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Rollski-Weltcup in Markkleeberg - Streckenänderung in der Verfolgung

15.07.12 18:00 Uhr
News
Nach zwei verregneten Tagen durften sich die Sportler in Markkleeberg am Sonntag bei den Verfolger-Entscheidungen in der freien Technik über zwölf, 16 und 20 Kilometer endlich wieder über die Sonne freuen. Trotz der Wetterbesserung hatte die Jury nach Stürzen im Prolog beschlossen, die Streckenführung zu ändern.
FIS Rollski Weltcup 2012 in Markkleeberg - Verfrfolger
Damit verlief die Strecke nicht mehr direkt durch den Kanupark, sondern führte durch das Ziel und anschließend wieder hinunter zum Strand. Für die Zuschauer eine gute Entscheidung. Nicht nur dass sie vom Zielbereich aus jetzt auch weite Teile der Strecke einsehen konnten, die Blickmöglichkeit auf die Zwischenzeiten verbesserte auch die Übersicht auf den Rennverlauf. Für die Organisatoren jedoch hatte die neue Streckenführung noch höhere Absicherungsmaßnahmen am Strand zur Folge, und für die Athleten kamen einige Höhenmeter hinzu.

DSV-Juniorinnen wiederholen Prolog-Erfolg
Wegen anstehender Leistungstests der C-Kader Athleten zu Wochenbeginn musste DSV-Team Captain Detlef Schmidt am Sonntag auf die Prolog-Siegerin bei den Juniorinnen, Julia Belger, sowie auf Anne Winkler und Anneka Döhla verzichten. Trotz der Kontrollmaßnahmen blieben die jungen Athletinnen aber vor Ort und feuerten ihre Teamkolleginnen an. Manch ein Sportler der anderen Nationen vermutete, die Deutschen hätten von den am Anfang noch recht trockenen Bedingungen profitiert und deshalb im Prolog die Podestplätze erreicht. Schnell wurden die Zweifler wurden eines besseren belehrt. Theresa Lützendorf ging als Erste auf die Strecke und wurde recht schnell von Katharina Hennig eingeholt. Zusammen machten die Beiden vorne Tempo, während ihre Verfolger zusehend unter Druck gerieten.
Trotz Tempoverschärfung gelang es der Weltcup-Führenden Lisa Bolzan (ITA) nicht, die beiden Deutschen Jessica Gnüchtel und Nadine Herrmann aus der Verfolgergruppe abzuschütteln, in der auch die Russin Maria Privezentseva mitfuhr. Am Ende sicherte sich Katharina Hennig, die sich auf der letzten Runde etwas absetzen konnte, den Tagessieg vor Theresa Lützendorf. Im Kampf um Platz drei lieferten die Deutschen eine taktische Meisterleistung ab. Um im Schlusssprint nicht gegen Lisa Bolzan zu unterliegen, suchten sie die Entscheidung bereits 250 Meter vor dem Ziel. Gnüchtel und Herrmann überholten die Italienerin in der Kurve und machten die Strecke zu, die daraufhin keine Chance mehr hatte, an den beiden Deutschen vorbei zu kommen und den deutschen Vierfach-Erfolg zu gefährden.
Theresa Neubert (SG Klotzsche) konnte sich von Platz 18 noch auf Platz zwölf verbessern. Lydia Sabaditsch (SV Liebertwolkwitz) belegte Platz 14, Kira Claudi (LBC Banfetal) kam hinter Nachwuchstalent Laura Heinz (MH Ski Team Rodewisch) auf Rang 16.

Norwegischer Start-Ziel-Sieg bei den Junioren
Bei den Junioren erarbeitete sich der Norweger Markus Johansen Westgaard einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Zwar nahmen die beiden Russen Anton Budylov und Ivan Petrunin von Anfang an die Verfolgung auf, konnten dem Norweger aber trotz gemeinsamer Arbeit nur wenige Sekunden pro Runde abnehmen. Am Ende wurde Budylov mit 17,6 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger Zweiter und behielt damit die Führung im Gesamt-Weltcup. Petrunin sichert sich Platz drei.
Christian Schmidt (SV Liebertwolkwitz), der nach dem Prolog noch in aussichtsreicher für eine Position um Platz sechs lag, musste wegen einer Verletzung, die er sich in Lanzenhain zugezogen hatte, auf seinen Start verzichten. Dafür übernahmen Alexander Gadow (SG Klotzsche) sowie die Oberwiesenthaler Lukas Gross und Michel Metzlaff die Verfolgung von Maruisz Dziadkowiec. Zwar gelang es den Drei gemeinsam mit den Italienern Emanuele Becchis und Marco Mosele den Abstand auf den Polen, der zum Schuss als Achter das Ziel erreichte, bis kurz vor der Ziellinie auf fünf Sekunden zu verkürzen. Dann entwischte Becchis den beiden Deutschen aber uneinholbar in der Schlusskurve. So blieb für Gadow nur Platz elf, Gross wurde Zwölfter und Michel Metzlaff Dreizehnter.

Rolsted-Harsem gelingt Revanche für Vorjahresergebnis
Mit genügend Wut über ihre Disqualifikation vom Vortag im Bauch ging Kathrine Rolsted Harsem an den Start bei den Damen. Wie bei ihrem Landsmann Westgaard reichte die, um einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einzulaufen. Mit dem Tagessieg revanchierte sich die Norwegerin für die Vorjahresniederlage bei den beiden Russinnen Ksenia Konohova und Elena Rodina. Rodina belegte wie auch schon im Vorjahr Platz zwei, Konohova wurde Dritte. Alina Golzow (LBC Banfetal) und Nicole Wötzel (SG Klotzsche) belegten die Plätze zehn und elf.

Svanebo mit ungefährdetem Tagessieg bei den Herren
Sprint-Vorjahressieger Erik Hänel (WSC Oberwiesenthal) wollte auch in diesem Jahr um den Sieg mitlaufen. Nach Platz elf im Prolog war das Vorhaben aber zunächst in weite Ferne gerückt. Deshalb hieß das Nahziel gemeinsam mit Bruder Lars und Oliver Wünsch nur einen Zug auf Platz zwei aufmachen. Den Führende Anders Svanebo (SWE), mit 17 Sekunden Vorsprung, einzuholen, konnte zunächst nicht das Ziel sein. Bereits nach der ersten Runde waren die Plätze drei bis 14 zusammengelaufen und nahmen gemeinsam die Verfolgung auf. In der zweiten Runde wurde auch der bis dahin auf Rang zwei liegende Romain Claudon (FRA) eingeholt. Die Gruppe schaffte es aber nicht, näher an Anders Svanebo heran zu kommen. Am Ende gewann der Schwede souverän mit acht Sekunden Vorsprung. Am Schlusssprint um Platz zwei beteiligten sich insgesamt elf Athleten. Erik Hänel musste zuvor in der letzten Runde abreißen lassen, sein Bruder Lars und Oliver Wünsch hingegen lagen noch gut in Position. Nach leichten Rempeleien im Zielkorridor holte sich Romain Claudon (FRA) Platz zwei vor Igor Glushkov (RUS). Lars Hänel (GER) belegte Platz sechs und Oliver Wünsch Platz elf, Erik Hänel wurde Dreizehnter.
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2012-07-15
Stand: 05.12.2019
Kontakt
Bernhard Döring
Rollski Nordisch
Beauftragter
Tel.: 069/515395