https://www.ski-online.de/skiversicherung?utm_source=DSV_Website&utm_medium=Banner&utm_campaign=DSV_Banner
Suche

Informationen und Statements zu den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2015 in Falun (SWE)

15.02.15
Langlauf
Von 18. Februar bis 1. März 2015 werden bei den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun die Medaillen in den Disziplinen Langlauf, Skisprung und Nordische Kombination vergeben. Hier finden Sie ein Statement von Karin Orgeldinger, DSV-Sportdirektorin Nordisch, die Startzeiten in Falun sowie Statements der Trainer und Sportler.
Skisprung: FIS World Cup Skisprung - Lahti (FIN) - 08.03.2013 - 10.03.2013
FIS NORDISCHE SKI-WELTMEISTERSCHAFTEN 2015 IN FALUN (SWE)
18. Februar - 01. März 2015



AKTUELLES STATEMENT
Karin Orgeldinger, Sportdirektorin Nordisch

"Die Weltmeisterschaften in Falun sind für unsere nordischen Teams natürlich der absolute Saisonhöhepunkt in diesem Jahr. Entsprechend wurde der Formaufbau über die verschiedenen Trainings- und Wettkampfmaßnahmen so geplant, dass wieder möglichst viele unserer Sportlerinnen und Sportler bei den Titelkämpfen in Bestform sind.


Die Ergebnisse der vergangenen Wochen, insbesondere nach dem Jahreswechsel, stimmen uns durchaus zuversichtlich, dass wir mit unseren Top-Athleten auch in diesem Winter wieder unsere eigenen Erwartungen und die Hoffnungen der Wintersportfans in Deutschland erfüllen können.

Das Ziel des DSV ist es, bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Falun und wenige Tage später bei der Biathlon-WM in Kontiolahti gemeinsam zwölf Medaillen zu gewinnen. Und selbstverständlich möchte jede Disziplin beziehungsweise Mannschaft mit der einen oder anderen Medaille zum erhofften Gesamterfolg beitragen.

Bei den Skispringern ruhen die Hoffnungen verständlicherweise vor allem auf Severin Freund, der sich zuletzt mit tollen Leistungen in Szene setzen konnte. Die Mannschaft hat sich aber insgesamt in diesem Winter hervorragend präsentiert und sich nach einer eher durchwachsenen Vierschanzentournee und trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Andreas Wellinger zurückgemeldet. Die Art und Weise, wie sich das Team aus diesen kritischen Phasen gemeinsam herausgearbeitet hat, war absolut beeindruckend. Diese mannschaftliche Geschlossenheit und dieser Teamspirit können auch bei der WM - sowohl in den Einzel- als auch bei den Mannschaftswettbewerben - ganz entscheidende Erfolgsfaktoren beim Wettstreit um die Medaillen sein.

Etwas schwieriger gestaltete sich der Saisonverlauf bei den Springerinnen. Denn nach dem Weltcupauftakt konnte sich durch die anschließende vierwöchige Pause im Weltcupkalender verständlicherweise kein vernünftiger Wettkampfrhythmus einstellen. Umso erfreulicher war es aber, dass Carina Vogt nach ihrer Verletzung relativ schnell wieder den Anschluss an die absolute Weltspitze geschafft hat. Auch Katharina Althaus ließ regelmäßig mit sehr ordentlichen Ergebnissen aufhorchen. Diese guten Leistungen wie zuletzt beim Heimweltcup in Oberstdorf und natürlich auch die positiven Erinnerungen an die Goldmedaille beim letztjährigen Großereignis in Sotschi sollten vor allem mit Blick auf den Mixed-Wettbewerb das nötige Selbstvertrauen geben. Allerdings müssen wir schon auch kritisch anmerken, dass sich hinter den Top-Athletinnen derzeit in unserer Mannschaft eine zu große Lücke auftut. Bei der Einzelentscheidung sind wir deshalb leider nicht so breit aufgestellt, wie wir uns das wünschen würden.

Die Nordischen Kombinierer hingegen haben bislang auch in diesem Jahr wieder in fast kompletter Mannschaftsstärke ihre Ansprüche in der absoluten Weltspitze angemeldet. Allen voran Eric Frenzel, der im Januar mit beinahe unglaublicher Konstanz und Dominanz eine beeindruckende Siegesserie feiern konnte. Besonders für den Team-Wettkampf ist diese Leistungsstärke der Athleten eine solide Basis für den Kampf um den WM-Titel. Uns ist aber vollkommen bewusst, dass die Konkurrenz in der Nordischen Kombination auch nicht schläft. Damit es am Ende bei einer WM für einen Platz auf dem Podium reicht, muss einfach alles passen. Mit so erfahrenen Athleten wie Björn Kircheisen, der bereits zum siebten Mal bei einer WM dabei ist und mit den nachrückenden jungen Sportlern ist die Mannschaft aber zweifellos gut für die kommenden Herausforderungen gerüstet.

Der Teamgedanke und die damit verbundene zusätzliche Motivation, die normalerweise bei den Mannschaftswettbewerben frei gesetzt wird, spielen auch bei den Langläuferinnen und Langläufern eine wichtige Rolle. Denn wie schon in den Jahren zuvor wird unser Hauptaugenmerk im Langlauf auf den Staffeln und Teamsprints liegen. Hier hat die Mannschaft in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie bei Großereignissen in der Lage ist, um die Medaillen mitzulaufen. In Falun gilt es deshalb erneut, alle Kräfte zu bündeln und die Einsatzkonzeption nach den größten Erfolgsaussichten auszurichten! Die Tatsache, dass Nicole Fessel in den vergangenen Wochen beispielsweise immer wieder in der Lage war, die überragenden Norwegerinnen herauszufordern, stimmt uns ebenso zuversichtlich wie die zuletzt gezeigten guten Ergebnisse bei der JWM.

Bei den Langlauf-Herren konnten wir die Lücke, die nach den Rücktritten unserer bisherigen Leistungsträger entstanden ist, erwartungsgemäß noch nicht schließen. Ausnahme-Athleten wie Axel Teichmann, Tobias Angerer und Jens Filbrich lassen sich ganz einfach nicht von heute auf morgen ersetzen. Andererseits haben die Athleten, die in Falun die Farben des DSV vertreten, ebenfalls schon mehrfach bewiesen, dass sie zumindest punktuell um die vorderen Platzierungen mitlaufen können. Die größten Chancen dürften wir aber auch bei den Herren mit der Staffel und im Teamsprint haben. Und dass die DSV-Herren gerade in taktisch geprägten Rennen, wie sie durchaus auch bei der WM vorkommen, nach wie vor für eine Überraschung gut sind, hat vor wenigen Wochen der sensationelle Weltcupsieg von Tim Tscharnke gezeigt."


SKISPRUNG DAMEN

Falun (SWE)
- Do., 19.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ): Skisprung Damen, HS 100, Qualifikation
- Fr., 20.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ): Skisprung Damen, HS 100, 1./2. Durchgang
- So., 21.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ): Skisprung Mixed Team, HS 100, 1./2. Durchgang

Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.falun2015.com.


AKTUELLE STATEMENTS

Bundestrainer Andreas Bauer

"Wir fahren mit einer starken Mannschaft zur Weltmeisterschaft nach Falun und möchten dort sowohl im Einzel der Damen als auch im Mixed-Wettbewerb unsere besten Leistungen abrufen.

Unsere positive WM-Überraschung ist Juliane Seyfarth, die mit zwei Top-15 Platzierungen und den Rängen fünf und neun in Rasnov im Weltcup überzeugte, und damit auch die WM-Norm in doppelter Hinsicht erfüllt hat. Juliane hatte im Dezember im Continentalcup gute Ergebnisse erzielen können und sich damit für zwei Trainingslager mit der A-Mannschaft empfohlen. Ihre Chance, sich daraufhin in Japan im Weltcup zu behaupten, hat sie genutzt und zusätzlich mit Platz fünf in Rumänien ihr bisher bestes Weltcupergebnis erzielt. Juliane hat derzeit einen guten Lauf, den sie hoffentlich in Falun fortsetzen wird. Ich traue ihr ein Ergebnis unter den besten 15 auf jeden Fall zu, und vielleicht ist sie ja für eine weitere Überraschung gut.

Ulrike Gräßler bringt viel Erfahrung mit in die WM-Mannschaft und hat sich während der Saison mit vier Top-15-Ergebnissen für Falun qualifiziert. Auf sie ist bei Großveranstaltungen Verlass, auch wenn sie in diesem Winter ihr Potenzial noch nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft hat. Athletisch und technisch ist sie zu mehr in der Lage, als sie im Vorfeld der WM gezeigt hat - wir hoffen, dass sie in der Vorbereitung in Oberstdorf die kleinen Fehler, die sich immer wieder einschleichen, ausmerzen kann, um dann in Falun wieder in die Top-Ten zu springen.

Katharina Althaus hat sich in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. In der letzten Saison stand sie zu diesem Zeitpunkt im Gesamtweltcup auf Rang 13, jetzt ist sie als Neunte unter den besten zehn Skispringerinnen der Welt angekommen. Damit ist sie hinter Carina die deutliche Nummer Zwei im Team. Katharina war bereits im Sommer-Grand-Prix sehr gut drauf und als Zweite der Gesamtwertung auch für Carina Vogt, die nach ihrer Knieoperation zurückkam, ein wichtiger Anhaltspunkt - wenn Carina ähnlich gute Sprünge ablieferte wie Katharina, wusste sie, dass sie wieder nah an der Weltspitze dran war. Es ist ein großer Vorteil, wenn man mehrere Athletinnen im Team hat, die sich mit der absoluten Weltelite messen können. Das hilft allen, sich weiter zu entwickeln. Mit Katharina und Carina ist das bei uns jetzt der Fall. Diese Entwicklung war jetzt auch möglich, da Katharina mittlerweile ausgewachsen ist und ein Material-Setup gefunden hat, mit dem sie optimal arbeiten kann - und das vor allem schon seit längerem, da sie Ski und Schuhe aufgrund von Wachstumsschüben nicht mehr regelmäßig austauschen muss. Mit zwei vierten Plätzen ist Katharina dieses Jahr zweimal haarscharf an einem Podestplatz vorbeigerutscht, vielleicht klappt es ja bei der WM. Ich wünsche es ihr, aber erzwingen kann man nichts.

Als Carina Vogt als Olympiasiegerin in Lillehammer mit einem 19. Platz in den Weltcupwinter gestartet ist, ließen entsprechende Kommentare nicht lange auf sich warten. Aber sie hatte eine Knie-OP zu überwinden und konnte erst im Oktober wieder in das intensive Training einsteigen. Dadurch blieben ihr nur zwei Monate, um sich auf die Weltcup- und WM-Saison vorzubereiten. Dennoch hat sich Carina nach Lillehammer nicht aus der Ruhe bringen lassen und dem Trainerteam, aber auch sich selbst, absolutes Vertrauen entgegengebracht. Unser gemeinsames Ziel war es, sie bis zur WM wieder so weit zu haben, dass sie um die Medaillen mitspringen kann - das ist gelungen. Dass Carina schon Anfang Januar beim zweiten Weltcup in Sapporo mit Rang zwei und danach in Zao als Siegerin gezeigt hat, dass sie wieder die Alte ist, hat uns allerdings alle überrascht - wir hatten nicht vor Mitte Januar mit solchen Top-Ergebnissen gerechnet. Da hat das ganze Team inklusive Carina sehr gut zusammengearbeitet und darauf bin ich wirklich stolz.

Während der WM-Vorbereitung in Oberstdorf werden wir noch etwas Athletiktraining absolvieren und uns auf die Materialabstimmung und den Feinschliff auf der Schanze konzentrieren. Dann kann die WM kommen! Wir freuen uns besonders, dass wir - anders als bei den Olympischen Spielen in Sotschi - in Falun zwei Medaillenchancen haben. Es wird neben dem Einzelspringen auch einen spannenden Team-Wettbewerb geben, denn ich sehe mit Österreich, Japan, Norwegen, Slowenien und uns fünf Nationen, die sowohl zwei Weltklasse-Damen als auch -Herren aufstellen können. Das motiviert uns besonders!"

Katharina Althaus
"Für mich ist diese Wettkampfsaison sehr gut verlaufen, ich bin regelmäßig in die Top-Ten gesprungen. Einzig in Rasnov habe ich ein bisschen ausgelassen, dort konnte ich mein Leistungsvermögen nicht ganz abrufen. Die Schanze dort ist zwar klasse und auch im Anlauf konnte ich teilweise sogar den Top-Speed setzen, meine anschließenden Sprünge waren aber einfach nicht gut. Deshalb habe ich den Weltcup in Ljubno ausgelassen und mich in Absprache mit den Trainern stattdessen für ein paar Trainingstage in Oberstdorf entschieden. Das hat sehr gut funktioniert. Insgesamt hat es mir sehr geholfen, dass wir unser Krafttraining im Sommer umgestaltet haben, ich habe dadurch an Leistungsstärke gewonnen.

Wir sind letztes Jahr im Rahmen eines Weltcups bereits auf der Falun-Schanze gesprungen. Allerdings waren die Bedingungen sehr wechselhaft, es herrschte viel Wind. Deshalb tue ich mich mit einer genauen Einschätzung der Anlage schwer. Anlaufspur und Radius der Schanze sind mit der in Rasnov vergleichbar, beides liegt mir prinzipiell. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr wünsche ich mir gute und faire Bedingungen für alle Starterinnen.

Die Mixed-Wettbewerbe, die wir bisher ausgetragen haben, waren für uns Aktive und die Zuschauer immer extrem spannend. Deutschland tritt in Falun sicher mit einem Top-Team an, die Konkurrenz ist aber vergleichbar stark: Auch in diesem Wettbewerb gibt es definitiv mehr Medaillenanwärter als -plätze. Ich hoffe, dass wir vorne mitmischen können. Im Mixed wäre ich auch gern am Start."

Ulrike Gräßler
"Obwohl ich zu Saisonbeginn eine gute Form hatte, war der Saisonverlauf dann doch durchwachsen. Insbesondere in Sapporo und Oberstdorf lief es bei mir nicht gut. Dort hatten wir sehr wechselhafte Bedingungen beziehungsweise relativ wenig Anfahrtsgeschwindigkeit: In beiden Fällen hatte ich zu kämpfen, mit diesen Leistungen war ich gar nicht zufrieden. In Hinzenbach und Rasnov habe ich mich dann aber deutlich gesteigert, jetzt läuft es wieder, ich springe viel besser - unsere Saison besteht in dieser Periode eigentlich auch nur aus einem kompakten Wettkampfmonat. Die vierwöchige Pause nach Lillehammer hat mir den Formaufbau erschwert. Ich wünschte, auch die Damen hätten drei durchgehende Wettkampfmonate wie die Skisprungherren. Trotzdem fahre ich nun gut präpariert, gesund und mit viel Selbstvertrauen nach Falun.

Beim Falun-Weltcup letztes Jahr ist leider ein Wettkampf ausgefallen. Mein Wettkampfergebnis war nicht optimal, im Training bin ich auf der Anlage aber sehr gut zurechtgekommen. Die Schanze ist mit der in Rasnov zu vergleichen, beide liegen mir."

Juliane Seyfarth
"Es bedeutet mir sehr viel, bei der WM in Falun dabei zu sein. Ich habe mich nach zwei schwierigen Jahren zurückgekämpft und mich in diesem Winter kontinuierlich gesteigert. Durch gute Ergebnisse im Continentalcup habe ich mich wieder für den Weltcup empfohlen und dort mit den fünften Plätzen in Rasnov und Ljubno gezeigt, dass ich auch in die Weltspitze springen kann. Mir liegt viel an dem Sport und das möchte ich auch in Falun mit guten Sprüngen unter Beweis stellen. Neben dem Einzel würde ich mich gerne für den Mixed-Wettbewerb empfehlen.

Die Schanze in Falun kenne ich nicht, aber es fällt mir in der Regel nicht schwer, mich an neue Anlagen zu gewöhnen. Die offiziellen Trainings vor den Wettkämpfen geben uns genug Zeit, uns auf die Schanze einzustellen. Ich freue mich auf die Wettkämpfe und fahre mit einem positiven Gefühl nach Schweden."

Carina Vogt
"Als unmittelbare WM-Vorbereitung habe ich zusammen mit Katharina und Ulrike noch einmal drei Sprungeinheiten in Oberstdorf absolviert. Für mich ging es primär darum, mir das richtige Sprung- und Fluggefühl wieder zu holen - das war nämlich beim vorletzten Weltcup vor der WM in Rasnov nicht so vorhanden, wie ich mir das gewünscht hätte. Im Allgäu zu trainieren und nicht mit zum Weltcup nach Slowenien zu fahren, war für mich die richtige Entscheidung, wir konnten bei perfekten äußeren Bedingungen noch einmal an den Feinheiten arbeiten.

Die Anzahl der Siegspringerinnen im Weltcup ist in dieser Saison noch einmal größer geworden, noch mehr Athletinnen standen schon auf dem Podest - mit entsprechend spannenden Wettkämpfen ist in Falun zu rechnen. Ein konkretes Ziel, dass ich für die WM im Auge habe, ist, mich für den Mixed-Wettbewerb zu qualifizieren."


WELTCUP-ERGEBNISSE DER SAISON 2014/2015
Katharina Althaus: 10. Lillehammer (NOR), 10./6. Sapporo (JPN), 5. Zao (JPN), 6./26. Oberstdorf (GER), 4./9. Hinzenbach (GER), 16./19. Rasnov (ROM)
Ulrike Gräßler: 14. Lillehammer (NOR), 23./36. Sapporo (JPN), 12. Zao (JPN), 36./30. Oberstdorf (GER), 21./20. Hinzenbach (AUT), 11./14. Rasnov (ROM)
Juliane Seyfarth: 11./32. Sapporo (JPN), 26. Zao (JPN), 22./20. Oberstdorf (GER), 26./12. Hinzenbach (AUT), 9./5. Rasnov (ROM), 13./5. Ljubno (SLO)
Carina Vogt: 19. Lillehammer (NOR), 7./2. Sapporo (GER), 1. Zao (JPN), 2./2. Oberstdorf (GER), 2./1. Hinzenbach (AUT), 8./12. Rasnov (ROM)


ERGEBNISSE BEI FRÜHEREN WELTMEISTERSCHAFTEN

Ulrike Gräßler: 2. Liberec 2009 (CZE), 19. Oslo 2011 (NOR), 11./3. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Juliane Seyfarth: 31. Oslo 2011 (NOR)
Carina Vogt: 5./3. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)


SKISPRUNG HERREN

Falun (SWE)

- Fr., 20.02.2015, 19:00 Uhr (MEZ): Skisprung Herren, HS 100, Qualifikation
- Sa., 20.02.2015, 16:30 Uhr (MEZ): Skisprung Herren, HS 100, 1./2. Durchgang
- So., 21.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ): Skisprung Mixed Team, HS 100, 1./2. Durchgang
- Mi., 25.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ): Skisprung Herren, HS 134, Qualifikation
- Do., 26.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ): Skisprung Herren, HS 134, 1./2. Durchgang
- Sa., 28.02.2015, 17:00 Uhr (MEZ):Skisprung Herren, Team, HS 134, 1./2. Durchgang

Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.falun2015.com.


AKTUELLE STATEMENTS

Bundestrainer Werner Schuster

"Die gezeigten Leistungen beim letzten Weltcup vor der WM in Vikersund stimmen uns positiv. Gerade der Sonntag war für unsere Mannschaft noch einmal sehr zufriedenstellend. Wir hatten kaum Ausfälle und sind geschlossen aufgetreten. Besonders freut es mich für Severin Freund, der sich in dieses Skiflugwochenende im wahrsten Sinne des Wortes hineinarbeiten musste. Das war ein souveräner Auftritt von ihm.

Ebenso die Trainingsresultate von Richard Freitag und Andreas Wellinger in Oberstdorf - die unmittelbare Vorbereitung auf das Großereignis dieser Saison haben unsere Athleten nach individuellen Anforderungen bestritten, das hat bestens funktioniert: Vier der sechs WM-Fahrer sind dabei im Wettkampfrhythmus geblieben und waren in Vikersund am Start, und Stefan Horngacher hat parallel dazu mit Freitag und Wellinger im Allgäu am Feinschliff gearbeitet. Wir fahren optimal vorbereitet zu den Weltmeisterschaften in Falun. Wir halten an der Zielstellung fest, die wir bereits vor der Saison ausgegeben haben: Unsere Herrenmannschaft ist breit und sehr gut aufgestellt, deshalb wollen wir uns sowohl eine Einzel- als auch eine Mannschaftsmedaille erspringen.

An Falun haben wir gute Erinnerungen, allen voran Severin Freund, der dort letztes Jahr beim Weltcup einen Schanzenrekord gesetzt hat. Die kleine Schanze kennen wir noch nicht, mit ihrem Profil kommt sie absprungstarken Athleten aber sicher entgegen. Beide Anlagen sind typisch skandinavische Schanzen, die aus dem Gelände herausragen - sie können deshalb windanfällig sein; und die äußeren Umstände deshalb das Zünglein an der Waage. Wir hoffen auf gute und faire Bedingungen für alle Starter, dann erleben wir auf den modernen Sprunganlagen sicher spannende Wettkämpfe.

Besonders ist, zum zweiten Mal bei Weltmeisterschaften, der Mixed-Team-Wettbewerb: So selten wir diesen Wettkampf austragen, so spannend ist er. Das kann man von der Papierform her auch dieses Jahr wieder so erwarten. Wir haben die Olympiasiegerin im Team, die dazu sehr gute Kolleginnen hat, und im Herrenbereich sind wir ebenfalls gut aufgestellt. Das heißt, dass wir im Mixed eine Chance auf eine Medaille haben.

Am stärksten agiert bei uns in dieser Saison erneut Severin Freund. Er ist ein universeller Springer, auf allen Schanzentypen zu Top-Leistungen in der Lage! In seiner aktuellen Form ist er auf beiden Schanzen einer der - allerdings sehr zahlreichen - Medaillenanwärter. Ausschlaggebend wird bei der WM für alle Aktiven nicht zuletzt die körperliche Fitness sein, die muss einfach passen. Severin ist nach seiner Sapporo-Pause stärker als zu Saisonbeginn, er hat momentan viel Selbstbewusstsein.

Als zweifacher Saisonsieger hat Richard Freitag erneut unterstrichen, dass er für absolute Top-Leistungen gut ist. Auch wenn seine letzten Weltcup-Ergebnisse nicht so konstant waren, wie wir Trainer uns das manches Mal wünschen, hat er mit dem achten Platz in Titisee-Neustadt noch einmal unterstrichen, dass auch er auf dem richtigen WM-Vorbereitungsweg ist. Er reist nach einem speziellen Vorbereitungsprogramm nach Schweden und ist damit und mit seiner Absprungkraft in der Lage, eine sehr gute WM zu bestreiten.

Marinus Kraus macht insgesamt eine gute Entwicklung durch. Für ihn bedeutet Falun die erste Weltmeisterschaftsteilnahme überhaupt. Nach leichten Unsicherheiten im Lauf dieser Saison hat er sich wieder gefangen, er ist auf einem guten Weg und nähert sich seiner Höchstform. An guten Tagen kann er nun auch die Besten ärgern. Mittlerweile ist er universell einsetzbar und er hat entsprechend gute Chancen, zu WM-Einsätzen zu kommen.

Und auch Markus Eisenbichler steht vor dem vorläufigen Höhepunkt seiner Laufbahn: Mit konstant guten Leistungen auf hohem Niveau hat er sich schon früh in der Saison für die WM qualifiziert. Das Motto für seine erste Teilnahme muss trotzdem heißen ‚Erfahrung sammeln‘ und ‚Lernen‘. Seine Qualitäten sehe ich eher auf der Großschanze, sein Ziel muss es sein, sich intern durchzusetzen. Wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann, hat er in Klingenthal bewiesen. Insbesondere die Großschanze sollte ihm liegen, auch wenn sein Ergebnis dort letztes Jahr nicht herausragend war.

Michael Neumayer ist ein Muster an Konstanz. Ausreißer nach oben sind in dieser Saison rar geworden, trotzdem ist er mindestens ein unglaublich zuverlässiger Mannschaftsspringer. Er hat Routine und mit seinem Leistungsvermögen ist er wichtig für unser WM-Team. Aufgrund der Tatsache, dass er ohne Pause alle Wettkämpfe dieser Saison bestritten hat, wird er während der ersten WM-Woche noch in Oberstdorf trainieren und dann zur Mannschaft stoßen. Auf der kleinen Schanze, wo es erfahrungsgemäß sehr eng zugeht, schätze ich vier andere Athleten stärker ein. Die Pause und das Training werden Michael gut tun. Auf der Großschanze wird er seine Chance bekommen.

Der Weg von Andreas Wellinger zurück auf die Schanzen hat in der Trainerschaft für große Freude gesorgt! Seine Rückkehr über ein solides Normalschanzentraining hat bestens funktioniert, dass er bei den Juniorenweltmeisterschaft zwei Medaillen errungen hat, unterstreicht das. Im Anschluss daran hat er zusammen mit Richard und Stefan Horngacher intensiv in Oberstdorf trainiert. Es ist das oberste Ziel, Andreas wieder langfristig in das Wettkampfgeschehen zurückzuführen - er ist ein perspektivisch sehr wichtiger Springer und soll deshalb auch in Falun WM-Luft schnuppern. Vor Ort werden wir genau abwägen, welche Wettkämpfe für ihn in Frage kommen. Gleich zu Beginn der Saison hatte er unterstrichen, dass er prinzipiell ein Podestkandidat ist - deshalb haben wir die WM-Tür für ihn auch lange offen gehalten. Jetzt ist uns die langfristige Entwicklung aber wichtiger als kurzfristige Medaillengewinne."

Markus Eisenbichler
"Skifliegen ist schon etwas ganz besonderes und ich bin mit mir und meinen Leistungen ganz zufrieden. Leider hatte ich ausgerechnet im letzten Versuch am Sonntag nicht mehr so gute Bedingungen - aber was soll's. Insgesamt war es ein tolles Erlebnis.
Mit dieser Saison bin ich schon sehr zufrieden. Dass es so läuft, hätte wohl keiner erwartet - am wenigsten ich! Umso erfreulicher ist diese Entwicklung. Ich habe ziemlich viele gute Ergebnisse erreicht. Trotzdem fahre ich ohne konkrete Zielsetzung nach Falun. Ich will dort einfach gute Sprünge zeigen und dann schauen, wofür es reicht. Die 90-er kenne ich, die bin ich schon gesprungen, die gefällt mir recht gut. Auf der 120-er war ich noch nicht am Start. Generell gilt für mich aber wohl: Je größer eine Schanze, umso besser für mich."

Richard Freitag
"In dieser Saison ging es für mich auf und ab. Jetzt kann ich mich wirklich auf die Weltmeisterschaft freuen. Es ist alles offen, es ist alles drin. In Oberstdorf habe ich noch einmal einige Tage gut trainiert und entspannt - ich werde in Falun austrainiert und mit Freude drauf losspringen. Auf die zwei Wochen im schönen Schweden freue ich mich richtig.

Wir fahren dort mit einem richtig starken Team hin. Und verbringen die Zeit mit anderen Sportlern, auch aus anderen Sportarten - so eine Weltmeisterschaft ist schon etwas ganz Besonderes. Von der sportlichen Seite her ist sehr viel drin, aber auch sehr viel offen: Auf uns und die Zuschauer warten richtig spannende Skisprungwettbewerbe."

Severin Freund
"Ich musste mich in dieses Skiflugwochenende erst hineinarbeiten, weil Vikersund ganz spezielle Anforderungen stellt. Hier ist es extrem. Am Kulm kannst Du mit Ski-Springen noch Dinge regeln, hier musst Du Ski-Fliegen! Bei meinem letzten Versuch beispielsweise gibt es nur zwei Varianten: Entweder du fliegst, oder Du fährst ab. Aber speziell der Sonntag war schon wieder eine großartige Show.

Man hat in Falun zwei Einzel- und zwei Team-Chancen. Ich glaube, das bei allen vier Wettbewerben für uns was drin ist, aber man wird sich die Chance in jedem einzelnen der Wettkämpfe sehr hart erarbeiten müssen, um im entscheidenden Durchgang überhaupt Medaillenoptionen zu haben.

Mit meiner Saison bin ich bis hierhin zufrieden. So ist es nun einmal: Im Verlauf gibt es Höhen und Tiefen, man ist athletisch einfach nicht immer auf demselben Niveau und dann wird es sofort schwieriger, sich im Vorderfeld - das wieder an Breite gewonnen hat - zu behaupten. Ich springe in letzter Zeit aber auf einem ganz guten Level und hoffe, dass das dann auch bei der WM so gut klappt. Wenn das funktioniert, dann habe ich in Schweden Chancen auf Medaillen - aber: das wird ganz sicher nicht einfach!

Meinen Sieg in Falun letztes Jahr darf man nicht überbewerten: Es war der erste Wettkampf nach den Olympischen Spielen, ich hatte extrem Lust auf Skispringen und war gut aufgestellt - andere sind nach Sotschi vor Falun nicht einmal zu Hause gewesen - dieses Jahr wird es wesentlich enger zugehen!"

Marinus Kraus
"Ausgerechnet der letzte Flug ist mir leider nicht geglückt. Da war ich schon sauer. Aber insgesamt darf ich, glaube ich, ganz zufrieden sein mit den Leistungen und Resultaten, die ich in Vikersund angeboten habe - neue persönliche Bestleistung, ordentliche Resultate und ganz ehrlich: Wenn man erst mal ins Fliegen kommt, ist das richtig geil.

Für mich hat es in dieser Wettkampfperiode bis jetzt einige Höhen gegeben, aber auch Tiefen. Dennoch bin ich unterm Strich zufrieden. Denn wichtig ist, dass ich momentan recht stabil agiere und mein System auch immer stabiler wird. Die Sprünge klappen einfach gut und mir macht mein Sport momentan riesig Spaß - genau das nehme ich auch nach Falun mit. Die Große dort kenne ich, eine schöne Schanze. Dort heißt es dann, sich, wie zuletzt in Vikersund, schnell auf die Anlage einzustellen und die beste Leistung abzurufen - und ich glaube, dass ich genau das schaffe."

Michael Neumayer
"Der letzte Wettkampf hat mir gut gepasst. Leider war der erste Durchgang nicht optimal, sonst wäre noch mehr drin gewesen. Aber ich habe hier meinen mittlerweile 61. Sprung über die 200 Meter Marke gemacht, das ist doch auch eine respektable Sache. Und Severin hat der Konkurrenz am Sonntag bewiesen‚ wo der Wast'l den Most holt, wie wir in Bayern sagen.

Meine Saison ist ziemlich durchwachsen. Ich habe zwar fleißig Punkte gesammelt, es gelingt mir aber nicht mehr ganz, meine absoluten Top-Sprünge abzurufen: Unter die besten Zehn bin ich einfach nicht reingekommen, von meinem Leistungsvermögen her sollte das aber schon noch drin sein. Insofern: solide, aber nicht berauschend, bis jetzt. Die Anlagen in Falun sind sehr schön zu springen, faire Bedingungen vorausgesetzt. Die Stimmung wird in Schweden hervorragend sein, ich will meine Chance dort nutzen!"

Andreas Wellinger

"In erster Linie bin ich froh, dass ich schon wieder so gut Skispringen kann. Ich darf mit zur WM fahren, das ist wunderbar! Mein Formaufbau hat einwandfrei funktioniert, die Ergebnisse bei den Juniorenweltmeisterschaften haben das bestätigt. Anschließend habe ich in Oberstdorf Sprünge auf der Großschanze trainiert, auch dieser Wiedereinstieg hat geklappt. In Falun möchte ich jetzt da weitermachen, wo ich in Almaty aufgehört habe. Primäres Ziel ist es, mich über gute Trainingsleistungen zu empfehlen und so Einsätze zu bekommen. Genau das wird aber nicht einfach, ganz im Gegenteil: Die Konkurrenz in unserem Team ist sehr groß, wir haben eine starke Mannschaft. Ich bin gespannt, wer in den vier Wettkämpfen zum Einsatz kommt."


WELTCUP-ERGEBNISSE DER SAISON 2014/2015

Markus Eisenbichler: 1. Team/8. Klingenthal (GER), 12./11. Ruka (FIN), 40./8. Lillehammer (NOR), 14./21. Nizhny-Tagil (RUS), 8./6. Engelberg (SUI), 44. Oberstdorf (GER), 32. Bischofshofen (AUT), 9. Bad Mitterndorf (AUT), 6. Wisla (POL), 14. Zakopane (POL), 31./13. Sapporo (JPN), 12./2. Team/13. Willingen (GER), 12./15. Titisee-Neustadt (GER), 13./8. Vikersund (NOR)
Richard Freitag: 1. Team/10. Klingenthal (GER), 16./19. Ruka (FIN), 46./40. Lillehammer (NOR), 1./5. Engelberg (SUI), 15. Oberstdorf (GER), 9. Garmisch-Partenkirchen (GER), 1. Innsbruck (AUT), 6. Bischofshofen (AUT), 11. Bad Mitterndorf (AUT), 9. Wisla (POL), 1.Team/13. Zakopane (POL), 25./12. Sapporo (JPN), 17./2. Team/15. Willingen (GER), 36./8. Titisee-Neustadt (GER)
Severin Freund: 1. Team/16. Klingenthal (GER), 7./3. Ruka (FIN), 6./4. Lillehammer (NOR), 3./1. Nizhny-Tagil (RUS), 7./10. Engelberg (SUI), 13. Oberstdorf (GER), 10. Garmisch-Partenkirchen (GER), 8. Innsbruck (AUT), 8. Bischofshofen (AUT), 1. Bad Mitterndorf (AUT), 3. Wisla (POL), 1. Team/3. Zakopane (POL), 3./2. Team/ 1. Willingen (GER), 1. Titisee-Neustadt (GER), 4./1. Vikersund (NOR)
Marinus Kraus: 20. Klingenthal (GER), 15./16. Ruka (FIN), 14./9. Lillehammer (NOR), 8./10. Nizhny Tagil (RUS), 22./24. Engelberg (SUI), 18. Oberstdorf (GER), 13. Garmisch-Partenkirchen (GER), 14. Innsbruck (AUT), 20. Bischofshofen (AUT), 1. Team/36. Zakopane (POL), 18./2. Team/8. Willingen (GER), 16./22. Titisee-Neustadt (GER), 16./14. Vikersund (NOR)
Michael Neumayer: 28. Klingenthal (GER), 33./23. Ruka (FIN), 45./34. Lillehammer (NOR), 18./13. Nizhny Tagil (RUS), 31./16. Engelberg (SUI), 25. Oberstdorf (GER), 23. Garmisch-Partenkirchen (GER), 18. Innsbruck (AUT), 12. Bischofshofen (AUT), 12. Bad Mitterndorf (AUT), 12. Wisla (POL), 1. Team/20. Zakopane (POL), 12./15. Sapporo (JPN), 26./26. Willingen (GER), 24./13. Titisee-Neustadt (GER), 11./6. Vikersund (NOR)
Andreas Wellinger: 1. Team/3. Klingenthal (GER), 14./50. Ruka (FIN)


ERGEBNISSE BEI FRÜHEREN WELTMEISTERSCHAFTEN
Richard Freitag: 15./4. Team Oslo 2011 (GER), 6./3. Team/6./2. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Severin Freund: 7./3. Team/12./4. Team Oslo 2011 (NOR), 4./3, Team/9./2. Team Val di Fiemme 2013 (GER)
Michael Neumayer: 32./2. Team Oberstdorf 2005 (GER), 17./28./10. Team Liberec 2009 (CZE), 3. Team Oslo 2011 (NOR), 18./13./2.Team Val di Fiemme 2011 (ITA)


NORDISCHE KOMBINATION

Falun (SWE)

- Fr., 20.02.2015, 10:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, Einzel, HS 100
- Fr., 20.02.2015, 16:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, Einzel, 10km Gundersen
- So., 21.02.2015, 09:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, Team HS 100
- Do., 26.02.2015, 10:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, HS 134
- Do., 26.02.2015, 15:15 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, 15km Gundersen
- Sa., 28.02.2015, 10:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, Sprint Team, HS 134
- Sa., 28.02.2015, 16:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, Sprint Team, 2 x 7,5km

Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.falun2015.com.


AKTUELLE STATEMENTS

Bundestrainer Hermann Weinbuch

"Wir hatten bei unserer WM-Vorbereitung in Oberstdorf gute Trainingsbedingungen - und einen guten Vergleich zu den anderen Nationen, denn auch die WM-Fahrer aus Norwegen, Frankreich und Österreich haben im Allgäu trainiert. Das vorweg: Wir müssen uns nicht verstecken, es ist hier und da aber auch noch Luft nach oben vorhanden.

Im Sprungbereich konnten wir unsere Leistungen stabilisieren und es gab Fortschritte zu verzeichnen. Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, denn bei dem einen oder anderen fehlen doch noch entscheidende Details. Außerdem wollten wir bei unseren leichteren Athleten die Anlaufgeschwindigkeit verbessern - auch das hat nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. An diesen Dingen werden wir vor Ort in Falun weiter arbeiten und ich hoffe, dass sich spätestens in den Wettkampfsprüngen bei jedem einzelnen das Puzzle zusammenfügen wird.

Läuferisch kann ich mit allen Athleten zufrieden sein. Wir haben in Oberstdorf intensive Einheiten trainiert, um uns nach der Weltcuppause wieder an die Wettkampfhärte zu gewöhnen. Einen großen Sprung nach vorne haben Tino Edelmann und Björn Kircheisen gemacht. Es war für beide gut, den Weltcup in Predazzo auszulassen und eine Regenerationsphase einzulegen. Vor allem Tino konnte seinen Infekt so komplett auskurieren und jetzt umso stärker zurückkommen.

Eric Frenzel ist weiterhin gut drauf, hadert aber immer noch etwas mit der Anlaufgeschwindigkeit auf der Schanze. Da sind noch Reserven vorhanden, die wir in Falun anzapfen wollen.

Fabian Rießle hat in der letzten Woche gute Fortschritte gemacht. Er konnte seine aufsteigende Form von Predazzo weiter ausbauen und hat sich vor allem im Springen verbessert. Mit dem getankten Selbstvertrauen kann er zuversichtlich zur WM fahren.

Auch Johannes Rydzek hat seine Sprungform verbessert - auf der Schanze hatte er zuletzt doch immer etwas liegen lassen. Das sollte ihm jetzt nicht mehr passieren. Er hat sich gefestigt, Selbstvertrauen gewonnen, und das sollte auch unter Wettkampfbedingungen zu einer Leistungssteigerung auf der Schanze beitragen. Läuferisch ist er weiterhin auf hohem Niveau stabil.

Tino Edelmann ist frisch und erholt aus seiner Wettkampfpause zurückgekehrt. Er hat sich in Oberstdorf sowohl im Springen als auch im Laufen gesteigert - ich bin mit seiner Performance sehr zufrieden.

Björn Kircheisen hat sich läuferisch ebenfalls stark verbessert und ist in der Loipe wieder druckvoller unterwegs. Auch beim Sprungtraining zeigte er gute Ansätze, die in Falun noch gesteigert werden können.

Manuel Faißt bewegt sich weiterhin stabil auf einem guten Niveau und hat sich durch seine Beständigkeit für die WM empfohlen. Allerdings klafft schon eine kleine Lücke zwischen ihm und dem Rest der Mannschaft. Im letzten Jahr war Manuel in Falun aber stark, daher hat er auf jeden Fall die Chance, sich für einen Einsatz zu empfehlen.

Wenn die Bedingungen gut und fair sind und alle gesund bleiben, können wir in Falun drei WM-Medaillen gewinnen - das ist unser Ziel."

Tino Edelmann
"Ich war zuletzt im Weltcup etwas angeschlagen, konnte mich zwar im Springen weiter verbessern, läuferisch lief es aber nicht rund. Jetzt bin ich wieder richtig gesund. Während der Vorbereitung konnte ich mich auf der Schanze noch weiter steigern, aber vor allem haben sich die Laufeinheiten seit dem letzten Weltcupwochenende immer besser angefühlt, so dass ich jetzt mit einem guten Gefühl nach Falun fahren kann."

Eric Frenzel
"Wir haben uns in Oberstdorf gut vorbereitet und den letzten Schliff geholt, auf der Schanze und in der Loipe. Mein Setup passt, auf der Schanze lief es sehr gut - trotzdem habe ich hier noch ein kleines Steigerungspotenzial, das ich in Falun ausschöpfen möchte. Läuferisch bin ich weiterhin gut drauf. Ich freue mich jetzt auf die Weltmeisterschaft: Die Wettkampfpause hat gut getan, aber jetzt kann es dann auch langsam losgehen, ich bin von der Form und vom Kopf her bereit. Ich möchte in Schweden einfach meine Leistung optimal auf die Schanze und in die Loipe bringen - dann schauen wir, was dabei herumkommt."

Björn Kircheisen
"Die WM-Vorbereitung für Falun verlief gut für mich. Neben den Sprungeinheiten auf der Schanze habe ich noch etwas in die Grundlagenausdauer investiert und konnte mich so läuferisch wieder gut rankämpfen - da hatte ich zuletzt etwas nachgelassen. Jetzt fühle ich mich fit und freue mich auf die Wettkämpfe in Falun. Ich hoffe auf bessere Windbedingungen als beim Weltcup im vergangenen Jahr. Die Strecke liegt mir und ich bin sicher, dass wir spannende Wettbewerbe sehen werden."

Fabian Rießle
"Der Infekt, der mich beim Heimweltcup in Schonach erwischt hatte, hat sich doch länger hingezogen, als erwartet. Er hat mir das Leben auch in den letzten Wochen immer noch schwer gemacht. Jetzt bin ich aber übern Berg und fahre mit den guten Ergebnissen aus dem Val di Fiemme im Rücken zur WM. Dort möchte ich natürlich an diese Leistungen anknüpfen. Während der Vorbereitung in Oberstdorf habe ich viel an der Anfahrtsposition gearbeitet, um meine Anlaufgeschwindigkeit auf der Schanze noch zu verbessern. Jetzt hoffe ich, dass ich das auf den Anlagen in Falun umsetzen kann."

Johannes Rydzek
"Ich fahre mit einem positiven Gefühl nach Falun, weil ich in Oberstdorf noch einmal super trainiert und mir den letzten Feinschliff auf der Schanze geholt habe - auch wenn ich dort mein Potenzial noch nicht immer zu 100 Prozent ausschöpfen kann. Die Normalschanze in Falun haben wir im letzten Jahr beim Saisonfinale kennengelernt und sie liegt mir. Wenn ich also bei den Sprüngen gut dabei bin, sollte ich vom läuferischen her vorne mitreden können - daher fahre ich mit breiter Brust zur WM und freue mich einfach auf die Wettkämpfe."

Manuel Faißt
"Ich freu mich, dass ich mit zur WM nach Falun fahren darf. Ich habe dort beim Saisonfinale im letzten Jahr als Zwölfter gut abgeschnitten und hoffe, an diese Leistung anknüpfen zu können, sollte ich zum Einsatz kommen. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, mich in den Trainings für einen WM-Einsatz zu empfehlen."


WELTCUP-ERGEBNISSE DER SAISON 2014/2015
Tino Edelmann:
28. Ruka (FIN), 8./4. Lillehammer (NOR), 2. Team/14. Ramsau (AUT), 1. Team/11. Schonach (GER), 17./29. Chaux-Neuve (FRA), 11./3./20. Seefeld (AUT), 16. Sapporo (JPN)
Manuel Faißt: 12. Ruka (FIN), 29./19. Lillehammer (NOR), 31. Ramsau (AUT), 31. Schonach (GER), 29./21. Chaux-Neuve (FRA), 25./25./28. Seefeld (AUT), 24./9. Sapporo (JPN), 27./2. Team/16. Val di Fiemme (ITA)
Eric Frenzel: 23./2. Team Ruka (GER), 1./5. Lillehammer (NOR), 2.Team/4. Ramsau (AUT), 1. Team/14. Schonach (GER), 1. Chaux-Neuve (FRA), 1./1./1. Seefeld (AUT), 1./1. Sapporo (JPN), 6. Val di Fiemme (ITA)
Björn Kircheisen: 8./2. Team Ruka (GER), 10. Lillehammer (NOR), 13. Ramsau (AUT), 1. Team/27. Schonach (GER), 26./6. Chaux-Neuve (FRA), 33./28./29. Seefeld (AUT), 12./23. Sapporo (JPN)
Fabian Rießle: 6./4. Team Ruka (GER), 2./2. Lillehammer (NOR), 2./3. Ramsau (AUT), 2./7. Chaux-Neuve (FRA), 31./6./6. Seefeld (AUT), 11. Sapporo (JPN), 2. Team/3. Val di Fiemme (ITA)
Johannes Rydzek: 1./4. Team Ruka (FIN), 13./21. Lillehammer (NOR), 2./6. Ramsau (AUT), 1. Team/8. Schonach (GER), 9./20. Chaux-Neuve (FRA), 6./5./4. Seefeld (AUT), 5./6. Sapporo (JPN), 20./6. Val di Fiemme (ITA)


ERGEBNISSE BEI FRÜHEREN WELTMEISTERSCHAFTEN
Tino Edelmann: 18. Oberstdorf 2005 (GER), 11./2. Team Sapporo 2007 (JPN), 2./9./2. Team/7. Liberec 2009 (CZE), 2./2. Team/15./2. Team Oslo 2011 (NOR), 6./3. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Eric Frenzel: 22. Sapporo 2007 (JPN), 8./34./2. Team/29. Liberec 2009 (CZE), 1./2. Team/3./2. Team Oslo 2011 (NOR), 4./6. Team/1./3. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Björn Kircheisen: 7./2. Team/17. Val di Fiemme 2003 (ITA), 2./2. Team/4. Oberstdorf 2005 (GER), 3. /2. Team/ 7. Sapporo 2007 (JPN), 26./45./2. Team/2. Liberec 2009 (CZE), 28./2. Team/ 2. Team Oslo 2011 (NOR), 3./ 6. Team/ 14. Val di Fiemme 2013 (ITA)
Fabian Rießle: 24./6. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Johannes Rydzek: 4./2. Team/2./2. Team Oslo 2011 (NOR), 30./10. Val di Fiemme 2013 (ITA)


LANGLAUF

Falun (SWE)
- Mi., 18.02.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Damen, 5km F, Qualifikation
- Mi., 18.02.2015, 15:00 Uhr (MEZ): Langlauf Herren, 10km F, Qualifikation
- Do., 19.02.2015, 13:00 Uhr (MEZ): Langlauf Damen/Herren, Sprint C, Qualifikation
- Do., 19.02.2015, 15:15 Uhr (MEZ): Langlauf Damen/Herren, Sprint C, Finals
- Sa., 21.02.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Damen, Skiathlon 15km
- Sa., 21.02.2015, 14:30 Uhr (MEZ): Langlauf Herren, Skiathlon 20km
- So., 21.02.2015, 12:30 Uhr (MEZ): Langlauf Damen/Herren, Sprint Team, Qualifikation
- So., 21.02.2015, 14:30 Uhr (MEZ): Langlauf Damen/Herren, Sprint Team, Finals
- So., 21.02.2015, 16:00 Uhr (MEZ): Nordische Kombination, Team 4 x 5 km
- Di., 24.02.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Damen, 10km F
- Mi., 25.02.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Herren, 15km F
- Do., 26.02.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Damen, Staffel 4 x 5 km
- Fr., 27.02.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Herren, Staffel 4 x 10 km
- Sa., 28.02.2015, 13:00 Uhr (MEZ): Langlauf Damen, Massenstart 30km C
- So., 01.03.2015, 13:30 Uhr (MEZ): Langlauf Herren, Massenstart 50km C

Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.falun2015.com.


AKTUELLE STATEMENTS

Bundestrainer Frank Ullrich
"Die beiden Wettkämpfe in Östersund kurz vor der WM waren für uns noch einmal wichtig, um uns nach dem Lehrgang in mittlerer Höhe wieder an die Wettkampfbelastung zu gewöhnen. Dass dies nicht völlig problemlos von statten geht, war klar. Der Körper braucht nach so einem Trainingsblock ganz einfach noch eine gewisse Zeit, um wieder absolute Höchstleistungen bringen zu können. Das geht bei dem einen etwas schneller, bei dem anderen etwas langsamer. Entsprechend wissen wir die Ergebnisse auch einzuordnen. Sehr erfreulich war aber in jedem Fall das Abschneiden von Nicole Fessel. Auch Sandra Ringwald hat im Sprint überzeugen können.

Jetzt steht das Saison-Highlight an – und das in einem Land, indem Langlauf einen wahnsinnig hohen Stellenwert hat. Wir freuen uns sehr darauf!

Natürlich fahren wir zu den Weltmeisterschaften, um uns so gut wie möglich zu präsentieren. Das heißt, dass wir für genau die Bewerbe unsere Kräfte bündeln werden, in denen wir die besten Chancen auf eine vordere Platzierung haben. Danach richtet sich auch die Einsatzkonzeption vor Ort. Dennoch müssen wir mit unseren Erwartungen realistisch bleiben. Mit dem Damenteam wollen wir, wie vergangenes Jahr in Sotschi, eine Medaille gewinnen. Das ist definitiv machbar, wird aber sicher nicht einfach, wenn man sich die starke Konkurrenz anschaut. Aber unsere Sportlerinnen haben in den vergangenen Jahren schon oft bewiesen, dass sie bei Großereignissen auch einmal über sich hinaus wachsen können. Ein Podestplatz in einem Einzelrennen wird hingegen ungleich schwerer zu realisieren sein. Aber auch das ist nicht unmöglich, wenn am Tag X alles passt. Und dafür werden wir alles tun.

Bei den Herren ist die Situation nach dem Generationswechsel und dem Rücktritt der bisherigen Leistungsträger im Vergleich zu den Vorjahren nicht ganz einfach. Das war uns aber auch schon zu Beginn der Saison klar. Bis die jungen Athleten dauerhaft den Anschluss an die Weltspitze schaffen, wird noch etwas Zeit vergehen. Punktuell hoffen wir aber schon, einzelne Akzente setzen zu können. Vielleicht gelingt uns dann auch die eine oder andere Überraschung. Auch bei den Herren rechnen wir uns vor allem in den Teamwettbewerben die größten Chancen aus. Allerdings ist die Konkurrenz hier noch einmal stärker, die Leistungsdichte noch enger als bei den Damen.

Ich bin mir sicher, dass es im Langlauf ein Stück weit eine skandinavische WM werden wird. Die Schweden, aber auch die Norweger haben in Falun das Publikum hinter sich, das wird sie nochmal zusätzlich anspornen.

Bei der WM erwarten uns sehr anspruchsvolle Strecken. Der Anstieg heißt nicht umsonst „Mörderbakken“. Der Hügel und auch der Name prägen das gesamte Bild der Strecke. Sie ist sehr abwechslungsreich und verlangt den Athletinnen und Athleten alles ab. Der Anstieg wird die Spreu vom Weizen trennen. Es ist in meinen Augen eine wahre WM-Strecke.

Zusätzlich zu den sechs benannten Athletinnen haben wir Sandra Ringwald aufgrund ihrer guten Leistung in Östersund für die WM nachnominiert. Sie soll die Chance bekommen, das Team im Sprint zu verstärken.

Für Hannes Dotzler ist ein Start in Falun hingegen immer noch ungewiss. Er musste die ganze Saison über immer wieder pausieren und konnte deshalb nur selten sein großes Leistungspotential abrufen. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, dass er in Falun zumindest in einigen Rennen dabei sein kann. Hannes hat schon oft gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Deshalb werden wir die Türe für ihn bis zuletzt offen halten. Letztendlich muss er dann entscheiden, ob ein Start möglich ist und er sich in der Lage fühlt, voll anzugreifen."

Stefanie Böhler
"Ich freue mich sehr auf die WM in Schweden, in diesem langlaufbegeisterten Land. Dort erwartet uns bestimmt eine ganz besondere Atmosphäre. Wenn wir uns die Saisonergebnisse anschauen, brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir sind mit dem Damenteam immer wieder vorne reingelaufen. Wie auch im letzten Jahr können wir jetzt zur WM wieder als Außenseiter angreifen. Das kann positiv sein.

Eigentlich ist meine Form ganz gut, das Gefühl passt. Nach dem Höhentraining bei der WM-Vorbereitung müssen wir die körperliche Belastung aber erst einmal wegstecken. Das steckte in Östersund noch etwas in den Knochen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir in Falun zur richtigen Zeit wieder fit sind.

Am meisten freue ich mich auf die Teambewerbe. Da sind unsere Chancen einfach am größten, darauf liegt der Fokus. In den Einzelrennen hoffe ich, an der Spitze dran zu bleiben und mein ganzes Potential abrufen zu können. Die Strecken sind recht anspruchsvoll in Falun."

Victoria Carl
"Ich konnte es erst gar nicht glauben, als mir die Trainer gesagt haben, dass sie mich für die WM in Falun nominieren. Es fühlt sich einfach wahnsinnig an, beim Saison-Höhepunkt dabei sein zu dürfen. Ich war noch nie in Falun und lasse mich deswegen erst einmal überraschen, wie die Strecken und der Ort sind. Ich hab von den anderen im Team gehört, dass die Strecke relativ steil sein soll. Im Sprint sollen viele Abschnitte dabei sein, die man im Doppelstock mit Zwischenschritt läuft, das mag ich ganz gern.

Ich fühle mich fit und gut vorbereitet, habe zuletzt zu Hause in Oberhof trainiert. Durch die positiven Ergebnisse bei der JWM kann ich ganz entspannt nach Falun fahren. Das ist jetzt eine Zugabe und ich freue mich einfach wahnsinnig drauf! Trotzdem hab ich natürlich Ziele. Ich will auf jeden Fall den Prolog überstehen. Natürlich möchte ich auch gerne im Viertelfinale laufen, aber das wird bei der starken Konkurrenz alles andere als einfach."

Nicole Fessel
"Mit der WM-Generalprobe in Östersund bin ich sehr zufrieden. Nach der mehr als einmonatigen längeren Wettkampfpause war es schwierig, das aktuelle Leistungsvermögen richtig einzuschätzen. Das Ergebnis hat mir aber gezeigt, dass ich in der Vorbereitung alles richtig gemacht habe.

Gesundheitlich bin ich diese Saison gut durchgekommen, ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt. Den Höheneffekt im Trainingslehrgang konnte ich ganz gut nutzen. Schon in Davos hat sich ja gezeigt, dass ich damit klarkomme. Ich hab mich in der Vorbereitung sehr gut gefühlt. Aufgrund der Höhe war es wichtig, diszipliniert zu arbeiten. Also nicht zu schnell zu viel zu wollen und den Puls nicht zu schnell in die Höhe zu treiben.

Ich freue mich sehr auf die WM, vor allem auf den 10er Skating. In Östersund war ich nicht weit weg von der Spitze. Auch der 30er ist immer ein Highlight. Aber es kann natürlich, gerade bei einer WM, immer viel passieren. Die bisherigen Rennen haben gezeigt, dass wir mannschaftlich gut dabei sind. Die Teambewerbe sind sicherlich die Rennen, in denen wir uns die meisten Chancen ausrechnen. Es ist eine Extra-Motivation, für andere zu laufen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Die Stimmung ist momentan sehr gut, wir können gerade im Training alle voneinander profitieren."

Denise Herrmann
"Im Trainingslager standen für mich einige kürzere Einheiten auf dem Programm. Außerdem haben wir daran gearbeitet, die Grundlagenausdauer zu stabilisieren. Die Auswirkungen vom Höhentraining habe ich in Östersund noch gespürt. Die Höhenrückanpassung braucht einfach ein paar Tage. Aber ich bin guter Dinge, dass ich zum Beginn der WM nochmal einen Formschub bekomme.

Auf einen Start beim Distanzrennen in Östersund habe ich verzichtet, um einen Tag früher nach Falun reisen zu können. Vor dem Wettkampf bereite ich mich in der Regel drei Tage intensiv auf das Rennen vor. Dieses Schema wollte ich zur WM beibehalten und am Montag schon die erste Trainingseinheit in Falun absolvieren.

Mir gefallen die Strecken dort ganz gut, auch dass wir jetzt die Herrenrunde laufen werden. Vom Profil her kommt mir das eher entgegen. Die Runde hat alles drin und ist in meinen Augen absolut WM-würdig. Ich hoffe, dass ich meine volle Leistung abrufen kann und werde alles geben."

Hanna Kolb
"Bei mir ist die WM-Vorbereitung leider mehr oder weniger ausgefallen. Während die anderen im Trainingslager in Lavazze waren, lag ich mit einer Grippe im Bett. Vor einer Woche bin ich dann nach anderthalb Wochen Pause wieder ins Training eingestiegen.

Ich möchte mich von dem Rennen in Östersund nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es war für mich wichtig, noch einen Wettkampf vor der WM zu laufen und die Wettkampfhärte zu bekommen. Ich versuche, mich von dem zusätzlichen Druck einer WM nicht beeinflussen zu lassen. Ich bin ja schon eher ein Wettkampftyp.

Bei der WM-Generalprobe letztes Jahr in Falun war ich nicht dabei. Aber ich kenne die Strecken von den Jahren zuvor, auch wenn ich dort noch nie einen Sprint gelaufen bin. In Östersund war sehr viel los an der Strecke. Ich habe gehört, dass auch in Falun schon viele Tickets verkauft wurden. Ich freue mich da sehr drauf. Vor begeistertem Publikum zu laufen, macht auch uns viel mehr Spaß!"

Claudia Nystad
"Grundsätzlich freue ich mich natürlich auf die WM, auch wenn die Vorzeichen vor einer Weltmeisterschaft schon mal besser waren. Seit meinem Sturz bei der Tour de Ski in Oberstdorf und der Gehirnerschütterung kämpfe ich immer noch mit den Folgen des Unfalls. In den letzten Wochen hatte ich anhaltende Probleme mit der Muskelansteuerung. Ich merke sowohl im Training als auch in den Wettkämpfen, dass ich mein hundertprozentiges Leistungspotential noch nicht abrufen kann.

Aber ich versuche, weiter nach vorne zu blicken und hoffe, dass ich meine Form in den kommenden Tagen stabilisieren kann. Aber eine WM ist natürlich keine Spaßveranstaltung. Es geht immer um Medaillen. Momentan fühle ich mich noch nicht in der Lage, ganz vorne anzugreifen. Aber ich gebe alles und werde bis zum Schluss darum kämpfen, mit einer guten Form in die Rennen gehen zu können. Eines ist aber auch klar: Ich werde nur dann Start gehen, wenn ich eine Verstärkung für die Mannschaft sein kann."

Sandra Ringwald
"Ich freue mich riesig, dass ich mit meiner Leistung in Östersund noch den Sprung in das WM-Team geschafft habe und in Falun dabei sein darf. Ich werde dort alles geben! Letztes Jahr war ich zum ersten Mal in Falun. Die Strecken haben mir eigentlich ganz gut getaugt. Die knackigen Berge und die steile Abfahrt kommen mir entgegen. Mit gefällt die Runde richtig, auch wenn sie sehr anspruchsvoll ist.

Die zwei Wochen im Vorbereitungslehrgang in Italien haben mir gut getan. Ich bin gesundheitlich gut durchgekommen und fühle mich fit. Das hat mir auch das Ergebnis in Östersund bestätigt. Ich habe richtig Lust darauf, bei der WM zeigen zu dürfen, was ich drauf haben kann. Meine Leistung am Wochenende hat mir dafür nochmal Selbstvertrauen gegeben."

Thomas Bing
"Ich fühle mich momentan noch nicht ganz fit. Aber wir haben ja auch einiges an Umfang und Intensität trainiert. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich bis zur WM steigern kann. In Lavazze hatte ich ein richtig gutes Gefühl. Das ist einerseits natürlich positiv, andererseits verleitet es auch leicht dazu, das Trainingspensum zu hoch zu schrauben. Die ersten vier Tage lag der Fokus auf längeren Ausdauereinheiten, danach habe ich intensiv an meiner Spritzigkeit gearbeitet.

Ich fahre sehr motiviert nach Falun. Am Montag geht es mit dem Bus von Östersund zur WM. Es werden sicherlich viele Zuschauer vor Ort sein. Die Schweden haben auch schon am Wochenende ordentlich Betrieb gemacht. Das Publikum ist hier ziemlich fair. Ich freue mich drauf, vor den vielen Langlauf-Fans zu laufen."

Jonas Dobler
"Meine Saison war bisher eher durchwachsen. Nach der Tour de Ski war ich in einem kleinen Tief, war ziemlich ausgelaugt und müde. Ich bin deshalb auch erst später ins Trainingslager nachgereist. Die eine Woche in Lavazze war dann aber nahezu perfekt. Die Bedingungen waren super, das Wetter schön und ich konnte das Training gut wegstecken. Ich bin wieder zu Kräften gekommen und hatte ein gutes Gefühl.

Dementsprechend groß ist meine Motivation für die WM, auch wenn es in Östersund zuletzt alles andere als nach meinen Vorstellungen lief. Ich bin froh, dass ich bei der WM für Deutschland an den Start gehen darf. Besonders für uns Langläufer wird es sicherlich eine ganz spezielle WM, mit einem richtigen skandinavischen Flair. Da kann man sich drauf freuen. Voraussichtlich geht's am Samstag für mich los. Der Skiathlon ist durch den Massenstart und Technik-Wechsel ein sehr reizvolles Rennen. Ich mag den Kampf Mann gegen Mann."

Sebastian Eisenlauer
"Ich freue mich sehr auf die anstehenden Aufgaben. Eine WM ist immer ein großes Highlight, ganz besonders in Skandinavien. Ich hoffe, dass ich eine ordentliche Leistung zeigen werde.

Nach dem Trainingslager habe ich mich erst einmal eher schlechter gefühlt als vorher. Aber das muss natürlich auch so sein, schließlich haben wir auch ganz schön hart trainiert. Beim Sprint in Östersund hab ich dann aber gefühlt, dass es schon einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung ging. Das Ergebnis zeigt das zwar nicht unbedingt, aber es ging auch sehr knapp zu. Ich weiß, dass ich technisch gut gearbeitet habe und mehr drin war. Das ist wichtig für mich. Ich kann auf jeden Fall etwas Positives mitnehmen und hoffe, dass ich mich so weiterentwickeln kann.

Ich war noch nie in Falun. Im Trainingslager haben wir versucht, ein ähnliches Streckenprofil zu wählen, um die WM-Rennen bestmöglich nachzuempfinden. Nach der Anreise am Montag geht es für uns dann am Dienstag vor Ort zum ersten Mal auf die Strecke."

Florian Notz
"Die Vorfreude auf meine erste WM ist riesengroß! Ich habe nach meinem Sieg bei der U23-WM von der Nominierung erfahren. Ich war noch nie in Falun und auch noch nie in Schweden. Die Strecke und vor allem den Mörderbakken kenne ich aber natürlich aus dem Fernsehen. Ich bin gespannt, wie das Ganze vor Ort aussieht.

Leider hat mich in der letzten Woche eine Erkältung erwischt und ich konnte unmittelbar vor der WM quasi nicht trainieren. Davor habe ich mich aber stark gefühlt, dieses Gefühl möchte ich mit nach Falun nehmen. Ich hoffe, dass ich zum ersten Rennen wieder hundertprozentig fit bin. Es ist für mich ein absoluter Bonus, bei der WM dabei zu sein. Ich habe meine Ziele für diesen Winter damit jetzt schon übertroffen. Bis jetzt bin ich deswegen auch noch ziemlich entspannt. Ich hoffe, dass ich diese Ruhe bis zum Rennen halten kann."

Tim Tscharnke
"Ich habe ganz gute Erinnerungen an Falun. Ich mag die Strecken wirklich gerne. Die bisherigen Saisonergebnisse lassen, bis auf den Sieg in Val di Fiemme, sehr zu wünschen übrig. Ich hoffe aber, einen Überraschungscoup landen zu können. Wenn alles passt, vom Material über die Tagesform bis zur Fitness, dann kann es durchaus weit nach vorne gehen. Aktuell fühle ich mich eigentlich ganz gut. In Östersund bin ich gestürzt, das hat einige Plätze gekostet. Vor den vergangenen großen Highlights habe ich bei den letzten Weltcuprennen davor aber auch jeweils schlechtere Platzierungen gehabt.

Ich bin vor drei Wochen Vater geworden. Da kam der Schlaf zu Hause schon mal zu kurz, schließlich möchte ich auch selbst helfen, wenn nachts das Baby schreit. Mein Sohn motiviert mich nochmal zusätzlich.

Schweden ist ein richtiges Langlauf-Mekka. Auch wenn die Kombinierer und Skispringer bei der WM mit dabei sind, für die Schweden scheint nur der Langlauf zu zählen. Die Stimmung wird sicher top, das kennen wir auch vom Weltcupfinale hier."


WELTCUP-ERGEBNISSE DER SAISON 2014/2015
Stefanie Böhler: 44./11. Ruka (FIN), 51./24./15. Lillehammer (NOR), 17./50./38./44. Davos (SUI), 18./18. Oberstdorf (GER), 32. Val Mustair (SUI), 20./12. Toblach (ITA), 11./11. Val di Fiemme (ITA), 3./16./4. Rybinsk (RUS), 19./35. Östersund (SWE)
Victoria Carl: 64./55. Lillehammer (NOR), 50. Davos (SUI), 56./58. Oberstdorf (GER), 25./15. Team Otepää (FIN)
Nicole Fessel: 37./18. Ruka (FIN), 53./13./20. Lillehammer (NOR), 19./51./2. Davos (SUI), 5./5. Oberstdorf (GER), 45. Val Mustair (SUI), 12./8. Toblach (ITA), 13./7. Val di Fiemme (ITA), 31./6. Östersund (SWE)
Denise Herrmann: 36./19. Ruka (FIN), 6./12./14. Lillehammer (NOR), 41./7./15./10. Davos (SUI), 13./16. Oberstdorf (GER), 44. Val Mustair (SUI), 11./9. Toblach (ITA), 10./8. Val di Fiemme (ITA), 21./4. Team Otepää (FIN), 43. Östersund (SWE)
Hanna Kolb: 18. Ruka (FIN), 72./74./70. Lillehammer (NOR), 8./16. Davos (SUI), 31./53. Oberstdorf (GER), 11. Val Mustair (SUI), 22./4. Team Otepää (EST), 25./49. Rybinsk (RUS), 52. Östersund (SWE)
Claudia Nystad: 23. Ruka (FIN), 66./17./17. Lillehammer (NOR), 24./5./23. Davos (SUI), 38. Oberstdorf (GER), 32./41./39. Rybinsk (RUS), 52. Östersund (SWE)
Sandra Ringwald: 35./42. Ruka (FIN), 31./48./54. Lillehammer (NOR), 18./17. Davos (SUI), 36./42. Oberstdorf (GER), 27. Val Mustair (SUI), 44./30. Toblach (ITA), 20./15. Otepää (EST), 15. Östersund (SWE)
Thomas Bing:
33./60./45. Lillehammer (NOR), 30./71./59. Davos (SUI), 86./53. Oberstdorf (GER), 29. Val Mustair (SUI), 23./29. Toblach (ITA), 6./30. Val di Fiemme (ITA), 46./36./43. Rybinsk (RUS), 66./61. Östersund (SWE)
Jonas Dobler:
46./27./38. Lillehammer (NOR), 31./72./45. Davos (SUI), 47./24. Oberstdorf (GER), 34. Val Mustair (SUI), 29./23. Toblach (ITA), 15./17. Val di Fiemme (ITA), 45./50. Rybinsk (RUS), 56. Östersund (SWE)
Hannes Dotzler: 28. Davos (SUI), 62./22. Oberstdorf (GER), 56. Val Mustair (SUI), 54. Toblach (ITA)
Sebastian Eisenlauer:
38./59. Ruka (FIN), 39./47./54. Lillehammer (NOR), 29./14. Davos (SUI), 53./58. Oberstdorf (GER), 36. Val Mustair (SUI), 27./12. Team Otepää (FIN), 32. Östersund (SWE)
Florian Notz:
96./42. Lillehammer (NOR), 34./65. Oberstdorf (GER), 80. Val Mustair (SUI), 38./45. Toblach (ITA), 47./40. Val di Fiemme (ITA)
Tim Tscharnke:
59./28. Ruka (FIN), 61./38./36. Lillehammer (NOR), 37./54. Davos (SUI), 73./49. Oberstdorf (GER), 30. Val Mustair (SUI), 24./32. Toblach (GER), 1./21. Val di Fiemme (ITA), 34./29. Rybinsk (RUS), 40./39. Östersund (SWE)


ERGEBNISSE BEI FRÜHEREN WELTMEISTERSCHAFTEN

Stefanie Böhler:
31./10./29. Val di Fiemme 2003 (ITA), 24./4.Staffel/18./27. Oberstdorf 2005 (GER), 29./27./2. Team Sapporo 2007 (JPN), 32. Liberec 2009 (CZE), 40./7.Team/5. Team Oslo 2011 (NOR)
Nicole Fessel:
55. Oberstdorf 2005 (GER), 15. Sapporo 2007 (JPN), 15. Liberec 2009 (CZE), 15./7./7. Team/5. Team Oslo 2011 (NOR), 12./22./25./7. Team/5. Val di Fiemme 2013 (ITA)
Denise Herrmann:
23./43./39. Oslo 2011 (NOR), 10./8. Team/24./7. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Hanna Kolb:
59. Oslo 2011 (NOR), 23./8. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
Claudia Nystad:
17./27./14. Lahti 2001 (FIN), 11./1. Team/2. Val di Fiemme 2003 (ITA), 10./4. Team/14./4./6. Oberstdorf 2005 (GER), 2. Team/17./15./2.Team/26. Sapporo 2007 (JPN), 18./2. Team/22. Liberec 2009
Sandra Ringwald:
38./51. Val di Fiemme 2013 (ITA)
Hannes Dotzler:
45./47. Oslo 2011 (NOR), 24./24./7. Team, 7. Val di Fiemme 2013 (ITA)
Sebastian Eisenlauer:
43. Val di Fiemme 2013 (ITA)
Tim Tscharnke:
29./4. Team/34. Oslo 2011 (NOR), 29./9. Team/14./7. Team Val di Fiemme 2013 (ITA)
2015-02-17
Stand: 27.07.2021
Kontakt
Wencke Hölig
Leistungssport GmbH
Ansprechpartner
Tel.: 089-85790 215