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Informationen und Aufgebote zu den IBU Biathlon-Weltmeisterschaften 2021 auf der Pokljuka (SLO)

07.02.21
Biathlon
Vom 10. bis 21. Februar kämpfen die Biathletinnen und Biathleten bei den IBU Biathlon-Weltmeisterschaften in Pokljuka (SLO) um Titel und Medaillen. Die Sportführung des Deutschen Skiverbandes hat zehn Athletinnen und Athleten für die Biathlon-Weltmeisterschaften in Slowenien nominiert.
Newsletter I
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IBU BIATHLON-WELTMEISTERSCHAFTEN auf der POKLJUKA 2021
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Pokljuka (SLO)
- Mi., 10.02.2021, 15:00 Uhr (MEZ): Mixed-Staffel, 4 x 6 km
- Fr., 12.02.2021, 14:30 Uhr (MEZ): Herren Sprint, 10 km
- Sa., 13.02.2021, 14:30 Uhr (MEZ): Damen Sprint, 7,5 km
- So., 14.02.2021, 13:15 Uhr (MEZ): Herren Verfolgung, 12,5 km
- So., 14.02.2021, 15:30 Uhr (MEZ): Damen Verfolgung, 10 km
- Di., 16.02.2021, 12:05 Uhr (MEZ): Damen Einzel, 15 km
- Mi., 17.02.2021,
14:30 Uhr (MEZ): Herren Einzel, 20 km
- Do., 18.02.2021, 15:15 Uhr (MEZ): Single-Mixed-Staffel
- Sa., 20.02.2021, 11:45 Uhr (MEZ): Damen Staffel, 4 x 6 km
- Sa., 20.02.2020, 15:00 Uhr (MEZ): Herren Staffel, 4 x 7,5 km
- So., 21.02.2021, 12:30 Uhr (MEZ): Damen Massenstart, 12,5 km
- So., 21.02.2021, 15:15 Uhr (MEZ): Herren Massenstart, 15 km


AUFGEBOT


Damen
- Maren Hammerschmidt (SK Winterberg)
- Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Janina Hettich (SC Schönwald)
- Vanessa Hinz (SC Schliersee)
- Franziska Preuß (SC Haag)

Herren
- Benedikt Doll (SZ Breitnau)
- Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl)
- Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain)
- Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld)
- Roman Rees (SV Schauinsland e.V.)


AKTUELLE INFORMATIONEN UND STATEMENTS

Mark Kirchner (Bundestrainer Biathlon)
"Wir haben die Europameisterschaften genutzt, um uns ein Bild über die weiteren potenziellen WM-Athleten zu verschaffen. Johannes Kühn hat sich schließlich mit sehr guten Leistungen durchgesetzt.

In Obertilliach haben wir an ein paar Kleinigkeiten gearbeitet. Umfänge und Intensitäten müssen in einem ausgewogenen Verhältnis gehalten werden, sodass wir frisch in Richtung WM fahren können. Wir hatten in Obertilliach sehr gute Bedingungen. Alle Athleten sind gesund und konnten gut trainieren.

Das Team hat eine gute Leistungsfähigkeit und ein gutes Niveau erreicht. Unser Manko war, dass wir es bisher mit zu wenig Konstanz abrufen konnten. Das hat uns ein Stück weit limitiert. Die internationale Konkurrenz ist auch mit einer Vielzahl an Athleten ganz vorne mit dabei. Da muss man schon erstmal in den Top-10 oder Top-6 dabei sein. Dafür ist eine sehr hohe Qualität notwendig. Dass man die nicht jeden Tag abrufen kann, ist normal.

Die Besetzung des Sprints haben wir bei den Herren schon entschieden, damit sich die Athleten auf ihre individuelle Wettkampfvorbereitung einstellen können. Neben Arnd Peiffer, Erik Lesser und Benedikt Doll wird Johannes Kühn im Sprint starten. Er ist aktuell konditionell stärker als Roman Rees. Im Einzel wird dann Roman zum Zug kommen. Er kann im Schießen die Trefferleistung bringen, das ist seine Stärke. Er wird sich nun erstmal konsequent auf den Einzel vorbereiten.

In der Staffel wollen wir – wie immer – um eine Medaille mitlaufen. Wenn es eine zusätzliche Medaille in einem Einzelrennen werden würde – egal welche und egal in welchem Rennen – können wir zufrieden sein."

Kristian Mehringer (Ltd. Disziplin-Trainer Damen)
"Mit Obertilliach haben wir einen guten Ort für unsere Vorbereitung gefunden. Die Bedingungen waren top, das Wetter hat perfekt gepasst. Die Mädels sind locker drauf. Wir haben noch einmal Selbstvertrauen aufgebaut, am Schießstand mit den Schießstandzeiten und entschlossenem Schießen gearbeitet, und beim Laufen an einem guten Körpergefühl und einer sauberen Technik.

Die Motivation ist bei allen da, auch wenn es ohne Zuschauer besondere Weltmeisterschaften werden. Die Emotionen kochen dann nicht ganz so hoch. Wir sind auf die Bedingungen soweit gut eingestimmt. Das Wichtigste ist, dass sich die Sportler auf sich und ihre Leistung konzentrieren. Medaillen werden genauso vergeben, egal ob mit oder ohne Zuschauern.

Die WM-Norm haben vier Mädels erreicht. Vanessa Hinz hat eine aufsteigende Form gezeigt, auch wenn sie die WM-Norm nicht ganz geschafft hat. Wir haben in Antholz gesehen, was sie im Stande ist zu leisten, vor allen Dingen für die Staffel. Bei Maren Hammerschmidt müssen wir natürlich schauen, wo die Entwicklung hingeht. Die anderen drei haben ihre Leistungen schon gebracht und sind in guter Form.

Die Saison ist bisher eher durchwachsen gelaufen. Natürlich haben wir uns ein bisschen mehr vorgenommen, vor allen Dingen nach Weihnachten. Da wollten wir konstanter in Richtung Podest laufen. Das ist nicht ganz aufgegangen, ein paar Kleinigkeiten haben noch gefehlt. Oftmals im läuferischen Bereich, aber zum Beispiel speziell in Antholz auch am Schießstand. Wir haben daraus gelernt und legen jetzt den vollen Fokus auf die WM. Dort wird wieder bei Null gestartet und wir wollen natürlich soweit wie möglich vorne mitmischen.

Die Einsatzplanung für die Rennen legen wir vor Ort fest. Mixed-Staffeln sind immer sehr eng, weil jede Nation hochklassige Sportler stellt, von Platz 1 bis 10 kann da alles möglich sein. Die Männer besetzen diesmal die ersten beiden Positionen und die Damen laufen die 3 und 4. Ich denke, das kommt uns entgegen, denn in den Damen-Staffeln haben wir gezeigt, dass die Positionen gut besetzt sind. Wenn wir in den Einzelrennen ein bis zwei Medaillen holen, dann können wir zufrieden sein. In den Staffeln haben wir natürlich immer den Anspruch, aufs Podest zu laufen. In der Mixed-Staffel und der Single-Mixed-Staffel ist immer alles offen, das wäre noch eine Zugabe."

Maren Hammerschmidt

"Ich freue mich riesig auf Pokljuka! Endlich mal wieder eine WM, bei der ich live dabei sein darf. Das habe ich in Antholz und Östersund leider verpasst, deswegen bin ich echt happy, dass es dieses Jahr geklappt hat. Ich hoffe, dass ich mir in Obertilliach eine gute Form erarbeiten konnte. Die Bedingungen waren traumhaft und die Stimmung ist gut.

Meine Saison ist in Kontiolahti richtig gut losgegangen, das war für mich auch sehr wichtig. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass es danach besser weitergeht. Es waren schon einige Tiefs dabei, gerade der Januar war wirklich schwierig. Sicherlich gibt es Gründe dafür, warum das ein oder andere nicht funktioniert hat. Ich schaue jetzt nach vorne, versuche jeden Tag mein Bestes zu geben und am Ende werde ich sehen, was dabei rauskommt.

Wir haben eine starke Mannschaft. Ich bin froh, wenn ich laufen kann, das ist das große Ziel bei der WM. In welchem Rennen es dann sein wird, das weiß ich noch nicht. Ich versuche einfach mal, die WM-Stimmung wieder aufzusaugen. Klar wird das dieses Jahr ganz anders, aber daran haben wir uns über die Saison auch schon gewöhnt. Die Spannung können wir auch ohne Zuschauer aufrecht erhalten und wir versuchen dann, für uns im kleinen Rahmen eine gute Stimmung aufzubauen. Wenn man erfolgreich ist, kommt die so oder so auf. Wir sind dankbar, dass wir mit den Bubbles unsere Leute um uns herum haben, dass wir noch reisen dürfen und dass die WM überhaupt stattfindet."

Denise Herrmann
"In Obertilliach ging es darum, sich ein gutes Gefühl zu erarbeiten - für mich speziell am Schießstand. Pokljuka ist ja auch ein bisschen höher gelegen, da konnten wir uns in Obertilliach gut anpassen. Auch das Team hat sich im Training nochmal gut formiert, sodass wir mit geballter Teamstärke zur WM anreisen. Auch als älterer Athlet merkt man, wie wichtig es ist, dass das Team gut harmoniert und man sich gegenseitig zur Seite steht. Es ist unter den Corona-Richtlinien schon schwieriger, diesen Teamgeist auszuleben. Wir sitzen an den Tischen immer sehr weit auseinander und immer mit denselben Personen. Wir versuchen dennoch das Beste daraus zu machen.

Der Einstieg in diese Saison in Kontiolahti war gleich richtig gut. Davon war ich selber überrascht. Ich hatte auch ein großes Ziel. Der Plan ist ja immer das eine, die praktische Umsetzung das andere. Biathlon ist eben ein Sport, bei dem so viel zusammenpassen muss und bei dem man gerade beim Schießen nichts erzwingen kann. Die anderen haben im Sommer natürlich auch nicht geschlafen. Mir sind ein paar Fehler zu viel passiert und ich bin nicht so zufrieden wie es bisher am Schießstand gelaufen ist. Aber ich weiß aus der Vergangenheit, dass mir die zweite Saisonhälfte deutlich besser von der Hand geht. Ich hoffe, dass das dieses Jahr wieder ähnlich wird. Ich bin auf jeden Fall motiviert, gebe mein Bestes und denke, dass ich meine Hausaufgaben gemacht habe.

Pokljuka ist schon ein kleiner Meilenstein in meiner Biathlonkarriere. Dort hatte ich meinen ersten Weltcup-Einsatz im Dezember 2016 und habe dort in der vergangenen Saison zum ersten Mal in einem Einzelwettkampf viermal Null geschossen und gewinnen können. Die Strecken liegen mir ziemlich gut. Ich bin froh, dass sie nochmal verschärft wurden. Die Anstiege sind länger geworden und kurventechnisch muss man einige Skills draufhaben. Ich bin gespannt wie die anderen drauf sind. Viele sind sehr stark geworden in diesem Jahr und das Feld ist sehr eng beieinander. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, viele Mädels aus unserem Team können vorne mit angreifen. Gestärkt und mit mentaler Frische fahren wir zur WM."

Janina Hettich

"Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaften auf der Pokljuka ist sehr groß. Antholz hat gezeigt, dass meine Form bergauf geht. Ich bin positiv überrascht und habe im Training gesehen, dass es im Schießen deutlich besser geht und ich viel mehr Sicherheit habe. Läuferisch lief es am Anfang der Saison noch nicht ganz so gut, das wurde jetzt aber auch Stück für Stück besser.

Ich schaffe es in dieser Saison am Schießstand bei mir zu bleiben und konzentriere mich auf die technische Umsetzung. Ich denke beim Schießen nicht so viel über das Ergebnis nach. Beim Vorbereitungslehrgang in Obertilliach habe ich versucht, das gute Gefühl am Schießstand beizubehalten. Ich habe ein paar gute schnelle Einheiten gemacht, um Lockerheit und Sicherheit im Laufen zu bekommen. Es war ein cooles Trainingslager und eine gute Einstimmung auf die WM.

Zunächst hoffe ich, dass ich bei der WM mehr als ein Rennen laufen kann, denn letztes Jahr war die WM nach dem Sprint sehr schnell zu Ende. Der Sprint wird vermutlich mein erstes Rennen auf der Pokljuka sein. Ich hoffe, dass ich da an die Ergebnisse vom Januar anknüpfen kann, gerade an die gute Schießleistung. Mein Ziel ist es, mich für die Staffel anzubieten. Eine WM-Staffel ist immer super spannend. Der Teamspirit ist besonders und man läuft nicht nur für sich alleine, sondern für das ganze Team. Wir waren jetzt zweimal auf dem Podest und wenn wir alle gut drauf sind, dann haben wir gute Medaillenchancen.

Ich habe meine Bachelorarbeit fertiggeschrieben. In Obertilliach musste ich mich noch auf die Präsentation vorbereiten. So eine Ablenkung ist manchmal gar nicht so schlecht, aber natürlich lag der Fokus auf dem Sport."

Vanessa Hinz
"Pokljuka gehört zu meinen drei Lieblingsorten im Weltcup. Der Weltcup hat etwas Familiäres. Die Strecken mag ich auch sehr gerne. Für die WM wurden sie jetzt ein wenig geändert, es ist ein langer Anstieg drin, aber man kann viel im 1:1 laufen, das mag ich gern. Deswegen freue ich mich echt drauf.

Die Saison habe ich mir bislang ganz anders vorgestellt. Die Tests im Sommer waren echt gut und ich bin mit breiter Brust in die Saison gestartet. Dann war es im Winter gar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich habe mir jetzt etwas Ruhe gegönnt, denn mehr trainieren geht eigentlich nicht. Ich versuche, aus diesem Jahr zu lernen, sowohl mental als auch in sportlicher Hinsicht.

Antholz hat mir vor der WM schon noch einmal gut getan. Da habe ich gesehen, dass die Formkurve nach oben geht. Die Schießleistung ist dieses Jahr relativ konstant. Wenn ich bei der WM dann noch so laufe wie in Antholz, wäre ich auch auf der Strecke zufrieden. Da habe ich gemerkt, es geht wieder was, man kann wieder ein bisschen agieren und nicht nur mitlaufen und sich über Wasser halten. Der Staffel-Erfolg aus Oberhof hat auch noch einmal gepusht. Ich freue mich dabei zu sein und dann schauen wir mal, was kommt."

Franziska Preuß

"Ich freu mich auf die WM, bin motiviert und zuversichtlich. Die Basis passt richtig gut. Ich weiß aber: Um wirklich ganz vorne mit dabei zu sein, muss ich schon einen sehr guten Tag erwischen. Da muss viel zusammenpassen. Aber dafür trainieren wir das ganze Jahr. Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn dann ein Topresultat dabei herauskommt.

Ich spüre keinen größeren Druck. Ich gehe mit der gleichen Einstellung in die WM wie in anderen Jahren auch. Ich möchte dort meine beste Leistung abrufen und für mich ein gutes Rennen machen, mit dem ich zufrieden sein kann. Alles andere habe ich nicht in der Hand.

Die Strecke auf der Pokljuka ist jetzt nochmal härter geworden. Grundsätzlich mag ich die Runden dort recht gerne. Sie sind sehr abwechslungsreich. Die Abfahrten sind nicht leicht, da ist der Erholungswert nicht so groß. Man muss immer achtsam sein. Aber darauf stellen wir uns im Vorfeld ein. Den Schießstand finde ich recht angenehm. Man hat Zeit, sich mental aufs Schießen einzustellen.

Ich habe auf der Pokljuka schon einige gute Rennen gemacht. Das hilft, mit einer positiven Grundeinstellung in die Rennen zu gehen. Natürlich ist eine Weltmeisterschaft ein Saisonhöhepunkt. Aber von der Herangehensweise ist es nichts anderes als jeder andere Weltcup auch.

In Obertilliach war es das Ziel, nochmal Konstanz ins Schießen zu bringen. Läuferisch ging es nach Antholz erstmal darum, wieder frisch zu werden. Danach habe ich besonders auf meine Körperspannung und die richtige Technik auf dem Ski geachtet. Es waren sehr gute Trainingstage in Obertilliach bei Top-Bedingungen."

Benedikt Doll

"Mir ist in dieser Saison sowohl das Schießen als auch das Laufen schon gut gelungen, aber nie beides zugleich. Am Anfang vom Winter habe ich eigentlich sehr gut geschossen, bin aber läuferisch nicht so gut hinterhergekommen und hatte auch noch Probleme mit den Ski. Jetzt versuche ich zu den Weltmeisterschaften alles auf einen Punkt zusammen zu kriegen.

Einen großen Schritt kann man im Vorbereitungslehrgang nicht mehr machen, aber man kann sich wieder Sicherheit zurückholen. Flüchtigkeitsfehler, die vor allem am Schießstand durch die vielen Wettkämpfe zustande kommen, kann man sich wieder abtrainieren.

Ich freue mich erst einmal auf den Sprint am ersten Wochenende. Das ist ein Wettkampf, bei dem die Chancen groß sind, ein gutes Rennen zu machen. Bis zu den Staffeln ist es noch ein Stück Arbeit.

Die Pokljuka liegt in der Höhe und es gibt lange Anstiege, das liegt mir ganz gut. Der Zieleinlauf geht leicht bergab, da kommt es nicht so sehr auf einen Zielsprint an. Der ist nicht so meine Spezialität.

Ich finde, es ist schon wesentlich schwieriger geworden eine Top-Platzierung zu erreichen als noch vor ein paar Jahren. Es muss wirklich alles zusammenpassen. Einfach wird es definitiv nicht. Mein Ziel ist es, nicht irgendwelche Fehler zu machen, über die ich mich ärgern muss. Wenn ich behaupten kann, ein gutes Rennen gemacht zu haben, und ich mir nichts vorwerfen kann, dann bin ich zufrieden."

Johannes Kühn

"Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es in diesem Jahr nichts mit einem Start bei der WM wird. Deswegen war die Überraschung für mich groß. Natürlich ist es schön, mit zu einer WM zu fahren. Aber trotzdem bin ich mit meinen bisherigen Leistungen nicht ganz zufrieden.

Die Bronzemedaille bei der EM war prinzipiell sehr schön. Es war meine erste Medaille im Herrenbereich seit der JWM. Aber trotzdem war das Rennen nicht 100 Prozent gut mit 2 Fehlern. Die Platzierung hat mich trotzdem sehr gefreut. Das Programm war hart – von Antholz direkt nach Polen und dann weiter nach Obertilliach.

Seit Weihnachten zeigt meine Formkurve schon nach oben. Ich hoffe, dass das so weitergeht und ich es schaffe, einen guten WM-Sprint zu machen. Ich mag Pokljuka und habe dort schon gute Rennen gemacht. Der Schießstand liegt mir prinzipiell auch gut. Natürlich kommt es auch auf die Tagesform und die Situation an. Aber Pokljuka ist eher ein gutes Pflaster für mich."

Erik Lesser

"Die Erleichterung ist schon groß darüber, dass ich es im Sommer geschafft habe, meine Form wieder zu finden. Dass ich es mir selbst zeigen konnte, es aus eigener Kraft zur WM zu schaffen und mich dort für die Einzelwettkämpfe empfehlen zu können. Ich weiß nach der vergangenen Saison wie es ist, zu fallen und wieder aufstehen zu müssen oder zu wollen.

Grundsätzlich passt meine aktuelle Form. Die Staffelrennen sind mir in diesem Jahr wirklich sehr gut gelungen. Mich ärgert es aber, dass ich das dritte Wochenende oftmals nicht so hinbekomme, weil die Körner fehlen. Läuferisch bin ich in Antholz ganz schön auf dem Zahnfleisch gekrochen.

Ich freue mich sehr, bei einer WM wieder in einem Einzelrennen am Start zu sein. In meinen Sprints konnte ich mir meistens eine gute Ausgangsposition für den Verfolger sichern. Sollte es so kommen, habe ich schon das Zeug dazu, in Pokljuka zu zeigen, dass ich wieder an meine alten Leistungen anknüpfen kann. Natürlich freue ich mich auch auf die Staffeln. Ich wünsche mir, dass wir mannschaftlich alle vier einen guten Tag erwischen und wir uns so präsentieren, wie es uns gerecht wird. Wir würden uns bei der Staffel in Pokljuka schon gerne selbst verwirklichen. Die Goldmedaille wird aber wahrscheinlich nach Norwegen gehen.

In einem Einzelrennen möchte ich eine Medaille nicht als Ziel angeben. Aber die Top-Ten sollten drin sein. Vordergründig stand und steht für mich nicht das Ergebnis, sondern meine Rennen an sich. Dass ich in Topform anreise und im Ziel weiß, ich hab alles gegeben.

Die 4-Kilometer-Runde auf der Pokljuka ist wirklich hart. Das wird kein Kinderspiel. Grundsätzlich finde ich die Veränderungen gut. Der Zieleinlauf hat keinen Bergab-Sprint-Charakter mehr. In der Vergangenheit wusste man oft schon 400 Meter vorher, wer gewinnen wird. Das ist jetzt besser geworden."

Arnd Peiffer

"Die Spannung steigt. Sie ist auch nach wie vor genauso groß wie in anderen Jahren, auch wenn es meine elften Weltmeisterschaften sind. Wenn diese Spannung nicht mehr da wäre, wäre es tatsächlich Zeit aufzuhören.

Viele andere Nationen haben sich wie wir in Obertilliach auf die WM vorbereitet. Obertilliach hat eine ähnliche Höhe wie das Stadion auf der Pokljuka. Man kann in einer Woche WM-Vorbereitung natürlich keinen kompletten Trainingsaufbau machen. Nach Antholz haben wir uns eine Woche lang dem regenerativen Training gewidmet – also lockere und ruhigere Einheiten. Ich war auch im Kraftraum, um wieder Spannung in den Körper zu kriegen. Das bringt man in der Rennphase kaum unter. In Obertilliach war alles etwas komprimiert: drei Tage Grundlagenausdauer, am Ende dann harte Einheiten mit hohen Intensitäten auf kürzeren Runden. Um den Körper wieder daran zu erinnern, dass es bald wieder weh tun wird.

Im März 2014 bin ich auf der Pokljuka aufs Podest gelaufen. Das war allerdings einer meiner wenigen Toprennen bisher dort. Das liegt daran, dass es meist der dritte Weltcup im Dezember war und es nicht gerade einfach ist, platt und angeschlagen auf mittlerer Höhe Rennen zu laufen. Aber: Die WM ist an einem anderen Zeitpunkt. Die Situation ist also eine andere. Ich freue mich, dass ich mich diesmal gut auf Pokljuka vorbereiten konnte und die Strecken dieses Mal in guter Verfassung in Angriff nehmen kann. Wenn ich weiß, ich habe das Bestmögliche rausgeholt, dann kann ich auch zufrieden sein. Auch wenn es am Ende keine Medaille wäre. Aber natürlich würde ich gerne mit einer Medaille im Gepäck nach Hause fahren."

Roman Rees

"Ich freue mich sehr auf die Weltmeisterschaften. Eine WM ist natürlich immer etwas Besonderes. Bei mir dauert es mit dem ersten Start allerdings noch etwas. Ich werde beim Einzel in der zweiten WM-Woche zum Einsatz kommen.

Die bisherige Saison lief nicht immer so wie ich es mir gerne gewünscht hätte. Die Staffeln liefen dafür fast optimal. Mit Antholz war ich dann aber doch wieder recht zufrieden und ich hoffe, dass ich mich über eine gute Vorbereitung bei der WM noch mehr steigern kann.

Engelbert Sklorz war in Obertilliach auch mit dabei. Wir haben mit ihm Laser geschossen. Wenn er mit am Schießstand ist, variieren wir auch immer mal die Schießübungen. Es wird immer mal ein neuer Reiz gesetzt.

Bei einer WM macht man seine Leistung schon an Platzierungen fest. Ich möchte ein Einzel absolvieren, bei dem ich maximal einen Fehler schieße. Meistens ist das dann gleichbedeutend mit einer Top-10-Platzierung. Außerdem hoffe ich darauf, mich für die Staffel anbieten zu können. Da ist das Ziel immer eine Medaille. Ein vierter Platz im Weltcup ist nicht so tragisch. Aber bei einer WM ist der Cut zwischen Platz vier und dem Podest schon nochmal viel größer."


TV-ÜBERTRAGUNGEN WELTCUP IN POKLJUKA (SLO)
Die Rennen der Biathlon-WM in Pokljuka werden im Ersten und im ZDF sowie von EUROSPORT und EUROSPORT 2 übertragen. Die Sendezeiten des Ersten finden Sie hier, die des ZDF hier, die Sendezeiten von EUROSPORT und EUROSPORT 2 finden Sie hier.
2021-02-07
Stand: 03.12.2021