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Deutschlands beste Nachwuchs-Skispringer und -Kombinierer zu Gast in Degenfeld

01.10.18
Skisprung
Der DSV-Milka Schülercup Skisprung und Nordische Kombination machte am Wochenende in Degenfeld Station. Insgesamt 88 Teilnehmer/innen aus sechs Landesskiverbänden zeigten an den Schanzen, auf Skirollern und beim Crosslauf ihr Können.
DSV Milka Schülercup Nordische Kombination/Skisprung, Degenfeld
In Degenfeld waren die besten Skispringer und Nordischen Kombinierer der Altersklassen S15/J16 weiblich und S14/S15 männlich aus ganz Deutschland. Degenfeld machte den Auftakt zur Schülerpokal-Wettkampf-Serie 2018/2019, weitere sechs Winterveranstaltungen werden folgen, ehe im März die deutschen Schülermeisterinnen und Schülermeister feststehen. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch den Deutschlandpokal-Wettbewerb der Altersklasse Jugend 16 männlich in der Nordischen Kombination, den die Degenfelder mit durchführten.

Bereits am Donnerstag trudelten die ersten Teamfahrzeuge der Landesskiverbände zum freien Training an der letztes Jahr neu errichteten K75-Meter-Mattenskischanze in Degenfeld ein. Für die meisten Sportler war es der erste Kontakt mit der Schanze, und es galt sich mit der Anlage vertraut zu machen.

Erste Bewährungsprobe für das Wettkampfbüro war dann das offizielle Training am Freitagmittag, bei dem drei Trainingssprünge durchgeführt wurden. Da der dritte Wertungsdurchgang als provisorischer Wettkampfdurchgang (PCR) bereits wie ein Wettkampf gewertet wurde, mussten dabei bereits die Video-Weiten- und Geschwindigkeitsmess-Anlagen zum Einsatz kommen. Außerdem wurden die Sprünge von den fümf Wertungsrichtern benotet. Der PCR kann für den Wettkampf am Folgetag herangezogen werden, falls Wetterkapriolen einen Wettkampf unmöglich machen.

Skispringen am Samstag vom Winde verweht

Dreieinhalb Stunden zitterten die Verantwortlichen, Sportler und Betreuer am Samstagmorgen an der Schanze, aber der frostig kalte Herbststurm nahm kein Ende. Stürmische Böen mit hohen Geschwindigkeiten erhöhen die Gefahr für Stürze beim Skispringen, insbesondere für die besonders leichten Schülerinnen und Schüler. Nach mehrmaligen Wettkampfverschiebungen entschloss sich die Wettkampfjury um 12 Uhr, das Skispringen endgültig abzublasen und den am Vortag durchgeführten PCR für die Wertung des Spezialspringens und für den nachmittäglichen Skirollerlauf der Nordischen Kombinierer heranzuziehen. Damit standen mit Lukas Nellenschulte vom SK Winterberg (S14m), Nick Schönfeld vom VSC Kingenthal (S15m), Cindy Haasch vom TSG Ruhla/WSC07 (S15m/J16w) und Hannes Gehring vom SV Biberau (J16m) bereits die ersten vier Sieger fest.

Um 17Uhr erfolgte dann der Start de Skirollerlaufs in der Gmünder Innenstadt, durchgeführt vom TV Weiler i.d.B, der die Veranstaltung mit dem 11. SSV-Skirollercup verband. Nach der Zulosung der zu laufenden Skiroller wurden die Läuferinnen und Läufer nach den Abständen des Spezialspringens auf die Strecke geschickt und mussten jeweils 3,6 km zurücklegen. Die zahlreichen Zuschauer erlebten einen spannenden Wettkampf, bei dem es noch zu einigen Positionsveränderungen kam. So konnte unter anderem bei den Schülern 15 männlich noch Tristan Sommerfeld aus Oberwiesenthal auf Platz eins laufen. Es handelt dabei um den Sohn von Ex-Langlaufgesamtweltcupsieger Rene Sommerfeld, der vermutlich die Laufgene an seinen Sohn weiter vererbt hat.

Bei der anschließenden Siegerehrung vor dem Rokoko-Schlösschen konnte dann der Wettkampfbeauftragte des Deutschen Skiverbandes Hans Schmid den glücklichen Siegern die Medaillen und Leader-Trikots aushändigen.

Traumbedingungen und Schanzenrekord am Sonntag
Als hätte Petrus ein schlechtes Gewissen gehabt, am Sonntag wurden die Skisportler mit Traumwetter und nahezu Windstille verwöhnt. So konnten der Trainingsdurchgang und die zwei Wertungsdurchgänge an der 75-Meter-Mattenskischanze wie geplant durchgeführt werden.

Überragende Springerin bei den Mädchen war wie am Freitag Cindy Haasch vom Thüringer Skiverband, die am Wochenende alle vier Wettbewerbe gewinnen konnte und sich bei einer weiterhin positiv verlaufenden Karriere sicherlich Hoffnung machen darf, die Deutschen Farben 2021 bei der Heim-WM in Oberstdorf zu vertreten, wenn erstmals Nordische Kombination für Damen Teil des Programms sein wird. Das Glanzlicht beim Sprungwettkampf setzte aber Nick Schönfeld vom VSC Kingenthal, der mit 82 Metern einen neuen Schanzenrekord aufstellte.

Abschluss des Wochenendes war dann der Crosslauf am Nachmittag, bei dem auf den Wiesen oberhalb der Mattenschanzen 3 km zurückgelegt werden mussten. Neben Cindy Haasch und Tristan Sommerfeld konnten noch Benedikt Gräbert vom WSV Oberaudorf und Hannes Gehring vom SC Biberau die Goldmedaillen und Leader-Trikots mit nach Hause nehmen.

In der Gesamt-Manöverkritik zeigten sich die Vertreter des Deutschen Skiverbands sehr zufrieden mit der Organisation und Durchführung der viertägigen Veranstaltung. Sie sprachen ein großes Lob an die durchführenden Vereine SC Degenfeld und TV Weiler i.d.B aus. So gilt schon jetzt als sicher, dass dies nicht die letzte national bedeutende Skiveranstaltung auf der schönen Ostalb gewesen sein wird.
2018-10-01
Stand: 18.10.2021
Kontakt
Manuel Hering
Leistungssport GmbH
Ansprechpartner
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