwärmte Agnes Reisch nach der Zeremonie. Auch Trainerin Catrin Schmid war mit ihren Mädels „total zufrieden“. „Es lief im Training insgesamt ganz gut bei uns, daher haben wir uns schon eine Medaille erhofft. Dass es jetzt gleich drei geworden sind, ist ziemlich cool“, meinte sie. Luisas Zwillingsschwester Sophia Görlich (WSV Lauscha 08) sprang auf Platz 16.

Im Wettbewerb der Jungen von der Normalschanze war Jonathan Siegel (SV Baiersbronn) auf Rang 13 der beste deutsche Athlet. Axel Mayländer (SC Degenfeld) wurde 16., Adrian Sell (SV Meßstetten) 20. Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) verpasste als 31. knapp das Finale der besten 30. „Nach den Probesprüngen hatten wir etwas mehr erwartet, aber auch mit den im Wettkampf gezeigten Sprüngen können wir zumindest teilweise zufrieden sein“, erklärte Trainer Christoph Klumpp und fügte hinzu: „Unsere Jungs haben heute auch ein bisschen Pech mit den Verhältnissen gehabt.“ Mit Blick auf den Team-Wettbewerb am Mittwoch gibt sich Klumpp optimistisch. „Wir haben die Sprünge von heute analysiert und wollen uns morgen technisch verbessern – dann können wir vielleicht Platz drei angreifen“, meinte er.

Biathlon
Mit dem Wetter hatten die deutschen Biathleten am Bürserberg zu kämpfen. Im Sprint über 7,5 Kilometer machten dichtes Schneetreiben und Wind den Sportlern das Leben schwer. Bester Deutscher war Marinus Veit vom WSV Kiefersfelden, der zwei Fehler im liegenden Anschlag schoss und im Ziel Rang acht belegte. Jeweils vier Strafrunden mussten Tobias Wanninger (SV Bayerisch Eisenstein) und Simon Groß (SC Ruhpolding) laufen. Sie lagen in der Endabrechnung auf den Plätzen 24 und 25. Als 66. verpasste Tom Gombert (SC Willingen) die Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Mittwoch. „Gerade bei den Jungen waren die Schießbedingungen durch Wind und Schnee wirklich sehr schwer“, erklärte Trainer Jesko Fischer. Der Sieg ging an den Russen Sergei Demichev, der als einziger der 80 Starter am Schießstand fehlerfrei blieb.

Im 6-Kilometer-Sprint der Mädchen gab es durch Anna-Maria Schrade und Tamara Steiner einen Doppelsieg für Gastgeber Österreich. Die vier deutschen Starterinnen konnten sich allesamt unter den besten 20 klassieren. Mit je einem Fehler liegend und stehend erlief sich Melanie Eccarius (WSV Oberhof 05) den achten Platz. Stark in der Loipe war Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf unterwegs, die trotz vier Strafrunden auf Platz elf lief. Lena Rießle (SZ Breitnau) belegte unmittelbar vor ihrer Teamkollegin Magdalena Liebscher (SG Stahl Schmiedeberg) Platz 18. „Alle unsere Athleten waren sehr aufgeregt vor dem Start und konnten ihre Trainingsleistungen leider nicht im Wettkampf umsetzen“, resümierte Trainer Fischer. Für die Verfolgungsrennen am Mittwoch ist er dennoch guter Hoffnung. „Alle vier Mädels liegen gut im Rennen, die Abstände bis zum Podium sind nicht riesig“, sagte er. „Bei den Jungs hat Marinus mit einem guten Rennen durchaus noch die Chance, aufs Podest zu springen, für die anderen beiden sind die Top Ten in Reichweite.“ Hauptsache sei es jedoch, einen guten Wettkampf zu machen und Selbstvertrauen für die Staffel am Freitag zu sammeln.

Quelle
DOSB
2015-01-29
Stand: 31.07.2021
Kontakt
Gabi Kniesz
Leistungssport GmbH
Sekretariat
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