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Informationen und Aufgebot zum Weltcup-Auftakt in Wisla (POL)

17.11.20
Skisprung
Am kommenden Wochenende starten die Skispringer beim Weltcup-Auftakt in Wisla in die Saison 2020/2021. In Polen stehen am Samstag ein Teamspringen sowie am Sonntag ein Einzelbewerb auf dem Programm.
Newsletter I
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SKISPRUNG Herren
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Wisla (POL)
- Fr., 20.11.2020, 18:00 Uhr (MEZ): HS 134, Qualifikation
- Sa., 21.11.2020, 16:00 Uhr (MEZ): HS 134, Team
- So., 22.11.2020,
16:00 Uhr (MEZ): HS 134, Einzel


AUFGEBOT

- Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf)
- Severin Freund (WSV DJK Rastbüchl)
- Karl Geiger (SC Oberstdorf)
- Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue)
- Pius Paschke (WSV Kiefersfelden)
- Constantin Schmid (WSV Oberaudorf)
- Andreas Wellinger (SC Ruhpolding)


AKTUELLE INFORMATIONEN UND STATEMENTS

Stefan Horngacher, Bundestrainer Herren
"Die Freude ist riesengroß, endlich wieder Wettkämpfe zu absolvieren. Wir sind sehr froh, dass Wisla den Auftakt durchführen kann. Nach einem Sommer ohne Wettkämpfe ist es für uns enorm wichtig, wieder ins Wettkampfgeschehen einzusteigen.

Wir haben insgesamt vier interne Wettkämpfe veranstaltet. Aus diesen Wettkämpfen haben sich Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Pius Paschke, Constantin Schmid, Martin Hamann, Severin Freund und Andreas Wellinger für das Weltcup-Team qualifiziert. Um den letzten siebten Platz war es ein enges Rennen zwischen Richard Freitag, Andreas Wellinger und David Siegel. Die drei springen eigentlich auf gleichem Niveau. Andreas Wellinger hatte ganz knapp die Nase vorn. Das heißt nicht, dass er jetzt immer dabei ist. Er muss die Leistung im Weltcup bringen. Die anderen beiden werden auch ihre Chancen bekommen.

Martin Hamann hat sich den Quotenplatz mit zwei Siegen in Wisla ziemlich eindrucksvoll ersprungen. Er war bei der Deutschen Meisterschaft in sehr guter Form und ist das immer noch. Er wird bis nach Nizhny Tagil sicher Teil der Mannschaft sein.

Nach der Deutschen Meisterschaft haben wir unsere Anlagen in Deutschland genutzt, in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen auf der Eisspur. Wir haben die Schanzen praktisch für uns alleine gehabt und konnten sehr gut trainieren. Wir haben auch noch einiges am Material getestet und sind jetzt bereit für die ersten Wettkämpfe.

Die Schanze in Wisla ist ein bisschen eigen. Sie ist nicht wahnsinnig groß, aber sie hat einige Tücken. Die Radiuseinfahrt zum Schanzentisch hin ist eine große Herausforderung. Oft sind die Athleten auf der Schanze zu spät, weil der Radius zum Schanzentisch hin sehr schnell ist. Der Tisch an sich ist dann gefühlt lang und man bleibt oft zu lange in der Position. Aus deutscher Sicht ist es eine schöne Schanze mit ganz guten Erfolgen, einige deutsche Athleten springen dort sehr gerne. Wir freuen uns schon.

Aufgrund der Schneesituation war die Schanze in den letzten Jahren nicht optimal präpariert. Die Schanze wird mit Crushed Eis belegt, und das ist nicht gut zu bearbeiten. Letztes Jahr war es schon besser als die Jahre zuvor - ich hoffe, dass sie es dieses Jahr nochmal besser machen. Ich erwarte aber nicht die beste Landungszone.

Wir sind froh, dass wir überhaupt Wettkämpfe springen dürfen. Auf der anderen Seite gilt es jetzt, die dafür notwendigen Tests durchzuführen. Die Tests finden zuhause vor der Anreise statt und nochmal vor Ort. Dadurch denke ich, dass man in der "Blase" an der Schanze sicher unterwegs ist. Die neue Situation wird am Anfang komisch sein, aber wenn sich das eingespielt hat, sollte es kein Problem mehr sein. Die Athleten fahren für den Sport zu den Wettkämpfen und wissen, worauf der Fokus liegt."

Markus Eisenbichler
"Ich freue mich riesig auf den Weltcup-Start in Wisla. Dafür habe ich jetzt lange trainiert. Meine Vorbereitung war ziemlich gut. Das Highlight war der Urlaub. In dieser schwierigen Zeit hat mir das gut getan - Urlaub daheim. Das Training ist sehr gut gelaufen. Wir haben extrem gute Trainingseinheiten gehabt. Das sportliche Highlight im Sommer war die Deutsche Meisterschaft, die ich auch mal gewinnen konnte. Aber der Fokus liegt auf dem Saisonstart.

Die Schanze in Wisla mag ich ganz gern. Die Präparation ist immer etwas schwierig. Ich hoffe, dass sie es dieses Jahr etwas besser im Griff haben. Ich schaue, was auf mich zukommt, möchte meine Sprünge gut rüberbringen. Ich bin ganz guter Dinge, bisher sind die Vorbereitungen ganz gut gelaufen.

Aufgrund der Corona-Pandemie werden keine Zuschauer da sein. Wir werden in unserer "Bubble" bleiben, nicht so viel Kontakte mit anderen Mannschaften haben. Wir werden teamintern bleiben, auf Abstand gehen und schauen, dass wir gesund bleiben.

Aktuell fühle ich mich ziemlich gut, die Motivation ist groß. Ich bin auch schon ein bisschen nervös und freue mich, dass es losgeht. Wie es abläuft, lasse ich auf mich zukommen. Ich vertraue den Verantwortlichen vor Ort und vom Deutschen Skiverband, dass sie ein gutes Konzept aufgestellt haben."

Severin Freund
"Ich freue mich sehr auf den Weltcup-Auftakt in Wisla. Wie jedes Jahr vor dem ersten Weltcup ist richtig Bauchkribbeln dabei. Und dieses Jahr noch mehr, weil wir im Sommer weniger mit den anderen Mannschaften zu tun hatten und dementsprechend noch weniger wissen, wo jetzt jeder Einzelne steht. Es wird sehr spannend. Ich freue mich, dass wir zum geplanten Zeitpunkt unseren Weltcup-Auftakt haben. Das ist heutzutage ja auch nicht mehr selbstverständlich.

Für mich wird's spannend. Ich konnte diesen Sommer so gut trainieren wie schon lange nicht mehr. Auch wenn man mit über 30 merkt, dass es an der ein oder anderen Stelle etwas mehr zwickt und man etwas kürzertreten muss. Spaß beiseite: Es war wirklich gut. Auf der Schanze geht's in die richtige Richtung. Es wird jetzt interessant, die ersten Wettkampfsprünge zu machen."

Karl Geiger

"Ich freue mich schon mega auf den Weltcup in Wisla! Wir haben den ganzen Sommer wettkampflos verbracht. Daher wird es Zeit, dass wir wieder einen Wettkampf springen, damit man sehen kann, was die Sprünge wert sind.

Normalerweise springen wir in Wisla vor einem sehr fairen Publikum - dieses Jahr wird das nicht so sein. Aber das macht nichts, ich denke auch so wird das Wettkampf-Feeling aufkommen. Ich bin jedenfalls ganz heiß darauf.

Die Vorbereitung lief soweit ganz gut. Ich bin jetzt noch nicht hundertprozentig zufrieden mit den Sprüngen. Ich habe mich in den letzten Wochen ein bißchen schwerer getan, aber der Weg stimmt wieder, und ich marschiere in die richtige Richtung. Daher bin ich gespannt, wo ich momentan stehe und was die Sprünge wert sind.

Die Reglementänderungen betreffen Keile und Anzug. Darauf muss man sich einstellen. Grundsätzlich dient das zu unserer Sicherheit, von daher ist es gut, und ich glaube, wir haben es ganz gut hinbekommen, uns auf die Neuerungen einzustellen. Wir werden dann sehen, was die anderen Nationen über den Sommer getan haben und sind vorbereitet."

Martin Hamann
"Die Vorfreude darauf, zum ersten Mal überhaupt beim Weltcup-Start dabei zu sein, ist ziemlich groß. Ich habe den Quotenplatz in Wisla an dem Ort geholt, an dem jetzt auch der Weltcup startet. Damit ist die Vorfreude noch größer, weil ich damit positive Erinnerungen verbinde.

Im Sommer lief es schon ganz gut. Jetzt bin ich froh darüber, Teil der Mannschaft zu sein. Seit dem Doppelerfolg in Wisla hat sich nicht viel geändert - bis auf das Umfeld. Jetzt darf ich mit den "Großen" trainieren. Dass ich direkt beim Weltcup-Auftakt dabei sein darf, das habe ich mir ersprungen. Ich bin sehr zufrieden wie es aktuell läuft und versuche, alles dafür zu geben, dass es auch so bleibt.

Die Sache an sich verändert sich nie: Wir haben überall einen Balken, einen Radius, den Absprung und dann - das beste Gefühl überhaupt - zu fliegen. Sicherlich ist die Landung in Wisla eine Schwierigkeit. Die Präparation ist nicht einfach und damit auch die Landung nicht. Der Gegenhang hat auch seine Tücken, was es doppelt schwer machen könnte. Aber prinzipiell bleibt Skispringen das Gleiche, egal ob in Oberstdorf oder in Wisla. Es kommt darauf an, entspannt zu bleiben und sein Zeug zu machen. Ich möchte jeden Tag nutzen und alles, was dazugehört, aufsaugen. Ich kann nur das machen, was ich kann, und das sollte genug sein."

Pius Paschke
"Der Sommer war so weit ganz cool. Auch wenn es keine internationalen Wettkämpfe gab, konnten wir doch gut trainieren. Ich habe mich, wie in den letzten Jahren auch, gut weiterentwickeln können. In habe auch in diesem Sommer gemerkt, dass nochmal was vorwärtsgegangen ist. Von daher freue ich mich sehr auf die Saison. Ich bin gesund und höchst motiviert. Natürlich bin ich gespannt, was da in Wisla auf uns zukommt. Ich hoffe, dass wir uns in erster Linie auf das Skispringen konzentrieren können und das ganze Drumherum nicht so viel Streß auslöst."

Constantin Schmid
"Jetzt geht es endlich wieder los mit dem Weltcup. Ich bin heiß und freue mich, dass jetzt endlich wieder ein internationaler Wettkampf stattfindet. Wenn auch ohne Zuschauer, aber jetzt ist es erstmal wichtig, dass wir wettkämpfen können. Ich fühle mich aktuell sehr gut.

Ich denke ich bin auf Kurs, um gute Leistungen bringen zu können. Ich bin mit meiner Vorbereitung zufrieden. In der letzten Saison bin ich hin und wieder über das Ziel hinausgeschossen und habe nach einem guten Durchgang überpacet, daran habe ich gearbeitet, das will ich in den Griff bekommen.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich an die letzte Saison anknüpfen und auch in dieser Saison wieder nach vorne springen kann."

Andreas Wellinger

"Es wurde Zeit, dass es jetzt endlich wieder mit den Wettkämpfen losgeht. Ich durfte meinen letzten Wettkampf im März 2019 bestreiten. Nach einem Jahr und acht Monaten wird's wirklich Zeit. Daher freue ich mich extrem, dass es wieder losgeht.

Es war eine lange und schwere Phase für mich, mich nach der Knieverletzung wieder zurückzukämpfen. Ich konnte aber gut trainieren. Der Körper funktioniert gut. In der Vorbereitung ging es, wie so oft im Skispringen, mal besser, mal schlechter - aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Mein Ziel ist es, Routine zu sammeln, mich mit einer Startnummer mit den anderen messen zu dürfen. Ich muss erstmal wieder in die Wettkämpfe reinkommen, Punkte sammeln, und darf nicht gleich Podestplätze erwarten. Klar ist das ein Ziel. Aber jetzt am Anfang gilt es, wieder in den Wettkampfrhythmus reinzukommen. Wir werden hoffentlich als starkes deutsches Team den Winter bestreiten, wie auch immer er werden wird. Wir werden unser Bestes zeigen!"


TV-ÜBERTRAGUNGEN WELTCUP IN WISLA (POL)
Die Weltcup-Springen in Wisla werden im Ersten und von EUROSPORT übertragen. Die Sendezeiten des Ersten finden Sie hier, die Sendezeiten von EUROSPORT finden Sie hier.
2020-11-17
Stand: 01.12.2020