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Interview der Woche: Jochen Behle zur Tour de Ski 2011

28.12.10
Langlauf
Die Viessmann-Tour kann ein Knüller werden. DSV-Bundestrainer Jochen Behle erwartet spannende Rennen. Am Silvestertag startet die Viessmann Tour de Ski in ihre fünfte Auflage. Und selten war das Feld der Favoriten im Herrenbereich so groß wie im Winter 2010/11. Bundestrainer Jochen Behle ist aber nicht nur mit der spannenden Ausgangslage zufrieden.
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Jochen Behle, Sie zählten in der Vergangenheit nicht unbedingt immer zu den Fans der Viessmann Tour de Ski. Warum hat sich das in diesem Winter geändert?
Jochen Behle: "Die Ansage ist falsch. Ich war immer ein Fan der Viessmann Tour de Ski, weil ich alles gut finde, was unserer Disziplin nützt. Und ein Mehretappenrennen, noch dazu mit dieser spektakulären Schlussetappe ist großartig. Kritik habe ich an einigen Kinderkrankheiten geübt, die es zweifellos gab. Man denke an die Runde Nove Mesto – Prag – Nove Mesto, wahrlich nicht im Sinne des Erfinders. Oder der Sprint vor dem Hradschin in Prag, die Auswahl der Rennen in der Vergangenheit. Das ist diesmal alles anders und wie ich finde, viel besser. So kann die Tour ein echter Knüller werden."

Was freut Sie besonders?
Jochen Behle: "Die Tatsache, dass die Reisestrapazen erträglich bleiben, weil wir uns immer in Richtung Süden orientieren. Die Tatsache, dass es einen Verfolger gibt, auch einen Klassiksprint. Das bildet die Vielfalt im Langlauf viel besser ab. Die Alpe Cermis ist inzwischen Kult und die Etappe von Cortina nach Toblach fand auch großen Anklang. Und aus deutscher Sicht darf ich sagen, dass ich es gut finde, wenn wir mit Oberhof und Oberstdorf zwei Etappenorte haben."

Was macht das Besondere der Viessmann Tour de Ski aus?
Jochen Behle: "Neben der WM in Oslo ist diese Rennserie sicherlich der Höhepunkt des Langlauf-Winters. Außerdem hat die Viessmann-Tour inzwischen einen gewissen Kultstatus. Und ganz ehrlich: Wer in die Vita eintragen kann, bei dieser „Tortour“ gewonnen zu haben, ist im Skilanglauf ein Großer. Und ganz nebenbei: Durch das besondere System der Verteilung der Weltcuppunkte wird auch der Gesamtweltcup entscheidend beeinflusst, so oder so."

Sie liefern das Stichwort für die nächste Frage: Wer sind die Favoriten 2010/11?
Jochen Behle: "Ohne Marit Björgen sehe ich bei den Frauen nur eine klare Favoritin: Justynia Kowalczyk aus Polen. Dafür haben wir es bei den Herren mit einer ganzen Gruppe von Anwärtern auf den Sieg zu tun. Also: Dario Cologna aus der Schweiz, die Russen um Alexander Legkow, natürlich Lukas Bauer aus Tschechien. Petter Northug würde ich noch nicht unbedingt in dieser Reihe sehen, aber der ist immer für eine Überraschung gut und war außerdem bei den letzten Auflagen jeweils Zweiter. Für Spannung dürfte eigentlich gesorgt sein."

Last but not least: Welche Chancen räumen Sie Ihren Schützlingen ein?
Jochen Behle: "Außenseiterchancen!"

Geht es etwas genauer?
Jochen Behle: "Wir haben in diesem Winter ein paar ordentliche Leistungen abgeliefert, aber auch schon wieder eine Menge gesundheitlicher Probleme mit an den Start gebracht. Außerdem stimmte bei einigen Athletinnen und Athleten die Form im ersten Saisonabschnitt noch nicht. Andererseits haben wir vier Heimspiele. Also lassen wir Oberhof mal an uns herankommen, dann sehen wir weiter."


Das Interview führte Thorsten vom Wege

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Kontakt
Wencke Hölig
Leistungssport GmbH
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Tel.: 089-85790 215