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XXV. Olympische Winterspiele 2026 Mailand/Cortina (ITA)
Skisprung, 07.-16.2.2026, Predazzo (ITA)
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WETTKAMPFPROGRAMM
Das detaillierte Wettkampfprogramm finden Sie unter www.olympics.com.
NOMINIERUNGEN
Skisprung Frauen
- Selina Freitag (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Agnes Reisch (WSV Isny)
- Katharina Schmid (SC Oberstdorf)
- Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla)
Skisprung Männer
- Felix Hoffmann (SWV Goldlauter-Heidersbach)
- Pius Paschke (WSV Kiefersfelden)
- Philipp Raimund (SC Oberstdorf)
- Andreas Wellinger (SC Ruhpolding)
AKTUELLE INFORMATIONEN UND STATEMENTS
SKISPRUNG FRAUEN
Horst Hüttel, Sportdirektor Weltcup Nordische Kombination & Skisprung
„Mit Agnes Reisch, Selina Freitag und Katharina Schmid haben wir in Italien drei Athletinnen dabei, die sich aktuell unter den Top-Acht der Weltcup-Gesamtwertung wiederfinden. Sie haben schon viele Podiums in dieser Weltcup-Saison erzielt – das zeigt, wozu die Damen hier in der Lage sind. Ergänzt wird das Team durch Juliane Seyfarth, die sich auch mit Top-Acht-Resultaten für die Olympischen Spiele qualifiziert hat.
In beiden Sparten sind wir vielleicht nicht der Top-Titelfavorit, aber doch mit berechtigten Chancen und Hoffnungen ausgestattet, dass wir um die Medaillen mitspringen können. Entsprechend werden wir mit Vorfreude und der Zielsetzung, um die Medaillen mitzukämpfen, nach Italien anreisen. Und freuen uns sehr auf Olympische Spiele, endlich einmal wieder in Zentraleuropa. Es werden viele Freunde und Bekannte mit vor Ort sein. Neben der sportlichen Herausforderung werden wir auch dieses Ambiente und Flair mit genießen.“
Heinz Kuttin, Bundestrainer Skisprung Frauen
„Alle brennen schon darauf, endlich das Olympische Dorf kennenzulernen, das ganze Flair aufzusaugen. Und sich dem Höhepunkt der Saison zu nähern.
Die Saison verlief bis jetzt etwas unterschiedlich: Wir haben uns ein bisserl schwer getan am Anfang, beim Einstieg zur Two Nights Tour unsere erste gute Form aber richtig hinsteuern können. Kurz vor der Tour haben wir unsere ersten Podiumsplätze gemacht und sind dann mit Agnes Reisch, Selina Freitag und Katharina Schmid regelmäßig in den Top-Ten gewesen. Auch Juliane Seyfarth hat als vierte Athletin immer wieder aufgezeigt, sie hat auch zwei Top-Ten-Ergebnisse gemacht, war zweimal Elfte und hat weitere Anschlussplatzierungen geschafft.
Wir freuen uns jetzt wirklich auf den Start. Wir haben keinen Weltcup ausgelassen. Wir hatten gesagt: Wenn die Form stimmt, wollen wir jeden Weltcup besuchen. Zwar waren die Verhältnisse in letzter Zeit oft schwierig, aber wir haben das positiv genommen und gut analysiert. Das zeichnet uns zur Zeit aus und macht uns auch Mut für die Olympischen Spiele. Wir haben am Donnerstag und Freitag zwei Training und werden die Schanze kennenlernen. Diese neue 90-Meter-Anlage kennt ja fast noch niemand. Keiner weiß genau, wie sie funktionieren wird – aber wir wissen, dass wir auf jeder Schanze gut springen können. Deshalb haben wir auch dieses Kontrastprogramm absolviert – von der Two Nights Tour nach Villach auf die Kleinschanze und danach nach Ljubno auf eine noch kleinere Schanze. Dann sind wir nach Peking auf eine Großschanze gegangen und weiter nach Zao, wieder auf eine kleine Anlage. Dann mit Sapporo eine Großschanze, wie zuletzt in Willingen auch – und jetzt haben wir wieder eine Kleinschanze. Das hat uns gelehrt, schnell umzustellen. Und deswegen bin ich auch überzeugt, dass uns das gelingen wird, dass wir auch hier gleich im ersten Training – oder spätestens im zweiten – unsere guten Sprünge zeigen.
Alles ist neu. Wir freuen uns auf Olympische Spiele in Mitteleuropa. Unser Olympisches Dorf in Predazzo scheint sehr, sehr gut zu sein. Wir freuen uns auch auf die gute italienische Küche. Wir hoffen auf guten Kaffee und gute Pasta – die Saison zehrt, wir müssen täglich gut Energie tanken, wenn wir Training haben, wenn wir Wettkämpfe haben."
Selina Freitag
„Meine Saisonvorbereitung lief sehr, sehr gut. Ich habe das Training etwas umgestellt und mehr Kraftausdauer trainiert als die Jahre davor. Ich wollte mich einfach bestmöglich aufstellen für die sehr lange Saison. Es werden bei uns doch immer mehr Wettkämpfe. Ich habe in Lillehammer nicht so gut wie erhofft angefangen, habe dann aber doch die Kurve gekriegt. Bei uns wird es immer schwieriger, ganz vorne reinzuspringen. Man darf sich eigentlich keine Fehler mehr erlauben. Ich durfte Podestplätze feiern, deshalb bin ich sehr zufrieden, wie die Saison bisher verlaufen ist.
Es sind meine zweiten Olympischen Spiele, ich war in Peking schon dabei. Mitnehmen werde ich auf jeden Fall viele Bücher zum Lesen, meine Gitarre und Strickzeug – zur Ablenkung. Einen richtigen Glücksbringer habe ich nicht wirklich. Natürlich möchte man mit einer Medaille nach Hause fahren – aber das ist ein großes Event, da kann alles passieren. Und deshalb bin ich zufrieden, wenn ich meine Leistung abrufen kann, meine Sprünge passen und ich mit einem Lächeln ausfahre. Familie und Freunde werden bei jedem Wettkampf vor Ort sein, worüber ich mich sehr freue.
Einerseits bin ich nach den langen Weltcup-Reisen nach China und Japan mit wenig Zeit zur Regeneration dazwischen auch schon etwas müde, dennoch fühle ich mich sehr gut und sehr fit. Ich bin ziemlich entspannt und auch gesund. Am Dienstag haben wir noch eine Athletikeinheit gemacht, dass die Beine gut aufgepumpt sind – und dann geht es auch schon nach Predazzo!
Die Schanzen dort werden am Abend eher Rückenwind haben. Darüber mache ich mir aber keine Sorgen, ich bin eigentlich eine gute Rückenwindspringerin. Seit den Umbaumaßnahmen bin ich auf den Schanzen aber auch noch nicht wieder gesprungen. Ich gehe da offen ran – man muss sich auf die Anlagen einstellen und dann eben zum richtigen Zeitpunkt liefern. Mit den Umbauten und den Materialumstellungen wird das schon irgendwie gut werden. Megacool wäre es, mit einer Medaille nach Hause zu fahren.“
Agnes Reisch
„Meine Saisonvorbereitung lief ziemlich durchwachsen. Ich hatte nach der letzten Saison Probleme mit meinem Knie und bin erst im Juni wieder in die Anfahrt gekommen.
Ich habe in diesem Sommer aber auch viel umgestellt und trainiere seit Mai in München mit einem neuen Athletiktrainer, der mein ganzes Athletiktraining gesteuert, sich um mein Knie gekümmert hat. Ich hätte mir nie erträumt, dass mein Knie wieder so gut wird. Es gab zwar auch immer wieder Rückschläge, aber es ist von Tag zu Tag besser geworden und deswegen bin ich ziemlich zufrieden und happy, dass ich diesen Weg gegangen bin. Angesichts dieser Vorgeschichte sind meine Wettkampfleistungen in der bisherigen Saison gut – weil ich eben alles verändert habe und kein Stein mehr auf dem anderen liegt, ist das nicht selbstverständlich. Es ist schön zu sehen, dass das alles Früchte trägt.
Bis auf meine seit Anfang Januar etwas schmerzenden Rücken bin ich topfit und die Sprünge sind auch gut. Am Dienstag war ich nochmal in München zur Osteopathie, um meinen Rücken noch besser in den Griff zu bekommen und so noch ein paar Prozent herauszuholen.
Die Olympischen Spiele in Italien sind für mich die ersten, an denen ich teilnehme. Aber eigentlich ist alles gleich wie bei den Weltcups, denn am Ende ist es auch einfach nur ein Wettkampf.
Wir reisen am Mittwoch ins Olympische Dorf nach Predazzo an. Im Gepäck sind auf jeden Fall Klebehaken – damit im Zimmer kein Chaos ausbricht. Ebenfalls mit dabei ist natürlich auch mein Laptop, auf dem ich meine Eindrücke und Gedanke festhalte. Das ist für mich zu einem Ritual geworden, dass mir Sicherheit und Halt gibt.
Die Schanzen in Predazzo werden sich aufgrund der Schneeauflage im Vergleich zum Sommer etwas verändert haben. Aber da geht es mir so wie allen anderen, fast niemand hat in Predazzo viele Trainingssprünge gesammelt. Deswegen bin ich da relativ entspannt – passen muss es am Tag X.“
Meine Erwartungen für die Olympische Spiele sind, einfach jeden das Bestmögliche zu geben. Auch wenn man sagt, dass bei Olympia nur Medaillen zählen – wenn ich am Ende des Tages sagen kann, dass ich jede Sekunde das Beste gegeben habe, dann kann ich zufrieden sein.
Pizza oder Pasta?
Mein Bauchgefühl sagt Käsespätzle.
Vino oder Cappuccino?
Ganz klar Cappuccino!
Mit wem würdest du gerne einen Cappuccino trinken?
Mit dem NBA-Basketballer Franz Wagner – ein unfassbar cooler Typ, ein krasser Sportler, und ich habe das Gefühl, der macht auch einfach sein eigenes Ding.
Welche Wettkämpfe oder anderen Disziplinen würdest du gerne live sehen?
Nordische Kombination Damen – ganz klar!
Katharina Schmid
„Meine Saisonvorbereitung verlief ein bisschen wild. Wir haben viel getestet und ausprobiert. Richtig wohl gefühlt habe ich mich nie – es waren einzelne gute Sprünge dabei, es fehlte die Konstanz. Ich habe aber nicht aufgegeben, habe mich da reingefuchst und immer weitergearbeitet. Ich war die ganze Saison nicht ganz vorne, habe es dann aber doch geschafft, das eine oder andere Mal auf dem Podest zu stehen. Von daher bin ich jetzt doch recht optimistisch.
Für mich sind es jetzt die vierten Olympischen Spiele – für unsere Sportart auch, ich war von Anfang an dabei. Das macht mich mega stolz, und ich freue mich riesig. Von zu Hause, von Familie und Freunden nehme ich reichlich Glückbringer mit. Und ich fahre mit Erwartungen nach Italien. Mein Anspruch ist gewachsen, ich will nicht einfach nur dabei sein, dafür war ich in den letzten Jahren zu gut. Großereignisse und Olympische Spiele schreiben ihre eigenen Geschichten.
Freunde und Familie werden mit vor Ort dabei sein, das ist besonders schön. Am Dienstag haben wir noch einmal eine Athletikeinheit absolviert, Mittwoch reisen wir an: Ich freue mich auf die Berge und auf Italien. Ich brauche diesen Kitzel, ich freue mich, dort bald springen zu dürfen. Cool ist, dass wir dieses Mal im Olympischen Dorf sind, bisher waren wir bei Olympia immer in Außenquartieren.“
Juliane Seyfarth
„Meine Saisonvorbereitung lief gut. Ich konnte noch viel testen, an meiner Technik arbeiten. In der laufenden Saison waren ein paar gute Weltcups dabei, wie zum Beispiel in Lillehammer oder Ljubno. Ich wünsche mir, dass ich noch konstanter werde, mich schneller auf neue Schanzen umstellen kann und dann auch konstant in die Top-Ten springen kann.
Es sind meine dritten Olympischen Spiele. Ich freue mich natürlich sehr darauf. Ich nehme den Rückhalt von zu Hause aus meiner Heimat mit, die mir dort alle die Daumen drücken, was ich sehr zu schätzen weiß. Glücksbringer sind wie immer auch dabei. Ich habe da so einen kleinen goldenen Adler, der die Verbindung zu meinem Patenadler herstellt, zu Hause bei mir in der Heimat. Ein paar kleine Glücksbringer, wie Schutzengel, sind auch immer in meiner Sprungtasche.
Ich möchte in beiden Wettkämpfen zwei gute Sprünge zeigen und es genießen und Spaß haben. An eine konkrete Platzierung denke ich nicht. Meine Eltern kommen zum Wettkampf auf der Großschanze. Ich bin gut drauf und topfit. Wir machen am Dienstag nochmal zum Abschluss eine Krafteinheit in Oberstdorf und dann geht’s am nächsten Tag auch schon los."
Pizza oder Pasta?
Mag ich beides nicht.
Vino oder Cappuccino?
Mag ich beides.
Mit wem würdest du gerne einen Cappuccino trinken?
Mit meinen Trainern, um Danke zu sagen für die gute Arbeit.
Welche Wettkämpfe anderer Disziplinen würdest du gerne live sehen?
Die Wettkämpfe von den Männern würde ich gerne live sehen, da kann ich mir schon ab und zu noch was abschauen. Wir wohnen zum ersten Mal im Olympischen Dorf. Bei meinen vorherigen Olympischen Spielen haben wir immer im Außenquartier gewohnt.
SKISPRUNG MÄNNER
Horst Hüttel, Sportdirektor Weltcup Nordische Kombination & Skisprung
„Wir haben vier Athleten mit dabei – und mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund zwei Aktive, die eine ganz tolle Saison absolvieren. Beide liegen unter den Top-Acht der aktuellen Weltcup-Gesamtwertung. Hier herrscht eine große Vorfreude – das letzte Weltcup-Wochenende in Willingen hat mit den Podestplätzen gezeigt, dass auch der Formaufbau stimmt. Für beide Athleten sind es die ersten Olympischen Spiele. Sie waren auch beide im Sommer bei den Testevents ganz vorne zu finden.
Darüber hinaus sind mit Andreas Wellinger und Pius Paschke zwei arrivierte Athleten dabei, die in der Vergangenheit enorm erfolgreich waren. Mit seinem Olympiasieg hat Andreas Wellinger gezeigt, er kann Olympia! Er weiß, wie er sich einzustellen hat, wenn es um Großevents geht. Das hat er auch letztes Jahr bei der WM in Trondheim gezeigt. Und auch Pius hat in dieser Saison schon gute Leistungen zeigen können. Deshalb reisen auch diese beiden Athleten mit einer hohen Erwartungshaltung nach Predazzo an. Die Formkurve zeigt vor allem bei Andi Wellinger mit seinem sechsten Platz in Willingen ganz klar nach oben. Aus dem Grund hoffen wir sehr, dass er und das ganze Team zeigen können, dass das Timing und der Formaufbau passen. Vorfreude und eine gute Erwartungshaltung sind bei allen unseren Startern vorhanden.“
Stefan Horngacher, Bundestrainer Skisprung Männer
„Die lange Zeit der Vorbereitung ist jetzt zu Ende – der Tag X kommt. Wir reisen am Mittwoch in Predazzo an. Wir gehen gestärkt aus den Willinger Wettkämpfen. Alle im Team sind hoch motiviert und mit vollem Elan dabei.
Beginnen werden wir in Predazzo auf der kleinen Schanze – ich denke, wir haben da schon Chancen, vorne mitzuspringen. Und diese Chancen werden wir nutzen. Wichtig ist es jetzt, in Ruhe weiterzuarbeiten, damit wir an dem Tag, an dem es zählt, die besten Sprünge machen.“
Felix Hoffmann
„Meine Saisonvorbereitung lief gut. Jetzt sind schon zwei Drittel unserer Saison vorbei und einige gute Ergebnisse waren dabei. Die Wettkampfleistung der laufenden Saison würde ich als sehr gut und auch konstant einschätzen. Nach der kleinen Pause konnte ich jetzt in Willingen wieder gut an meine Leistungen anknüpfen.
Es sind meine ersten Olympischen Winterspiele. Ich nehme Gesellschaftsspiele mit, damit die Tage nicht allzu lang und ruhig bleiben, dass wir uns ein bisschen ablenken können. Ansonsten natürlich alles, was ich sonst auch dabei habe – ein bisschen Unterhaltung, ein bisschen Entspannung. Ich freue mich drauf, wird sicherlich 'ne schöne Zeit.
Ich hoffe, dass ich die Wettkampfsprünge voll abrufen kann und dann vor allem auch zwei gute Sprünge in den Wettkämpfen zeigen kann. Wofür es dann reicht, sieht man dann am Ende. Wenn mir zwei gute Sprünge gelingen, bin ich sehr zufrieden.“
Pizza oder Pasta?
Beides, aber wahrscheinlich öfter Pasta, und wenn es sich mal anbietet, auf jeden Fall auch eine Pizza.
Vino oder Cappuccino?
Da sag ich mal Espresso.
Welche Wettkämpfe anderer Disziplinen würdest du gerne live sehen?
Wettkämpfe aus anderen Disziplinen anschauen wird für uns kompliziert. Vielleicht schaffen wir es, dass wir mal bei den Langläufern oder bei den Kombinierern vorbeigucken. Aber alles andere ist doch ein Stück entfernt. Da ist es dann mit dem Zeitplan ein bisschen schwierig, irgendwo noch drei, vier Stunden hinzufahren. Leider! Aber natürlich werden wir es im Fernsehen verfolgen. Wir schlafen im Olympischen Dorf in Predazzo und reisen am Mittwoch an.
Pius Paschke
„Die Saisonvorbereitung war etwas durchwachsen und lief leider nicht so gut wie in den zwei Jahren davor. Ich hatte leichte Probleme im Setup, und technisch war es auch nicht so sauber. Dementsprechend war die Wettkampfleistung auch etwas durchwachsen, mit Top-15-Ergebnissen, aber auch immer wieder schlechten Ergebnissen. Einzelne Sprünge waren gut – die haben mir zuletzt gezeigt, dass es in die richtige Richtung geht.
Es sind meine zweiten Olympischen Spiele. Ich gehe nicht als Medaillenfavorit in die Spiele, hoffe aber, dass der Prozess, den wir vor einigen Wochen angestoßen haben, weitergehen kann – die Sprünge werden konstanter. Was das für die Ergebnisse bei den Spielen wert sein kann, weiß ich noch nicht – das ist dann aber auch zweitrangig. Wichtig ist erst einmal, dass ich in Predazzo meine Sachen weitermache, dann können auch gute Sprünge dabei sein. Glücksbringer oder Maskottchen habe ich nicht.
Ein Teil meiner Familie wird bei der kleinen Schanze mit vor Ort sein, eine größere Gruppe mit Freunden und Bekannten bei der großen Schanze. Es ist nicht so weit entfernt von daheim – so nah an der Heimat werde ich keine Olympischen Spiele mehr kriegen.
Körperlich und gesundheitlich geht es mir gut, die Form wird immer besser. Letzte Vorbereitungsmaßnahmen gab es nach Willingen nicht mehr, am Mittwoch geht es bereits nach Predazzo. Dort haben wir am Donnerstag das erste Training, auf das ich mich sehr freue. Auch wenn wir bei uns im Tal eher eine Nordische Ski-WM haben, freue ich mich doch, wieder Sportler aus anderen Disziplinen zu treffen und etwas mehr Austausch mit denen zu haben.“
Philipp Raimund
„Die Sommervorbereitung lief insgesamt ziemlich positiv. Ich habe einiges aus dem letzten Winter mitnehmen können. Ich bin gut reingekommen, habe die Anzugänderungen und andere Materialänderungen gut aufgenommen. Mit meiner Wettkampfleistung in der laufenden Saison bin ich auch sehr zufrieden. Die fünf Podestplätze motivieren mich sehr und zeigen, dass meine jahrelang investierte Arbeit Früchte trägt.
Es sind meine ersten Olympischen Winterspiele. Es ist schon etwas Besonderes, jetzt die Olympia-Einkleidung mitnehmen zu dürfen. Es wird einem bewusst, dass man damit überhaupt erst zu den Spielen darf. Es ist etwas Besonderes, die mitnehmen zu dürfen und zu den Spielen fahren zu dürfen. Klar nehme ich von Familien und Freunden gute Wünsche mit, aber besondere Glücksbringer nicht unbedingt.
Meine eigenen Erwartungen sind, dass ich weiter auf meinem höchsten Level performen kann, dass ich meine maximale Leistung abrufen kann. Dann bin ich in Schlagdistanz und kann um die vorderen Platzierungen mitkämpfen. Freunde und Familie werden vor allem für die Einzelwettkämpfe vor Ort sein. Ich freue mich drauf, sie auf der Tribüne zu sehen.
Meine Form ist nach wie vor ziemlich gut. Ich bin sehr motiviert und langsam kommt auch ein bisschen Nervosität dazu. Bevor es losgeht, muss ich nochmal gut schauen, ob ich nicht irgendwas vergessen hab. Ich habe die zwei Taschen seit der Einkleidung gar nicht mehr angefasst.
Ich freue mich sehr auf die Schanzen in Predazzo. Sie sind sehr eigen. Ich bin gespannt, wie es im Olympischen Dorf sein wird. Ich habe mich tatsächlich nicht spoilern lassen und habe, so gut es ging, jeden Eindruck, jedes Bild mehr oder weniger ignoriert, um mich dann vor Ort überraschen zu lassen."
Pizza oder Pasta?
Klar Pizza
Vino oder Cappuccino?
Definitiv Cappuccino
Mit wem würdest du gerne mal ein Cappuccino trinken?
Welcher Olympionike auch immer: es ist ziemlich cool, sich einen Kaffee bei Olympia gönnen zu können.
Welche Wettkämpfe anderer Disziplinen würdest du gerne live sehen?
Sehr gerne relativ viel, einfach um den Vibe von den anderen Stationen aufzunehmen. Da wir ein bisschen abseits sind, wird es wahrscheinlich Nordische Kombination, Damen-Skisprung und vielleicht Langlauf werden. Ich hätte aber auch Lust auf die ganzen anderen Sportarten.
Andreas Wellinger
„Die Saisonvorbereitung lief sehr holprig, war größtenteils eher ernüchternd. Die Tendenz der letzten Wochen ist aber positiv, speziell jetzt in Willingen mit coolen Ergebnissen. Es wird besser und von dem her bin ich gespannt, was meine dritten Olympischen Spiele mit sich bringen.
Mal mit dem Auto anzureisen, da freue mich auf jeden Fall sehr drauf. Ich bin gespannt, wie die Gegebenheiten sein werden mit den Distanzen und dem Olympischen Dorf, in dem wir in Predazzo untergebracht sind. Mal schauen, wie viel wir drumherum sehen können, weil doch die Wege ein bisschen weiter sind und wir einen relativ kompakten Wettkampf – und Trainingsplan haben. Aber lassen wir uns überraschen.
Ich bin auf jeden Fall motiviert, freue mich drauf. Von der Family werden einige vor Ort sein, sowohl bei der kleinen als auch bei der Großschanze. Da gibt es dann gerne mal Pizza und Pasta im Wechsel und tagsüber Cappuccino. Einen Vino werden wir hoffentlich dann auch mal zum Anstoßen aufmachen, wenn es was zum Feiern gibt. Somit: auf geht's.“
TV-ÜBERTRAGUNGEN XXV. OLYMPISCHE WINTERSPIELE 2026 IN MAILAND/CORTINA (ITA)
Die Bewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 werden im ERSTEN, im ZDF sowie von EUROSPORT übertragen. Die Sendezeiten des ERSTEN finden Sie hier, die des ZDF hier und die Sendezeiten von EUROSPORT hier.
Informationen zu den XXV. Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand/Cortina (ITA)
04.02.2026