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Franz Kurz geht seinen letzten Gang

12.09.13
Langlauf
Eine große Persönlichkeit des Isnyer Wintersports ist plötzlich und völlig unerwartet im 73.Lebensjahr verstorben. Seit 1970 hatte der gebürtige Schweinfurter als Trainer die Isnyer Skisprungszene bestimmt und war maßgeblich an zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen der Nordischen Sportler beteiligt.
Franz Kurz
Mit seiner direkten und ehrlichen Persönlichkeit prägte Kurz Generationen von Isnyer Skispringern, Nordisch Kombinierten und sogar Skilangläufern. Selbst sein schelmisch-spitzbübischer Humor lebt im ein oder anderen ehemaligen Aktiven weiter, ebenso Werte wie Freundschaft, Vertrauen, aber auch Pünktlichkeit und Verlässlichkeit.

Verbandstrainer und Sprunglaufreferent
Am Bakken gehörte Kurz zweifelsohne zu jenen Top-Experten, die mit der Gabe ausgestattet waren, einen äußerst komplexen Bewegungsablauf zu analysieren und die nötigen Korrekturen athletengerecht zu verpacken. Neben seiner Tätigkeit beim WSV Isny wirkte der zweifache Familienvater jahrzehntelang auch als Verbandstrainer und Sprunglaufreferent beim Schwäbischen Skiverband (SSV). Mitte der 1980er-Jahre wurde er zum Skisprung-Nationaltrainer des B-Kaders des Deutschen Skiverbands berufen – dieses Amt bekleidete Kurz etwa drei Jahre.
Nach einem schweren Herzinfarkt 1993 trat er etwas kürzer, wobei er bis zuletzt an seinem „zweiten Wohnsitz“, der Hasenbergschanze, anzutreffen war. Seine große Leidenschaft, den Skisprung, stellte Kurz bisweilen über den eigenen Broterwerb als Masseur und medizinischer Bademeister. Noch unter der Ägide des WSV-Ehrenvorsitzenden Sepp Mechler war Kurz konsequentermaßen über den SSV mit einer halben Trainerstelle für den Nordischen Stützpunkt Isny tätig.
„Völlig schockiert“ zeigte sich am Montag der WSV-Vorsitzende Willi Rudhart im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung. „Franz war ein unglaublich wichtiger Mensch für uns alle. Ich kannte ihn seit mehr als 40Jahren.“ Gar als väterlichen Freund bezeichnete Rudhart den Verstorbenen. Das „Loch“, das Kurz’ Tod reiße, sei riesengroß. Als für die Isnyer Skispringer unersetzlich bezeichnete der Vorsitzende den ehemaligen Trainer.
„Franz war einer meiner längsten Wegbegleiter“, sagte Ehrenvorsitzender Mechler. Äußerst verbunden habe sich Kurz dem Verein gegenüber gezeigt, der oftmals „den WSV sogar vor den eigenen Beruf gestellt hat“.
Franz Kurz hinterlässt Gattin Christiane sowie Sohn Oliver und Tochter Annette.


Von Michael Loskarn
2013-09-12
Stand: 22.04.2021
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Manuel Hering
Leistungssport GmbH
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