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Rollski-Weltcup in Markkleeberg - Umstrittene Jury-Entscheidung beeinflusst Sprints

15.07.12 12:00 Uhr
News
Am Samstag stand die für die Zuschauer des Rollski-Weltcups in Markkleeberg die interessanteste Variante des Rollski-Sports auf dem Programm. Doch wie schon tags zuvor liefen auch beim Sprint weite Teile des Wettkampfprogramms im Regen ab. Damit stand bei den Teams wieder die Frage nach dem richtigen Rollenmaterial auf der Tagesordnung. Dementsprechend testeten die Athleten vor dem Wettkampf alle möglichen Rollenvarianten.
FIS Rollski Weltcup 2012, Oroslavje (CRO)
Die Juniorinnen starteten das Wettkampfprogramm. Wie schon im Prolog konnte dabei DSV-Athletin Kira Claudi (LBC Banfetal) über die 160 Meter-Sprintdistanz mit der drittbesten Zeit (23,19 Sekunden) glänzen und schaffte genauso wie Lydia Sabaditsch (SV Liebertwolkwitz) auf Platz acht den Sprung ins Viertelfinale. Tina Willert (SV Lützel) wurde Zehnte. Im Halbfinale musste sich Claudi aber Lisa Bolzan (ITA) geschlagen geben und daraufhin im kleinen Finale wie schon in Kroatien gegen deren Zwillingsschwester Anna Bolzan antreten. In Kroatien hatte sie das Duell noch verloren, aber an ihrem „Lieblingsberg“ behielt sie die Oberhand und holte sich Platz drei. Auch im abschließenden Finale zwischen Lisa Bolzan und Margarita Tolochko (RUS) kam es, verglichen mit dem Kroatien-Weltcup, zu einem Platztausch: Diesmal siegte die Russin knapp vor der Italienerin.

Schmidt muss sich Sprintspezialisten geschlagen geben
Bei den Junioren hatte Christian Schmidt (SV Liebertwolkwitz) lange die Bestzeit im Prolog gehalten. Mit Regenrollen war er in 20,18 Sekunden den Berg hinaufgestürmt. Am Ende machten dem Deutschen dann aber doch die Sprintspezialisten aus Russland, Andrey Melikov, Alexander Gavrilov und Anton Budylov sowie der Italiener Emanuele Becchis waren einen Strich durch die Rechnung. Im Viertelfinale musste Schmidt dann gegen seinen Dauerrivalen und Sprint-Vizeweltmeister, Emanuele Becchis, antreten. Leider behielt Becchis in dem Duell auch diesmal die Oberhand. Am Ende war es der sechste Platz für den Deutschen. Becchis schaffte es bis ins Finale und siegte dort knapp gegen Andrey Melikov. Alexander Gavrilov holte dich den dritten Platz vor seinem Teamkollegen Anton Budylov. Philipp Ficker auf Platz elf und Sven Püschmann auf Platz 13 komplettierten das deutsche Ergebnis.

Sprint-Entscheidung der Damen ohne deutsche Beteiligung
Für Diskussionen in Markkleeberg sorgten die vielen Fehlstarts. Die Jury hatte in der Team-Captain-Sitzung mitgeteilt, dass Athleten, die beim Start wackeln, einen Fehlstart verursachen. Eine nicht unumstrittene Entscheidung: Denn anders als im Winter auf Ski,  haben Rollskifahrer auf ihrem Sportgerät weniger festen Stand. Ein Opfer der umstrittenen Regel wurde Kathrine Harmsen (NOR), die nach dem zweiten Fehlstart im Halbfinale disqualifiziert wurde und sich mit Platz vier begnügen musste. Den Sieg bei den Damen holte sich Anastasia Voronina aus Russland vor der Schwedin Maria Magnusson. Platz drei ging an Ksenia Konohova (RUS). Deutsche Athletinnen waren nicht am Start.

Hänel bester Deutscher im Sprint
Lars Hänel (WSC Oberwiesenthal) war mit 18,98 Sekunden im Prolog die viertbeste Zeit gelaufen und durfte sich auch im Sprint berechtigte Hoffnungen auf eine Top-Platzierung machen. Nur Folco Pizutto (ITA) mit 18,36 Sekunden sowie Teamkollege Alessio Berlanda (18,68 Sekunden) und der Norweger Ragnar Andresen mit 18,95 Sekunden waren tags zuvor schneller als der Deutsche gelaufen. Dann bewies der weitere Verlauf aber einmal mehr, dass eine gute Prologzeit nicht automatisch auch den Sieg im Sprint bedeuten muss. Lars Hänel wechselte das Material und hatte damit die falsche Entscheidung getroffen. Er verlor sein Achtelfinale gegen den Russen Dmitriy Nikels und wurde am Ende Neunter. Auch Folco Pizutto erging es nicht anders. Er unterlag im Viertelfinale dem Italiener Emanuele Sbabo und musste sich mit Platz fünf begnügen. Am Ende sicherte sich Ragnar Andresen den Sieg gegen Evgeniy Abdurakhmanov aus Russland. Die Plätze drei und vier gingen an die Italiener Emanuele Sbabo und Alessio Berlanda. Oliver Wünsch (SV Großwaltersdorf), der den Prolog noch als Zehnter beendet hatte, belegte am Ende Platz zwölf.
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2012-07-15
Stand: 15.12.2019
Kontakt
Bernhard Döring
Rollski Nordisch
Beauftragter
Tel.: 069/515395