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Marina Wallner beendet ihre Karriere

18.03.21
Ski Alpin
Die alpine Skirennfahrerin Marina Wallner (SC Inzell) verabschiedet sich aus dem Leistungssport. Die 26-jährige Bundespolizistin möchte sich fortan ihrer beruflichen Zukunft widmen.
Marina Wallner
Technik-Spezialistin Marina Wallner beendet ihre sportliche Laufbahn im alpinen Rennsport. Nach einem Kreuzbandriss im November 2018 konnte die Inzellerin im Winter 2019/2020 noch solide Leistungen zeigen. In der Vorbereitung auf die laufende Saison hatte sie dann mit dem Pfeifferschem Drüsenfieber zu kämpfen und konnte kaum noch in das internationale Wettkampfgeschehen eingreifen.

"In den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass ich trotz großen Engagements meine persönlichen Ziele nicht mehr erreichen konnte", begründet sie ihre Entscheidung. "Es war immer mein Anspruch, den Rennsport in aller Konsequenz zu leben. Aber wenn der Körper nicht mehr so belastbar ist, wie man sich das wünscht, dann leidet die Motivation und es ist Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Ich hatte eine wirklich schöne Zeit und habe viele wertvolle Erfahrungen als Skirennfahrerin sammeln dürfen. Allen, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben, der Bundespolizei, Sponsoren, Fans und ganz besonders meiner Familie, danke ich von Herzen."

Weltcup-Debüt 2013 in Levi
Marinas erster Trainer war ihr Vater. Im örtlichen Skiclub, dem SC Inzell, wurde sie gefördert. Um ihre sportliche Karriere voranzutreiben, wechselte sie auf die Christophorus-Schule in Berchtesgaden. Im Winter 2013/14 erarbeitete sich die Bundespolizistin über den Europacup einen Fixstartplatz für den Slalom-Weltcup und feierte ihr Weltcup-Debüt im November 2013 in Levi. In der gleichen Saison gewann sie drei Bronze-Medaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Jasna.

Verletzungen und der lange Weg zurück in den Weltcup
Im Januar 2015 verletzte sich Marina am Sprunggelenk, im November folgte ein Kreuzbandriss, was eine Zwangspause im Weltcup-Winter 2015/2016 zur Folge hatte. 2016/17 konnte die Inzellerin ein gelungenes Comeback feiern: Im Slalom von Squaw Valley fuhr sie mit Platz sieben das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere ein. Nach einer Olympia-Teilnahme 2018 in Pyeongchang zog sie sich im November des gleichen Jahres erneut einen Kreuzbandriss zu und musste die Saison vorzeitig beenden. Nach ihrem Comeback im letzten Winter zeigte Marina mit drei Top-30-Platzierungen und drei FIS-Slalomsiegen noch einmal ihr Potenzial.

Pläne für die Zukunft
Durch ihre Verletzungshistorie haben therapeutische Prävention und Rehabilitation in Marinas Karriere eine wichtige Rolle gespielt. Nach ihrer aktiven Laufbahn möchte die 26-Jährige deshalb selbst eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnen.
2021-03-18
Stand: 22.06.2021