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XXV. Olympische Winterspiele 2026 Mailand/Cortina (ITA)
Nordische Kombination, 11.-19.2.2026, Predazzo/Tesero (ITA)
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WETTKAMPFPROGRAMM
Das detaillierte Wettkampfprogramm finden Sie unter www.olympics.com.
NOMINIERUNGEN
Nordische Kombination Männer
- Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf)
- Julian Schmid (SC Oberstdorf)
- Johannes Rydzek (SC Oberstdorf)
AKTUELLE INFORMATIONEN UND STATEMENTS
Horst Hüttel, Sportdirektor Weltcup Nordische Kombination & Skisprung
„Wir haben mit Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger und Julian Schmid drei Athleten dabei, die in dieser Saison schon extrem geglänzt haben: Schmid und Geiger haben schon Weltcups gewonnen, Rydzek war zweimal Zweiter. Die Formkurve, das zeigt das finale Weltcupwochenende vor Olympia in Seefeld, ist stabil und befindet sich auf einem sehr hohen Niveau.
Die Athleten sind in Seefeld geblieben, um sich dort sehr fokussiert und individuell auf die Gegebenheiten in Predazzo vorzubereiten. Das Anspruchsdenken und die Erwartungshaltung der Athleten selber sind hoch – mit Vinzenz Geiger haben wir einen amtierenden Olympiasieger mit an Bord. Wir sind frohen Mutes und hoffen, dass die nächsten Tage der Vorbereitung auch gut verlaufen und alle gesund bleiben. Und wir mit einer großen Vorfreude am 7. Februar nach Italien anreisen.“
Eric Fenzel, Bundestrainer Nordische Kombination Männer
„Die Saisonvorbereitung lief größtenteils so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Mit Manuel Faißt im Sommer und Vinzenz Geiger hatten wir zwei Verletzungsfälle, was die Jungs etwas zurückgeworfen hat. Dennoch hatten wir sehr gute Trainingsbedingungen und die geplanten Umfänge wurden auch absolviert. Mannschaftlich sind wir sehr gut aufgestellt, und wir haben als Team sehr gut in die Saison reingefunden und Weltcupsiege und Podestplätze erreicht – das hat auch bestätigt, warum wir teamintern die Olympianorm sehr hoch gehängt hatten.
Mit Julian Schmid, Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger haben sich drei Athleten herauskristallisiert, die die volle Norm erfüllt haben. Bei Vinzenz war das aufgrund der Verletzung kein leichter Einstieg in den Winter. Da stand dann doch recht schnell im Vordergrund, die Norm zu schaffen. Das hat er dann aber recht schnell geschafft. Dennoch hat man im Lauf des Januars gemerkt, dass die eine oder andere Trainingsstunde gefehlt hat. Darauf haben wir reagiert, und das hat funktioniert, was sich in Seefeld auch gezeigt hat. Er ist auf einem guten Weg.
Johannes ist mit seinen fünften Spielen als Athlet unser 'Veteran'. Er hat sich sehr gut in die Saison reingekämpft. Anfangs ist er knapp an der Norm gescheitert. Je länger die Saison gedauert hat, desto besser hat er die Form erreicht, die er für Top-Resultate gebraucht hat. Auch mit seinem Formaufbau bin ich sehr zufrieden. Und auch Johannes hat noch einmal an der Grundlagenausdauer gearbeitet, um der Anspannung aus der Qualifikation heraus etwas entgegenzuwirken – mehr Erholung, weniger Intensitäten. Aktuell bewegt sich die Formkurve wieder in die richtige Richtung.
Julian ist von Anfang an in bestechender Form gewesen und hat recht schnell auch die interne Olympianorm geliefert. Er hat die Weltcups und die Zeit dazwischen genutzt, um auch vieles zu testen, speziell im Springen. Diese Materialanpassungen dienten dazu, das Optimum zu finden. Entsprechend waren die Ergebnisse mal besser und mal nicht so gut. Der Fokus in den letzten Wochen lag auch darauf, hier die richtige Auswahl zu treffen.
Aktuell sind wir in Seefeld, wir absolvieren hier einige ruhige Einheiten und springen in Seefeld und Innsbruck. Wir freuen uns auf die Olympischen Spiele. Alle Sportstätten sind hervorragend hergerichtet. Die Schanzen kennen wir teilweise, sie wurden aber auch nochmal baulich verändert. Das wird die größte Herausforderung. Die Strecken wurden auch noch einmal modernisiert, sind aber weiterhin sehr herausfordernd, darauf haben wir uns eingestellt. Auch auf die Höhenlage dort.
Wir möchten in den Wettkämpfen Podestplätze erreichen, ohne eine konkrete Anzahl zu nennen – es gilt Tag für Tag bei den Wettkämpfen parat zu sein. Wohnen werden wir in einem Außenquartier, zusammen mit dem Langlaufteam – es ist dasselbe Quartier, das wir schon 2013 bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften hatten. Die Lage ist für uns optimal, um schnell zur Laufstrecke und ins Sprungstadion zu kommen.
Für mich sind es die fünften Olympischen Spiele, vier als Athlet, die ersten als Trainer. Darauf freue ich mich sehr, jetzt die andere Seite kennenzulernen. Es ist aber auch anspruchsvoll, alles entsprechend gut vorzubereiten und zu organisieren. Das ist alles erledigt, jetzt gilt es, gut in Italien anzukommen und sich gut einzugewöhnen.“
Vinzenz Geiger
„Die Saisonvorbereitung lief leider nicht ganz so wie geplant – ich habe mich im November verletzt und dadurch die wichtigsten Sprungtrainingswochen vor der Saison verpasst. Mit dem Punkt, an dem ich jetzt stehe, bin trotzdem sehr, sehr zufrieden. Ich habe schon zwei Saisonsiege holen können – was natürlich immer extrem cool ist, ganz oben zu stehen.
Ich denke, ich bin jetzt auch im läuferischen Bereich schon auf einem guten Niveau. Im Springen gibt es noch ein bisschen Luft nach oben, aber ich glaube, dass ich das noch hinbekomme.
In Italien bin ich jetzt bei meinen dritten Olympischen Winterspielen dabei. Meine persönlichen Erwartungen sind schon hoch. Ich bin amtierender Olympiasieger und will natürlich in einer Position sein, in der ich wieder um den Sieg mitkämpfen kann. Dafür werde ich alles geben. Aber dafür braucht es zuerst mal eine gute Leistung in der Loipe und auf der Schanze, und die werde ich zu bringen versuchen.
Familie, Bekannte und Freunde werden bei jedem Rennen dabei sein. Am meisten werden wahrscheinlich beim Teamsprint da sein.
Vor der Abreise werde ich erstmal die DSV-Kleidung gegen die Team-D-Kleidung tauschen, dann springen wir noch einmal in Innsbruck und in Seefeld und dann geht die Reise am Donnerstag nach Predazzo. Wir wohnen nicht im Olympischen Dorf, aber wir haben eine coole Unterkunft zusammen mit den Langläufern und sind da sicher perfekt versorgt.
Die Sportstätten in Italien sehen gewaltig aus. Wir waren ja im Sommer schonmal da, aber da wird sich sicher noch einiges getan haben – da freue ich mich richtig drauf.“
Pizza oder Pasta?
Schwierig – wenn ich mich entscheiden müsste, wär´s wahrscheinlich die Pizza, aber Pasta ist natürlich auch immer gut.
Vino oder Cappuccino?
Da tendiere ich er zu Vino! Was Cappuccino betrifft: Da bin ich eher Team Espresso.
Mit wem würdest du gerne einen Cappuccino trinken?
Wenn ich an die Olympischen Spiele denke, wäre das Marco Odermatt. Der macht einen ziemlich lässigen Eindruck.
Welche Wettkämpfe oder anderen Disziplinen würdest du gerne live sehen?
Da die Situation in diesem Jahr so ist, dass wir uns nur in unserer nordischen Bubble bewegen, wird es wohl bei Langlauf und Skisprung bleiben. Malschauen, was sich zeitlich ausgeht, aber da werde ich auf jeden Fall etwas anschauen.
Johannes Rydzek
„Meine Saisonsvorbereitung lief soweit echt gut. Ich konnte gut trainieren und bin ohne große Krankheiten oder Verletzungen durchgekommen. Der Erfolg beim Sommer Grand Prix war auch noch mal ein Motivations-Boost. Ich konnte jetzt in der Saison noch nicht ganz die Sprünge zeigen, die ich mir über den Sommer erarbeitet habe. Ich bin aber immer besser in Schuss gekommen, läuferisch habe ich im Vergleich zur letzten Saison noch mehr Konstanz reingebracht und konnte mich mit zwei Podestplatzierungen belohnen.
Für mich sind es schon die fünften Olympischen Spiele. Ich habe das Privileg, das schon einige Male miterleben zu dürfen – und jetzt das erste Mal in Mitteleuropa. Darauf freue ich mich ganz besonders. Ich nehme ein kleines Süßigkeiten-Paket von meiner Frau mit. Sie hat mir bei den letzten Großereignissen auch schon immer was mitgegeben, und das darf auch jetzt natürlich nicht fehlen. Ich nehme ganz viel Support von daheim mit, es drücken mir unglaublich viele Menschen die Daumen. Das habe ich gerade in den letzten Wochen noch mal aufsaugen und erfahren dürfen, wie viele Menschen sich gefreut haben, dass ich nochmal hinfahren darf. Ein richtiges Maskottchen habe ich nicht – bis auf ein paar Kleinigkeiten von Familie und Freunden, die einen an zu Hause erinnern, sei es ein besonderer Pulli oder eine kleine Lego-Figur.
Meine Frau ist Lehrerin. Zum Glück liegen die Faschingsferien in der zweiten Olympia-Woche, da kann sie dann dabei sein. Meine Eltern kommen schon in der ersten Woche. Es kommen viele Oberstdorfer. Der Skiclub hat eine ganze Reise organisiert. Ich möchte vor Ort wirklich alles aufsaugen und es genießen. Wenn ich meine Leistung abrufen kann, kann ich auch den Wettkampf mitbestimmen. Das ist mein Ziel. Wofür es reichen kann, habe ich in dieser Saison schon gezeigt. Aber für ein Top-Ergebnis muss wirklich alles passen.
Pizza oder Pasta?
Beides, aber öfter Pasta, weil das einfach so vielfältig ist und mich mein ganzes Sportlerleben schon begleitet.
Vino oder Cappuccino?
Bei Vino oder Cappuccino ist es ähnlich schwierig, aber dann doch eher der Cappuccino.
Mit wem würdest du gerne mal ein Cappuccino trinken?
Den trinke ich natürlich am liebsten mit meiner Frau. Auch mit Leon Draisaitl würde ich gern einen trinken. Ihn durfte ich bisher noch nicht kennenlernen.
Welche Wettkämpfe anderer Disziplinen würdest du gerne live sehen?
Ich möchte auf jeden Fall den Sprint und den Teamsprint von meiner Schwester live sehen. Da stehen die Chancen auch ganz gut und vielleicht geht sich es auch aus, dass wir ein bisschen Zeit zwischen den Wettkämpfen haben, um auch mal nach Cortina zu kommen.
Julian Schmid
„Mit der Saisonvorbereitung bin ich sehr zufrieden gewesen. Ich hatte keine Verletzungen, konnte gut trainieren und habe mich in beiden Disziplinen weiterentwickelt – ich glaube, das haben die Leistungen auch gezeigt. Deswegen bin ich auch sehr zufrieden mit der bisherigen Saison. Vielleicht fehlt mir manchmal noch die Konstanz im Springen, aber das kann man sich nicht immer aussuchen. Im Gesamtweltcup bin ich immer vorne mit dabei, habe keine extremen Rücksetzer gehabt und bin daher im Großen und Ganzen sehr zufrieden.
Die Form ist sehr gut. Auch wenn es in Seefeld jetzt ein bisschen schwieriger war, fühle ich mich im Gesamten sehr, sehr gut. Im Springen können wir jetzt noch ein bisschen arbeiten, da passiert dann bis zu den Olympischen Spielen auch noch ein bisschen etwas. Die Anlagen in Predazzo kennt man ja, im Sommer schauten sie schonmal ganz cool aus. Ganz okay eigentlich zum Springen, im Langlaufstadion bin ich mal gespannt, was sie da noch umgeändert haben.
Nach 2022 in Peking sind es in Italien jetzt meine zweiten Olympischen Spiele.– das wird das große Ziel sein. Die Erwartung ist, dass man auf jeden Fall um die Medaillen mitkämpft. Bei Olympia ist egal, ob man Vierter oder Zwanzigster wird – man muss da versuchen, aufs Podest zu kommen. Ich wünsche mir natürlich, dass ich mit einer Medaille heimfahre. Und das ist auch der Anspruch unserer Mannschaft.
Als Glücksbringer habe ich einen Anhänger mit den Koordinaten von Oberstdorf und einen Mini-Kaminkehrer von meinem Vater, der auch Schornsteinfeger ist.
Aus meiner Heimat ist bei allen Wettkämpfen verteilt immer irgendjemand dabei – und deswegen ist es eigentlich auch ganz cool, dass die Spiele mal wieder in der Nähe stattfinden.
Die letzten Vorbereitungen laufen eigentlich schon seit eineinhalb Wochen in Seefeld, wo wir Langlaufen waren und uns auf das Triple vorbereitet haben. Wir werden in Seefeld und in Innsbruck auch noch springen, und dann geht´s eh schon am Samstag los Richtung Predazzo.“
TV-ÜBERTRAGUNGEN XXV. OLYMPISCHE WINTERSPIELE 2026 IN MAILAND/CORTINA (ITA)
Die Bewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 werden im ERSTEN, im ZDF sowie von EUROSPORT übertragen. Die Sendezeiten des ERSTEN finden Sie hier, die des ZDF hier und die Sendezeiten von EUROSPORT hier.