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Ziel: Heimischen Ski-Nachwuchs professionell fördern

12.02.19
News
Westdeutscher, Hessischer und Deutscher Skiverband gründen gemeinnützige GmbH als erstes länderübergreifendes Pilotprojekt im Deutschen Skiverband.
Leistungssport gGmbH DSV/WSV/HSV
Sie sollen möglichst an die Weltspitze, die ambitionierten Nachwuchs-Athleten des Westdeutschen (WSV) und des Hessischen Skiverbandes (HSV). Beste Beispiele sind aktuell Skispringer Stefan Leyhe und die Biathletinnen Maren Hammerschmidt und Nadine Horchler, ausgebildet am Bundestützpunkt Ski Willingen/Winterberg und mittlerweile mit vielen Medaillen dekoriert. Um die Nachwuchstalente noch intensiver zu fördern, haben beide Skiverbände gemeinsam mit dem Deutschen Skiverband (DSV) eine gemeinnützige GmbH zur Förderung des Ski-Leistungssports in NRW und Hessen gegründet. Der Leistungssport wird somit zukünftig nicht mehr ehrenamtlich in den Verbänden, sondern professioneller in der Leistungssport GmbH geführt.

Ziel der gGmbH als erstes länderübergreifendes Pilotprojekt im deutschen Skisport ist es, den Leistungssport insbesondere in der Nachwuchsarbeit gemeinsam mit den Ski-Internaten, den beiden Eliteschulen des Sports in Winterberg und Willingen sowie den beteiligten Vereinen professioneller aufzustellen und zu strukturieren.

Der Sitz der neuen Organisation ist Winterberg. An der Spitze stehen Heike Bienstein als Geschäftsführerin, die lange als Vereinskoordinatorin beim größten südwestfälischen Sportverein, dem TV Arnsberg, tätig war, sowie Jochen Behle als Sportdirektor und Thomas Grellmann als Leiter des Bundesstützpunktes.

"Wir benötigen nachhaltige Strukturen, eine effizientere Verwendung der finanziellen Mittel sowie klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche, um erfolgreich zu sein und auch langfristig das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen. Denn ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz sind sportliche Erfolge nicht möglich", so Heike Bienstein.

"Es geht darum, die Nachwuchsförderung noch mehr in den Fokus zu rücken und vor allem die Rahmenbedingungen für Trainer und Athleten noch professioneller aufzustellen. Dafür stehen mit Jochen Behle, der die Bereiche Biathlon, Langlauf, Skisprung und Nordische Kombination übergeordnet im Sport verantwortet, sowie mit Thomas Grellmann als Leiter des Bundesstützpunktes zwei erfahrene Experten an der Spitze", sagt die Sportdirektorin des DSV, Karin Orgeldinger, die sich auch darüber freut, dass es in Kooperation mit dem WSV und HSV gelungen ist, eine weitere Anerkennung des Stützpunktes über die nächsten vier Jahre zu erreichen.

Auf der Agenda ganz oben stehen in den kommenden zwei Jahren deshalb zunächst Strukturentwicklungen, um die gemeinnützige GmbH im Leistungssport Ski erfolgreich zu positionieren. Im April wird es im Rahmen der Saisonnachbesprechung bereits ein erstes Fazit zum Stand der Entwicklungen der gGmbH geben. Bis Oktober sollen erste strukturelle Maßnahmen umgesetzt werden. Die Erarbeitung einer effizienten Arbeitsstruktur sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht soll nach dem Willen der Länder NRW und Hessen sowie der drei beteiligten Wintersportverbände dann innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.

In diesem Zusammenhang betonten die Präsidenten der Wintersportverbände Dr. Werner Weigelt (HSV), Matthias Birkenholz (WSV) und Dr. Franz Steinle (DSV), dass ohne die Unterstützung der Verantwortlichen auf Seiten der Länder und der Landessportbünde dieses ambitionierte Projekt nicht realisierbar wäre.

"Sowohl in den Internaten als auch in den Eliteschulen, Vereinen und Verbänden wird hervorragende Arbeit geleistet. Insbesondere das Engagement der ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Eltern ist da nicht hoch genug zu bewerten. Mit der neuen Gesellschaft möchten wir diese Leistung professioneller unterstützen, damit das Engagement auch durch entsprechende Erfolge honoriert wird", so Michael Beckmann, Vizepräsident Finanzen des WSV, der zudem als Tourismus-Direktor Winterbergs über sportliche Erfolge heimischer Athleten auch auf einen positiven Image-Effekt für die gesamte Region setzt und mit Dr. Weigelt Motor bei der Entwicklung der neuen Strukturen war. Für Beckmann ist dies ein erster Schritt, um die Strukturen für das leistungssportliche Umfeld am Stützpunkt Winterberg/Willingen insgesamt zu verbessern.
2019-02-12
Stand: 23.08.2019