Der Safe Sport Code basiert auf einem Muster des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und schafft erstmals eine einheitliche, rechtssichere Grundlage, um Gewalt im organisierten Sport vorzubeugen, sie aufzuklären und konsequent zu sanktionieren. Der Code beschreibt klar und umfassend, welche Formen physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt sowie welche Formen der Vernachlässigung im Sport auftreten können, legt Betroffenenrechte fest und definiert transparente Verfahrenswege.
Die ergänzenden Verhaltensrichtlinien bieten praxisnahe Orientierung für konkrete Situationen im Trainings-, Wettkampf- und Verbandsalltag und beruhen auf dem Selbstverständnis des DSV, ein sicheres Umfeld und eine Kultur des Hinsehens zu gewährleisten.
DSV-Präsident Jörg Flechtner betont die Bedeutung des Beschlusses: "Mit der Einführung des Safe Sport Codes schaffen wir eine verbindliche Grundlage, um Vorfälle interpersonaler Gewalt konsequent aufzuarbeiten und sanktionieren zu können. Dieser Schritt gibt uns Handlungsfähigkeit und stellt sicher, dass wir unserer Verantwortung gegenüber unserem Sport und den unterschiedlichen Personengruppen gerecht werden."
"Der Safe Sport Code stärkt die Integrität des Verbandes und zeigt deutlich, dass Leistungskultur und Safe Sport ganzheitlich betrachtet werden müssen", ergänzt Andreas Schlütter, DSV-Vorstandssprecher. "Nur in einem respektvollen und sicheren Umfeld entstehen Vertrauen, Entwicklungen und nachhaltige Spitzenleistungen."
Die nun verabschiedeten Verhaltensrichtlinien des DSV wurden disziplinübergreifend in enger Zusammenarbeit mit Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Vertretungen der Vereine und Landesskiverbände sowie weiteren Fachexperten erarbeitet. Zentrales Ziel war ein Regelwerk, das den sportlichen Alltag transparent und realistisch abbildet und damit Sicherheit für alle Beteiligten schafft.
Carolin Heuberger, Beauftragte Safe Sport im DSV, betont: "Wir wollten ein Regelwerk, das in der Praxis funktioniert. Deshalb haben wir viele Perspektiven eingebunden. Die Verhaltensrichtlinien sollen Orientierung geben und eine Sportkultur fördern, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Im Breitensport genauso wie im Spitzenbereich."
Der Code ist ein weiterer wichtiger Baustein in der umfassenden Safe-Sport-Philosophie des Deutschen Skiverbandes. Unter dem Leitmotiv "Schneesport schaut hin" setzt der DSV seit Jahren auf klare Schutzkonzepte, verpflichtende Schulungen, Risikoanalysen, Ehrenkodizes, und eine offene Ansprechkultur.
Mit der frühen Umsetzung – deutlich vor der bundesweit vorgesehenen Frist – übernimmt der DSV erneut eine Vorreiterrolle und sammelt gezielt Erfahrungen, um die Landesskiverbände bei der regionalen Einführung und Umsetzung des Codes zu unterstützen.
Der Deutsche Skiverband sendet damit ein unmissverständliches Signal: Schutz, Fairness und Integrität sind Grundpfeiler eines modernen Sports. Leistung entsteht dort, wo Menschen sicher, respektvoll und wertschätzend miteinander arbeiten.
DSV führt Safe Sport Code ein – Klares Bekenntnis zu Schutz, Integrität und moderner Sportkultur
23.12.2025