DSV und Ruhpolding planen WM-Bewerbung ab 2032
05.03.2026
Der Deutsche Skiverband und die Gemeinde Ruhpolding beabsichtigen, sich erneut um die Ausrichtung von Biathlon-Weltmeisterschaften zu bewerben. Grundlage ist ein Gemeinderatsbeschluss, der vor wenigen Tagen mit sehr großer Mehrheit gefasst wurde. Da der Deutscher Skiverband derzeit die Bewerbung für die Nordische Ski-WM 2031 in Oberstdorf vorantreibt, kommt für Ruhpolding eine Bewerbung frühestens für 2032 oder 2033 infrage.
Ruhploding, Biathlon, Publikum

DSV-Präsident Jörg Flechtner begrüßt das klare Signal aus dem Chiemgau ausdrücklich. "Das ist ein starkes und wichtiges Commitment für den Biathlonsport in Deutschland. Ruhpolding steht für Qualität, Erfahrung und Begeisterung", sagt Flechtner. Mit Blick auf die Weltmeisterschaften 2023 in Oberhof betont er, dass Deutschland seine Organisationsstärke zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe.

Auch seitens der Gemeinde wird der enge Austausch mit dem Verband hervorgehoben. Hermann Hipf, Präsident des Organisations-Komitees Ruhpolding spricht von einer großen Chance für Ort und Region. "Eine Weltmeisterschaft setzt nachhaltige Impulse für Infrastruktur, Tourismus und internationale Sichtbarkeit. Wir freuen uns über den konstruktiven Dialog mit dem DSV und wollen diesen Weg gemeinsam weitergehen."

Die kommenden zwei Jahre werden DSV und Gemeinde nun gemeinsam nutzen, um ein tragfähiges und nachhaltiges Konzept zu erarbeiten und die weiteren Schritte im Verfahren abzustimmen. In den nächsten Monaten wird sich zudem entscheiden, ob die Bewerbung Oberstdorfs für die Nordische Ski-WM 2031 erfolgreich ist. Dieses Ergebnis wird Einfluss darauf haben, ob eine Bewerbung für 2032, 2033 oder gegebenenfalls für beide Jahre eingereicht wird.

Die entsprechenden Unterlagen müssen bis Mai 2028 bei der Internationalen Biathlon Union vorliegen. Die Entscheidung über die Weltmeisterschaften 2032 und 2033 fällt dann beim IBU-Kongress im Herbst 2028.

Ruhpolding war bereits mehrfach Gastgeber von Biathlon-Weltmeisterschaften, zuletzt 2012. An diese Tradition wollen Verband und Gemeinde anknüpfen und die nächsten Schritte im Bewerbungsprozess sorgfältig vorbereiten.