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WM-Fieber: Freestyler und Snowboarder küren Weltmeister am Kreischberg

15.01.15 13:44 Uhr
Ski Cross
Die FIS Freestyle Ski & Snowboard Weltmeisterschaften vom 15. bis 25. Januar am Kreischberg in der Steiermark versprechen spektakulären Sport – auf einem Brett und auf zwei Brettern! Zum ersten Mal in der Geschichte werden eine Ski- und eine Snowboard-WM an einem Ort vereint.
Logo WM Kreischberg
24 Weltmeistertitel sind zu vergeben – zum ersten Mal werden Snowboarderinnen im Big-Air-Wettbewerb um WM-Medaillen kämpfen. Insgesamt gehen gut 900 Athleten – darunter 9 Olympiasieger und 21 Medaillengewinner aus Sotschi – aus über 40 Nationen am Kreischberg an den Start.

Wettbewerbe
Buckelpiste (Ski)
Hier gilt es, seinen Weg so schnell wie möglich durch 50 Buckel zu finden und im ersten wie im letzten Drittel der Strecke einen akrobatischen Sprung einzubauen. Die Disziplin wird als Einzel– und als Parallelwettbewerb ausgetragen. Bewertet werden zu 50% die gefahrene Technik und zu jeweils 25% die Sprünge und die Zeit.

Aerials (Ski)
Über eine 70 Grad steile Schanze katapultieren sich die Athleten bis zu 15 Meter hoch in die Luft – dort gilt es technisch anspruchsvolle Sprünge zu zeigen und danach sauber zu landen. Fünf Juroren bewerten die Ausführung in der Luft (70%), zwei die Landung (30%).

Big Air (Snowboard)
Möglichst schwierige Tricks sollen den Juroren nach dem Überfahren einer sehr großen Schanze gezeigt werden. Bewertet werden Schwierigkeit, Durchführung, Luftstand, Style und Landung des Sprunges.

Ski Cross/Snowboard Cross
Frau gegen Frau oder Mann gegen Mann: Jeweils vier – bei den Snowboardern gar bis zu sechs – Aktive starten zeitgleich in den Crossparcours, der aus diversen Sprüngen, Wellen und Steilkurven besteht. Nach der Qualifikation im Einzelzeitfahren kommen die jeweils zwei schnellsten Aktiven in den Heats eine Runde weiter.
Wer nach den Ausscheidungen im Finale als Erster die Ziellinie überquert, hat gewonnen.

Halfpipe (Ski und Snowboard)
Es geht um aneinandergereihte, akrobatische Sprünge aus der Pipe heraus, wenn möglich mit hohem Luftstand und hohem technischem Anspruch. Die Jury entscheidet über Stil, Höhe und Schwierigkeit der Sprünge. Die Halfpipe der Ski-Freestyler unterscheidet sich im Vergleich zur Snowboard-Röhre minimal in Höhe und Grad.

Slopestyle (Ski und Snowboard)
Ein Hindernisparcours mit Rails (Geländern) und Kickern (Schanzen) wird zusammenhängend durchfahren. Dabei gilt es, einen harmonischen Lauf mit vielen Luftelementen (Sprünge inklusive Drehungen um beide Achsen) und Grinds („Rutschen“ auf den Rails mit Auf- und Absprung) zu zeigen. Die Zeit spielt bei der Jury-Bewertung keine Rolle.

Parallelslalom- und –riesenslalom (Snowboard)
Zwei Athleten fahren im k.o.-System auf parallel gesteckten Kursen gegeneinander. Dabei durchfährt jeder Aktive beide Strecken – im zweiten Durchgang geht der Verlierer des ersten Rennens um die Zeit später auf die Strecke, die er Rückstand auf den Sieger hatte.

Rennstreckenbau
Zahlreiche Helfer schaufeln und kratzen seit dem 3. Januar an Schanzen, Buckeln, Kickern, Halfpipes und Steilkurven. Überdimensionale Wasserwagen sind beim Bau der Slopestyle- und Crossparcours sowie der Halfpipes und Schanzen im Einsatz – alles zur Sicherheit der Sportler. Denn jedes Hindernis will geplant und vermessen sein, um optimale Absprung- und Landebedingungen zu garantieren und damit das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Speziell ist diese Aufgabe für die Kursbauer am Kreischberg deswegen, weil erstmals Skifahrer und Snowboarder gemeinsam bei einer Weltmeisterschaft an den Start gehen werden. So muss der Snowboardcross-Kurs beispielsweise immer „gelevelt“ sein, da Snowboarder keine hängenden Querfahrten absolvieren können. Dementsprechend wird viel mehr Schnee benötigt, als für einen reinen Skicross-Kurs. Auch die Halfpipes der Skifahrer und Snowboarder unterscheiden sich etwas in Höhe und Gradzahl.

Neben Fun setzt der Kreischberg auf Nachhaltigkeit
Mit Unterstützung des Landes Steiermark hat der ÖSV für die WM 2015 am Kreischberg/Lachtal ein Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

- Nutzung bestehender Infrastruktur und des öffentlichen Personennahverkers
- Umweltfreundliche Energieversorgung z.B. über das regionale Bio-Nahwärmenetz
- Holzwelt Murau – Starthaus und Pokale aus nachwachsendem Rohstoff
- Regionale und biologische Lebensmittel sorgen für das leibliche Wohl der Besucher
- ARA-Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ sorgt für Bewusstseinsbildung und getrennte Müllsammlung vor Ort
2015-01-15
Stand: 26.10.2020
Kontakt
Elisabeth Schmidt
Leistungssport GmbH
Ansprechpartner
Tel.: 089-85790 249