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Informationen zum DSV-Freestyle-Team

08.12.11
Freestyle
Die Freestyler des Deutschen Skiverbandes legen den Fokus auch im Winter 2011/2012 auf einen gezielten Trainingsaufbau. Ins Wettkampfgeschehen greifen die Aktiven von Bundestrainer Enno Thomas deshalb erst im Februar ein.
Freestyle Buckelpiste
Anschluss an die Weltspitze herstellen
"Unser primäres Ziel ist es, die DSV-Aktiven mittelfristig an die Weltspitze heranzuführen", beschreibt Heli Herdt, sportlicher Leiter Freestyle, die Direktive. Um mit den Weltbesten im Kampf um die vorderen Platzierungen im Weltcup konkurrieren zu können, wurde in Abstimmung mit der Mannschaft eine Strategie ausgearbeitet, die von allen Beteiligten von Anfang an unterstützt wurde.

Schwerpunkt auf gezieltem Training, weniger Wettkämpfe
Im Rahmen der neuen Strategie wird der Schwerpunkt auch im Winter auf einem gezieltem Training liegen. Das bedeutet auch, dass beim ein oder anderen Wettkampf der Saison 2011/2012 kein DSV-Aktiver am Start sein wird. "Natürlich treten wir auch bei Wettkämpfen an", betont Bundetrainer Enno Thomas, "aber erst von Februar 2012 an. Vorher lag und liegt unser Fokus auf dem Konditionstraining, der Akkrobatikschulung und einer verbesserten Skitechnik.

Verstärktes Konditions- und Akrobatiktraining
Unter dieser Prämisse stand im Sommer und Herbst zunächst ein verstärktes Konditonstraining auf dem Programm, gefolgt und gepaart mit ausführlichen Akrobatikschulungen mit dem Trampolintrainer Adam Götz. "Rückblickend war das vermehrte Konditionstraining, das wir immer wieder mit Trampolineinheiten in einem Trainingszentrum in Stuttgart und am Olympiastützpunkt in München aufgelockert haben, eine sehr gute Bereicherung", resümiert Marina Kaffka, Freestylerin vom SC Gaißach.

Sprungtraining in Kaprun
Im September und Oktober folgten zwei erfolgreiche Schneelehrgänge in Zermatt, im November ging es zum Sprungtraining ins österreichische Kaprun. "Wir hatten für unser Sprungtraining zwar wenig Schnee, doch angenehme Temperaturen und wenig Wind. Erst zum Ende hin wurde es in Kaprun schwierig", beschreibt Bundestrainer Enno Thomas die Bedingungen im Salzburger Land. "Das Sprungtraining der letzten beiden Wochen am Kitzsteinhorn hat gute Resultate gebracht", sagt Marina Kaffka. "Bei mir ist es dabei richtig vorwärts gegangen." Für Dezember und Januar steht dann neben der Skitechnik vermehrt das Komplextraining, also das Fahren in den Buckeln bis hin zu kompletten Fahrten mit Sprüngen, auf dem Programm.

Neuorganisation des Bereichs Freestyle
Zu der neuen Strategie gehört auch die Neuorganisation des Bereichs Freestyle mit Schaffung einer leistungsorientierten Förderstruktur, wie Wolfgang Maier, sportlicher Leiter Alpin, betont. "Mit diesen an die alpinen Verbandsstrukturen angepassten Veränderungen unter sportlicher Leitung von Heli Herdt wollen wir in den nächsten Jahren zur Weltspitze aufschließen. In dieser Disziplin wollen wir Teilnehmer zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi (Russland) schicken und vier Jahre später, bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang (Südkorea), um Top-Platzierungen ringen."

Personeller Ausbau
Im Hinblick auf diese Ziele wird es auch einen personellen Ausbau des Bereichs Freestyle geben. So muss sich Bundestrainer Enno Thomas nicht mehr um die Fortentwicklung der Freestyler in ganz Deutschland kümmern, sondern kann sich mit drei weiteren Trainern auf die Betreuung der Top-Athleten in der Nationalmannschaft konzentrieren.

Wettkämpfe ab Februar 2012
Die ersten Wettkämpfe sind für Februar 2012 vorgesehen. Dann stehen drei Europacups in Frankreich und Italien und der Weltcup im schwedischen Are auf dem Programm. Auch wenn die Athleten in dieser Saison erst spät ins Wettkampfgeschehen eingreifen können, wird die Strategie auch von den Aktiven voll unterstützt. "Als Wettkämpferin kribbelt es bei mir Anfang Dezember natürlich", sagt Marina Kaffka. "Man möchte Wettbewerbe bestreiten, sich mit der Konkurrenz messen. Ich weiß ja, dass andere Teams jetzt zu den ersten Wettbewerben aufbrechen. Und ehrlich gesagt hatte ich im Vorfeld der Saison schon Angst, wie es mir mit der veränderten Situation bei uns gehen wird, wenn wir erstmal keine Wettkämpfe bestreiten und dafür mehr trainieren. Ich kann jetzt aber sagen, dass es mir damit sehr gut geht! Ich habe schon im Sommer und Herbst große Fortschritte gemacht, das motiviert ungemein. Ich merke mittlerweile, wie gut mir diese Vorgehensweise tut. Ich stand von Anfang an hinter diesem Konzept und tue es jetzt noch mehr. Die Konzeptumstellung sorgt bei mir dafür, dass ich wohl noch stärker als zuvor in die Wettkämpfe werde eingreifen können. Der Gedanke, nicht um Platz 20 oder 25, sondern um bessere Platzierungen kämpfen zu können, freut mich. Das macht das weinende Auge, im Moment nicht zu Wettkämpfen zu fahren, vergessen."

Bundestrainer zieht positive Bilanz
Auch Bundestrainer Enno Thomas zieht eine positive Bilanz der bisherigen Saisonvorbereitung: "Die Athleten geben uns schon jetzt die ersten Rückmeldungen, dass sie ganz klar das Gefühl haben, besser präpariert zu sein, als jemals zuvor. Das stimmt mich optimistisch für die Wettkämpfe im Februar und bestätigt unser Vorgehen."

2011-12-08
Stand: 25.06.2021
Kontakt
Elisabeth Schmidt
Leistungssport GmbH
Ansprechpartner
Tel.: 089-85790 249