Anton Tremmel beendet Karriere
20.04.2026
Anton Tremmel vom SC Rottach-Egern beendet seine Karriere als alpiner Skirennfahrer. Der 31-jährige Sportsoldat möchte sich fortan seiner beruflichen Zukunft widmen.
Anton Tremmel

Anton Tremmel hängt nach 17 Jahren Rennsport seine Ski an den berühmten Nagel. "Der Zeitpunkt ist gekommen, um einen Schlussstrich zu ziehen", sagt Anton. "Es waren extrem schöne und spannende Jahre im Rennsport. Dafür bin ich sehr dankbar, und ich möchte mich bei allen bedanken, die mir meine Karriere ermöglicht haben: Allen voran bei meiner Familie, meinem Skiclub, meinen Sponsoren und natürlich bei meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr."

Weltcup-Debüt in Zagreb
Sein Weltcup-Debüt gab Anton Tremmel im Januar 2018 in Zagreb. Insgesamt bestritt der Oberbayer 70 Weltcup-Rennen für den Deutschen Skiverband. Sein bestes Ergebnis erzielte er beim Slalom von Adelboden 2023 mit Rang 13. Mit weiteren Top-30-Ergebnissen zeigte der Deutsche Meister im Slalom von 2021 immer wieder sein Potenzial.

WM-Teilnahme, Verletzungen und der Kampf zurück in den Weltcup
Bei den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2019 in Are fuhr Anton im Parallel-Team-Bewerb mit Platz vier nur knapp an einer WM-Medaille vorbei. Zwei Jahre später jubelte er dann beim Weltcup-Finale in Soldeu als Teil der drittplatzierten Mannschaft vom Podest. 
2023 warf den Technikspezialist eine Knorpelverletzung im linken Knie zurück. Im Winter darauf konnte er wieder ins Renngeschehen eingreifen und fuhr mit Platz 21 und 23 bei den Slaloms in Madonna di Campiglio und Kitzbühel in die Punkteränge.

Pläne für die Zukunft
"Ich werde mich jetzt erstmal beruflich neu orientieren und könnte mir unter anderem ein Verbundstudium mit praktischer Ausbildung im Bereich Elektrotechnik vorstellen. Der Skisport, meine große Leidenschaft, wird aber auch in Zukunft ein Teil meines Lebens bleiben."

Wolfgang Maier, Sportvorstand im Deutschen Skiverband:
"Anton Tremmel war über viele Jahre hinweg ein fester Bestandteil der Weltcup-Technikmannschaft. Trotz einer schweren Knieverletzung kämpfte sich der Team-Player in den Weltcup zurück und ließ immer wieder mit guten Leistungen aufhorchen. Wir wünschen Anton alles Gute für die Zukunft und hoffen, dass er unserem Sport weiterhin verbunden bleibt."