Informationen und Aufgebote zu den Deutschen Meisterschaften am Notschrei (GER)
01.09.2026
Von Freitag, 04.09., bis Sonntag, 06.09.2026, kämpfen die Biathletinnen und Biathleten bei den Deutschen Meisterschaften am Notschrei um Titel und Medaillen. Im Schwarzwald stehen am Freitag zunächst die Bewerbe im Einzel auf dem Programm, ehe am Samstag und Sonntag die Sprint- und Verfolgungsbewerbe starten.
Philipp Nawrath, Sommertraining Lavaze

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Biathlon Frauen/Männer, Deutsche Meisterschaft 2026
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Notschrei (GER)
- Fr., 04.09.2026, 11:00 Uhr: Frauen Einzel, 12,5 km ​
- Fr., 04.09.2026, 14:00 Uhr: Männer Einzel, 15 km
- Sa., 05.09.2026, 11:00 Uhr: Frauen Sprint, 7,5 km
- Sa., 05.09.2026, 14:00 Uhr: ​Männer Sprint, 10 km
- So., 06.09.2026, 11:00 Uhr: Frauen Verfolgung, 10 km​
- So., 06.09.2026, 13:30 Uhr: Männer Verfolgung, 12,5 km

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Weitere Informationen unter www.dmbiathlon2026.de.


AUFGEBOT Frauen
- Marlene Fichtner (SC Traunstein)
- Selina Grotian (SC Mittenwald)
- Janina Hettich-Walz (SC Schönwald)
- Julia Kink (WSV Aschau)
- Julia Tannheimer (DAV Ulm)
- Vanessa Voigt (WSV Rotterode)


AUFGEBOT Männer
- Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain)
- Philipp Nawrath (SK Nesselwang)
- Leonhard Pfund (SC Bad Tölz)
- Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld)
- Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg)
- David Zobel (SC Partenkirchen)


AKTUELLE INFORMATIONEN UND STATEMENTS

Bernd Eisenbichler, Sportdirektor Biathlon

"Wir freuen uns sehr auf die Deutschen Meisterschaften am Notschrei, weil es nach dem Ausbau für viele eine neue Wettkampfanlage ist. Viele unserer aktuellen und ehemaligen Kaderathleten kommen aus der Gegend und trainieren am Notschrei. Für sie ist es natürlich etwas ganz Besonderes, dort jetzt die Deutschen Meisterschaften bestreiten zu können.

Die Anlage wurde top ausgebaut. Der Schießstand wurde auf 30 Bahnen erweitert, und auch die Rollerstrecke wurde noch einmal ausgebaut und etwas selektiver gestaltet. Wir waren im Juli vor Ort, und ich bin mir sicher, dass es richtig gute Deutsche Meisterschaften werden. Vor Ort sieht es wirklich gut aus, der Veranstalter ist traditionell sehr gut und verlässlich. Das Wetter soll gut werden und das Rahmenprogramm bietet auch für Familien und jüngere Fans einiges.

Es ist für uns immer gut und wichtig, wenn wir Deutsche Meisterschaften auch außerhalb der beiden großen Stützpunkte Ruhpolding und Oberhof austragen können. Dort haben wir die Möglichkeit, uns einem größeren Publikum zu präsentieren, das sonst keinen direkten Kontakt zu unseren Top-Athleten hat.

Gleichzeitig können jüngere Fans und Nachwuchsathleten aus der Region Wettkämpfe auf Top-Niveau erleben. Vielleicht werden sie dadurch inspiriert, dem Biathlon treu zu bleiben oder selbst mit dem Biathlon zu beginnen. Wir diskutieren momentan auch darüber, die Deutschen Meisterschaften künftig noch stärker für die Jugendklassen zu öffnen und daraus ein richtiges Biathlon-Festival zu machen. Mal schauen, wie wir das im nächsten Jahr angehen.

Die Deutschen Meisterschaften im September sind immer eine gute Möglichkeit, um zu sehen, wo man nach vier Trainingsmonaten steht: Woran muss noch gearbeitet werden, was funktioniert bereits gut; und was kann weiter gestärkt werden?

Wir haben gerade im Damenbereich ein komplett neues Trainerteam, das neue Ideen, Impulse und Prozesse eingebracht hat. Es wird interessant zu sehen, was bereits gut funktioniert und wo noch nachgeschärft werden muss. Für Trainer und Athleten ist es außerdem wichtig, gemeinsam Wettkämpfe zu erleben und zu sehen, wie ein Athlet nach einem guten oder auch einem schlechten Wettkampf reagiert. So lernen sie sich auf diesem Weg noch besser kennen. Diese drei Wettkampftage sind deshalb sehr intensiv und wichtig für das weitere Zusammenwachsen der Teams.

Auch bei den Herren arbeitet ein noch relativ frisches Trainerteam, das jetzt in sein zweites Jahr geht. Im ersten Jahr und auch in diesem Frühjahr wurden viele Dinge angegangen. Jetzt wird interessant zu sehen sein, was bereits greift und wo noch nachgearbeitet werden muss.

Für uns und die Trainer wird es außerdem sehr interessant zu sehen, wo die jüngeren Athleten im Vergleich zu den erfahrenen Athleten stehen. Wie groß ist bei den Juniorinnen und Junioren noch der Abstand zu den Top-Athleten und in welchen Bereichen müssen wir noch stärker arbeiten?

Ein großes Ziel ist es, den Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich schneller und effektiver zu gestalten. Auch dafür sind die Deutschen Meisterschaften eine gute Überprüfung.

Die Bedeutung der Deutschen Meisterschaften ist ungebrochen. Schließlich kann man Deutscher Biathlonmeister werden. Neben dem Titel geht es darum zu überprüfen, wo der einzelne Athlet steht und woran in den kommenden Monaten mit Blick auf den Winter noch gearbeitet werden muss.

Für Athletinnen und Athleten, die keinem Kader angehören und deshalb nicht für die Lehrgänge und Wettkämpfe im November in Obertilliach vorqualifiziert sind, bieten die Deutschen Meisterschaften außerdem die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu empfehlen. Dafür stehen uns maximal acht Plätze pro Geschlecht zur Verfügung. Für diese Athleten haben die Wettkämpfe natürlich eine besonders große Bedeutung.

Bei Trainerentscheidungen schaut man auf die aktuelle Form, aber natürlich auch auf die Entwicklung eines Athleten und die Konstanz seiner Leistungen. Deshalb haben die Deutschen Meisterschaften und die drei Wettkämpfe für jeden einzelnen Athleten eine hohe Bedeutung, auch mit Blick auf die kommende Wintersaison."

Janina Hettich-Walz
"Die Vorbereitung ist bei mir im Mai und Juni zunächst etwas holprig gestartet, unter anderem mit zwei Infekten. Seit Ende Juni läuft es aber richtig gut. Ich konnte gut durchtrainieren und merke langsam, dass die Form kommt.

Ich freue mich jetzt sehr darauf, endlich wieder Wettkämpfe zu laufen. Dass die Deutschen Meisterschaften zum ersten Mal am Notschrei stattfinden, ist für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Ich wurde neulich gefragt, wann ich meinen letzten Wettkampf im Schwarzwald hatte, und ich wusste es tatsächlich gar nicht mehr. Umso mehr freue ich mich darauf, mal wieder im Schwarzwald und vor heimischem Publikum zu laufen. Viele Freunde und meine Familie werden vor Ort sein und mir die Daumen drücken.

Mit zweimal Gold und einmal Silber war die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr für mich natürlich überragend. Daran anzuknüpfen, wird schwer. Podestplatzierungen sind aber auf jeden Fall mein Ziel."

Roman Rees
"Die Vorbereitung lief bisher ganz ordentlich, würde ich sagen. Es gab schon ein paar Phasen, in denen ich mich nicht so gut gefühlt habe und vom Training einfach k. o. war. Das Training ist sehr fordernd und belastend. Nach dem letzten Lehrgang war ich außerdem noch einmal zehn Tage krank. Das war im August natürlich ein bisschen ungünstig.

Grundsätzlich ist aber nichts Dramatisches passiert, und ich konnte an allen großen Trainingsmaßnahmen teilnehmen. Das war auf jeden Fall schon einmal gut.

Ich freue mich, dass die Deutschen Meisterschaften jetzt am Notschrei stattfinden und wir hier mal einen größeren Wettkampf haben. Es werden viele Leute vor Ort sein, die ich kenne. Ich denke, dass es mir deshalb auch einfach Spaß machen wird, mitzumachen. Für alle Beteiligten kann das ein richtig cooler Wettkampf werden.

Der Notschrei wurde umgebaut und ist aus meiner Sicht ein super Trainingsort. Vielleicht führen die Deutschen Meisterschaften auch dazu, dass hier in Zukunft häufiger Lehrgänge stattfinden. Bisher waren, glaube ich, vor allem die B-Kader-Mädels hier.

Das Wetter soll gut werden, die Landschaft ist schön, und die Strecken sind mir natürlich bekannt. Deshalb freue ich mich sehr auf die Wettkämpfe. Ich habe einfach Lust darauf, hier auch mal einen größeren Wettkampf laufen zu können.

Für die Wettkämpfe habe ich mir vor allem vorgenommen, mir das Rennen über die einzelnen Runden gut einzuteilen, stabil durchzukommen und am Ende sehr gut zu schießen, also wirklich in Richtung hundert Prozent zu gehen. Das ist am Notschrei nicht ganz einfach, weil es dort oftmals sehr windig sein kann.

Am Ende geht es darum, solide Biathlon-Leistungen zu zeigen. Platzierungstechnisch habe ich mir keine großen Ziele gesetzt. Gerade nach einer so harten Trainingsphase und der Krankheit ist das für mich schwer einzuschätzen. Im Sprint habe ich allerdings einen Titel zu verteidigen. Mal schauen, ob es klappt, vielleicht ja auch in einem anderen Rennen. Wer weiß.

Es ist gut mal wieder Wettkämpfe zu laufen, dafür trainieren wir ja auch. Außerdem wird ein Deutscher Meistertitel vergeben, und das allein hat für mich schon einen hohen Stellenwert. Wenn es wirklich losgeht, wird deshalb auch eine gewisse Aufregung da sein. Am Ende will man schließlich immer gut performen."