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Rollski-Weltcup in Bad Peterstal - Sprint am Samstag

03.08.12 10:00 Uhr
News
Am Samstag stand in Bad Peterstal das Weltcup-Highlight auf dem Programm: der Sprint. Auf dem Parcours im Schwarzwald bekamen es die Athleten dabei mit einem Novum im Rollskisport zu tun.
FIS Rollski-Weltcup 2012 Bad Peterstal
Auf der 160 Meter langen Strecke musste zunächst eine lang gestreckte Kurve und anschließend ein gerades Stück von etwa 90 Meter durchlaufen werden. Der Versatz zwischen den beiden Bahnen von gut einem Meter war für die Sportler ein neues taktisches Element, denn beide Bahnen hatten Vor- und Nachteile. Auf der Innenbahn mit engerem Radius konnten sich die Athleten selber Druck machen, wenn der Gegner vor ihnen lief. Die Außenbahn hatte hingegen einen weiteren Radius und war dadurch leichter zu laufen. Dafür konnte man auf ihr den Abstand zum Gegner nicht einschätzen. Da im Vorfeld viel Werbung für den Sprint gemacht worden war, kamen viele Zuschauer an den Streckerand. Unter ihnen sorgte Moderator Stefan Lubowitzki mit seiner lockeren Art für prächtige Stimmung. Dabei überbrückte sein fundiertes Wissen über jeden Athleten locker die kleinen Pausen. Selbst die internationalen Starter waren von seiner Mischung aus deutscher und englischer Moderation angetan.

Schrecksekunde im Sprint der Juniorinnen
Die Vorjahressiegerin bei den Juniorinnen, Elisa Fulcheri, eröffnete den Sprint-Prolog und sorgte gleich zu Beginn für eine erste Schrecksekunde im Publikum. Bei einem Ausfallschritt verkantete die junge Italienerin ihren Fuß derart, dass die vordere Rolle des Rollers aus dem Holm brach. Zum Glück verletzte sie sich bei dem Vorfall nur leicht und konnte den Wettkampf fortsetzen. Nach dem Prolog dominierten die in dieser Saison üblichen vier Athletinnen das Renngeschehen: die Russin Margarita Tolochko, Lisa und Anna Bolzan aus Italien sowie die Deutsche Kira Claudi vom LBC Banfetal. Das Finale gewann, wie schon in Markkleeberg, Margarita Tolochko vor Lisa Bolzan. Nachdem Kira Claudi in Markkleeberg Anna im kleinen Finale geschlagen hatte, musste sie diesmal mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen. Tina Willert schaffte den Sprung ins Viertelfinale auf Platz acht. Sabine Wallner wurde Elfte und Lydia Sabaditsch kam nicht über Platz 13 hinaus.
Nach dem Prolog lag Christian Schmidt (SV Liebertwolkwitz) bei den Junioren aussichtsreich auf Platz vier und musste gegen den Italiener Marco Longon antreten. Schmidt gewann das Viertelfinale mit einer halben Rollerlänge denkbar knapp und traf im Halbfinale auf seinen Standardgegner Emanuele Becchis (ITA). Der Sachse verlor seinen Lauf und musste sich später auch im kleinen Finale Andrey Melikov (RUS) geschlagen geben. Im Finale siegte, wie schon in Markkleeberg, Emanuele Becchis vor dem Russen Alexander  Gavrilov. Philipp Ficker (TuS Zwönitz), der  das Viertelfinale um 0,1 Sekunden verpasst hatte, belegte am Ende Platz neun. Stephan Strübel wurde Zwölfter.

Überraschender Wettkampfverlauf bei den Männern
Nicht zuletzt wegen des taktischen Elements auf der Strecke war der Wettkampf-Verlauf bei den Männern ausgesprochen spannend. Nach dem Prolog führte erwartungsgemäß Alessio Berlanda vor Folco Pizzutto und Emanuele Berlanda (alle ITA). Die Überraschungen begannen im Viertelfinale, nachdem das Muskelpaket Evgeny Abdurakhamanov (RUS) den Mirko Ceolan aus Italien aus dem Wettkampf geschmissen hatte. Im ersten Halbfinale musste sich dann auch Berlanda dem Russen geschlagen geben. Nachdem Pizzutto das zweite Halbfinale gegen Emanuele Sbabo verlor, kam es im kleinen Finale um Platz drei zum italienischen Duell, das Berlanda deutlich für sich entschied. Abdurakhamanov musste sich im Finale schließlich Emanuele Sbabo geschlagen geben.
Bei den Damen siegte wie zuletzt schon in Markkleeberg die Russin Anastasia Voronina vor ihrer Landsfrau Elena Ektova. Den russischen Dreifach-Triumpf verhinderte nur die Schwedin Marika Sundin, die das kleine Finale vor Ksenia Konohova (RUS) gewann. Beste deutsche Athletinnen auf den Plätzen zehn und elf waren Theresia Schnurr und Jessica Müller (beide SV Baiersbronn).
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2012-08-03
Stand: 19.11.2019
Kontakt
Bernhard Döring
Rollski Nordisch
Beauftragter
Tel.: 069/515395