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Informationen und Aufgebote zum Weltcup-Auftakt in Sölden (AUT)

24.10.12
Ski Alpin
Am 27. und 28. Oktober startet der alpine Ski-Weltcup mit dem Riesenslalom der Damen und Herren in Sölden (Österreich) in den WM-Winter 2012/2013. Der Deutsche Skiverband hat insgesamt elf Athletinnen und Athleten für die Rennen nominiert.
Viktoria Rebensburg
Das Programm von Sölden (AUT)
-Sa.,27.10.2012, 09:30/12:45 Uhr: Riesenslalom Damen (RS)
-So.,28.10.2012, 09:30/12:45 Uhr: Riesenslalom Herren (RS)

Das DSV-Aufgebot

Für das DSV-Damen-Team bestreiten sieben Athletinnen den Auftakt-Riesenslalom in Sölden. Neben Viktoria Rebensburg, Gewinnerin des Riesenslalom-Disziplinweltcups des vergangenen Winters, hat Bundestrainer Thomas Stauffer Maria Höfl-Riesch, Lena Dürr, Veronique Hronek, Simona Hösl, Barbara Wirth und Susanne Weinbuchner nominiert.

Den Riesenslalom der Herren bestreiten Fritz Dopfer, Stefan Luitz, Dominik Schwaiger und Benedikt Staubitzer.

Damen
-Lena Dürr (SV Germering)
-Simona Hösl (SK Berchtesgaden)
-Veronique Hronek (SV Unterwössen)
-Viktoria Rebensburg (SC Kreuth)
-Maria Höfl-Riesch (SC Partenkirchen)
-Susanne Weinbuchner (SC Lenggries)
-Barbara Wirth (SC Lenggries)

Herren
-Fritz Dopfer (SC Garmisch)
-Stefan Luitz (SC Bolsterlang)
-Dominik Schwaiger (WSV Königssee)
-Benedikt Staubitzer (SC Mittenwald)


Aktuelle Informationen und Statements

Felix Neureuther in Sölden nicht am Start

Der erste Riesenslalom der WM-Saison am kommenden Wochenende in Sölden findet ohne Felix Neureuther vom SC Partenkirchen statt. Der 28-jährige Technikspezialist laboriert seit einigen Wochen an Rückenbeschwerden, ausgelöst durch einen Bandscheibenvorfall und eine Entzündung an der Lendenwirbelsäule.

"Seit Wochen plagen mich brutale Rückenschmerzen. Ich konnte deshalb nur wenig, in den letzten Tagen gar nicht mehr trainieren," sagt Felix Neureuther und verzichtet aufgrund der massiven Beschwerden auf einen Start in Sölden. „Das ist besonders bitter, da ich in der Vorbereitung sehr intensiv Riesenslalom trainiert habe und im Training auch mit der internationalen Konkurrenz mithalten konnte. Ich bin aber sicher nicht der Typ, der den Kopf in den Sand steckt. Ich werde alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder fit zu werden um in Levi beim ersten Slalom der Saison am Start zu stehen."

Bundestrainer Charly Waibel
"Ein Start von Felix würde aktuell keinen Sinn machen. Das ist zwar sehr schade, da Felix in der Vorbereitung den Fokus auf den Riesenslalom gelegt hat und zuletzt auch im internationalen Vergleich eine gute Performance zeigen konnte. Auf der anderen Seite steht die Gesundheit des Athleten im Vordergrund. Felix wird die Zeit nutzen, um sich komplett auszukurieren und dann im Vollbesitz seiner Kräfte in den Weltcup einsteigen zu können."


Wolfgang Maier, Sportdirektor Alpin

"Im Bereich Ski Alpin haben wir unsere Strukturen der internationalen Entwicklung angepasst und verstärkt in den Bereich Personal investiert. Die individuelle Betreuung der Spitzensportler auf der einen, das Entwickeln und Heranführen junger Talente auf der anderen Seite erfordern hier ein erhöhtes Investment des Verbandes, um auch in Zukunft im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sein zu können. Die Wettkampfreform des Internationalen Skiverbandes, nach der in diesem Winter der Schülerjahrgang nicht in den Jugendbereich aufrückt, sondern weiterhin als Schüler firmiert, erleichterte es uns, strategisch wichtige Positionen in unseren Lehrgangsgruppen mit Trainern zu besetzen. So konnten wir beispielsweise die Weltcup-Teams mit zusätzlichen Ski- und Konditionstrainern verstärken."

Bewährtes Personalkonzept
"Unser Konzept, ehemalige Aktive als Trainer auszubilden und in die Struktur einzubinden, hat sich bewährt. Gerade bei den Herren, unter Führung von Charly Waibel, der seine erfolgreiche Arbeit auf dieser strategisch wichtigen Position fortführt, konnten wir sowohl bei den Junioren-Weltmeisterschaften als auch im Europacup positive Ergebnisse einfahren. Eine für uns sehr wichtige Entwicklung, nicht zuletzt um das Damen-Team zu entlasten, das in den vergangenen Jahren die DSV-Fahnen hoch hielt.

Bei den Damen sind wir wieder zu unserer klassischen Ausrichtung mit einer Weltcup- und einer Europacup-Mannschaft zurückgekehrt. Unser Ziel ist es, eine individuellere Betreuung unserer Spitzenfahrerinnen innerhalb dieser Gruppen sicherzustellen. Dazu haben wir die bewährten Trainerteams punktuell verstärkt, beispielsweise im konditionellen Bereich.

Der Höhepunkt des Winters sind ganz klar die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Schladming. Unsere Ziele für diese Großveranstaltung sind klar definiert: Wir wollen drei Medaillen gewinnen, zwei bei den Damen und eine mit den Herren. Im Weltcup hoffen wir, die Leistungen aus dem vergangenen Jahr wiederholen zu können. Maria Höfl-Riesch, Viktoria Rebensburg, Fritz Dopfer und Felix Neureuther haben mit ihren Top-Platzierungen im vergangenen Winter gezeigt, dass sie zu den weltbesten Skifahrern gehören.

Generell müssen wir uns, gerade was das Sommer- und Überseetraining betrifft, neu ausrichten. Aufgrund der schwierigen Trainingsbedingungen auf den alpinen Gletschern entwickelt sich der alpine Skirennsport zu einer immer kostenaufwändigeren Sportart. Dieser Herausforderung werden wir uns stellen und neue Konzepte zur Nachwuchsförderung entwickeln."

Saisonauftakt in Sölden
"Für den Saison-Auftakt in Sölden haben wir sieben Damen und vier Herren nominiert. Viktoria Rebensburg, die in der vergangenen Saison die Disziplinenwertung im Riesenslalom zum zweiten Mal in Folge gewinnen konnte, zeigte in der Vorbereitung eine gute Form. Viktoria stand in Sölden bereits zweimal auf dem Podest und ist, wenn sie ihre Trainingsleistungen umsetzen kann, sicher auch in diesem Jahr für eine Spitzenplatzierung gut.

Auch Maria Höfl-Riesch ist hoch motiviert mit einer Top-Platzierung in das WM-Jahr zu starten. Darüber hinaus ist eines ihrer großen Ziele, ein Riesenslalom-Weltcup-Rennen zu gewinnen. Nachdem sie ihre Erkältung, die sie noch letztes Wochenende am Training hinderte, auskuriert hat, ist sie zwar noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte, wird aber in jedem Fall starten.

Lena Dürr möchte wie auch Veronique Hronek die Lücke zu den Top-Fahrerinnen schließen. Dabei hat Lena Dürr bereits gezeigt, dass sie in der Lage ist, unter die besten Zehn zu fahren. Veronique musste leider nach Bruch des linken Mittelhandknochens vor drei Wochen verletzungsbedingt pausieren. Sie geht mit einer Schiene ins Rennen, ist ansonsten aber fit.

Für unsere jungen Fahrerinnen geht es darum, Weltcup-Erfahrung zu sammeln und sich möglichst für das Finale zu qualifizieren. Leider müssen wir durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kathrin Hölzl, Susanne Riesch und Isabelle Stiepel weiterhin auf drei Leistungsträgerinnen verzichten. Positiv dagegen verlief die Rehabilitation von Gina Stechert, die bei den ersten Speed-Events in Lake Louise wieder am Start sein wird.

Ebenfalls positiv ist die Entwicklung unserer jüngeren Athleten. Hier konnten wir besonders auf der Herrenseite den positiven Trend fortsetzen. Unser Ziel ist es, diese jungen Talente über den Europacup nachhaltig zu entwickeln."

Herren-Team ohne Felix Neureuther
"Im Weltcup hoffen wir, die Leistungen aus dem vergangenen Jahr wiederholen zu können. Fritz Dopfer hat mit seinen Top-Platzierungen im vergangenen Winter gezeigt, dass er zu den weltbesten Technikern aufschließen möchte. Leider müssen wir den Ausfall von Felix Neureuther kompensieren. Gerade Felix hat in der Vorbereitung verstärkt Riesenslalom trainiert und sich zuletzt auch im internationalen Vergleich gut präsentiert. Leider lassen ihm die aktuellen Rückenprobleme aber keine Wahl, und somit wird er auf den Start in Sölden verzichten. Für Stefan Luitz, der sich in der Vorbereitung stark präsentiert hat, lautet das Ziel, sich im Riesenslalom unter den besten Dreißig im Weltcup zu etablieren. Dominik Schwaiger und Benedikt Staubitzer sollen Weltcup-Erfahrung sammeln."

Viktoria Rebensburg
"Ich freue mich auf den Saisonauftakt in Sölden. Gerade vor dem ersten Rennen sind die Spannung und das Kribbeln groß. Das ist jedes Jahr etwas Besonderes.

Ich hatte eine gute Vorbereitung und nachdem ich mich den Sommer über an das neue Material gewöhnt habe, fühle ich mich jetzt auch wohl auf den neuen Ski.

Der Rennhang in Sölden liegt mir und ich habe mit meinem Sieg vor zwei Jahren und dem zweiten Platz im letzten Winter auch sehr gute Erinnerungen daran. Auch in diesem Jahr möchte ich wieder zwei gute Läufe zeigen."

Maria Höfl-Riesch
"Dadurch, dass ich eine Woche krank war, konnte ich leider nicht wie die anderen auf der Rennpiste in Sölden trainieren. Ich habe am Dienstag und heute im Mölltal eine Art Minimalvorbereitung absolviert. Es lief nicht optimal, aber ich werde beim Weltcup-Auftakt am Wochenende starten, allerdings ohne große Erwartungen."

Lena Dürr
"Mit meiner Vorbereitung bin ich zufrieden, der Sommer war gut. Ich habe vor allem an meiner Kraft und Kondition gearbeitet, hier die Schwerpunkte gelegt, denn gerade in diesen Bereichen hat es in den letzten Jahren gehakt. Parallel dazu habe ich auch die Trainingsumfänge auf Ski erhöht und somit die Voraussetzungen geschaffen, in mehr Disziplinen starten zu können.

Riesenslalom und Slalom haben zwar nach wie vor Priorität - hier will ich näher an die Weltspitze herankommen - aber ich möchte in diesem Winter auch im Super-G starten und mich so Schritt für Schritt an den Speedbereich herantasten. Derzeit fühle ich mich fit und gut vorbereitet auf das erste Rennen der Saison."

Veronique Hronek
"Meine Vorbereitung verlief bis vor drei Wochen nach Plan. Vor allem der Übersee-Lehrgang in Neuseeland, wo ich zum ersten Mal trainieren konnte, war sehr effektiv. Leider habe ich mir aber vor drei Wochen beim Training in Saas Fee den linken Mittelhandknochen gebrochen. In den darauffolgenden Lehrgängen musste ich leider pausieren. Statt auf den Ski zu stehen, habe ich mir eine Schiene anpassen lassen. Mit der habe ich Anfang der Woche erste Testfahrten unternommen. Der Eindruck ist ok, ich kann also auf jeden Fall in Sölden starten. In diesem Jahr möchte ich dort nicht nur ins Ziel kommen, sondern mich für das Finale qualifizieren."

Fritz Dopfer
"In Sölden Skirennen zu fahren, macht richtig Spaß: 15.000 skiverrückte Fans feiern ein wahres Skifest am Gletscher. Der Weltcuphang ist steil, die Strecke anspruchsvoll und die Höhenlage auf über 2.500 Metern fordert zusätzlich Körner.

Ich freue mich auf diesen ersten Riesenslalom und bin gespannt, was dabei rauskommt. Meine Vorbereitung war gut, mit dem neuen Material habe ich mich arrangiert und meine Technik teilweise angepasst. Im letzten Jahr konnte ich in Sölden mit Startnummer 24 auf Rang dreizehn fahren und bin damit gut in die Saison gestartet. Auch wenn ich aufgrund eines knöchernen Bandausrisses im linken Daumen mit einer Schiene fahren werde, möchte in diesem Jahr wieder zwei technisch saubere Läufe zeigen."

Stefan Luitz
"Ich freue mich auf den Auftakt in Sölden. Es ist für mich die dritte Chance und diesmal habe ich mir vorgenommen, den Berg nicht nur zu bezwingen, sondern auch den Cut für das Finale zu schaffen. Dafür habe ich den Sommer über hart trainiert und mich auf das neue Material eingestellt. Ich hoffe, die Piste ist hart, denn dann fühle ich mich auf den neuen Ski am wohlsten. Mein Ziel ist es, zwei saubere Läufe zu fahren und am Ende Weltcuppunkte zu sammeln."
2012-10-24
Stand: 25.06.2022
Kontakt
Sophia Schweisz
Leistungssport GmbH
Ski Alpin Damen, Freeski
Tel.: 089-85790 302