Operation erfolgreich
"Die Operation verlief positiv und komplikationsfrei. Betroffen war das vordere Kreuzband", sagt Dr. Köhne, der das gerissene Band bei dem arthroskopischen Eingriff durch eine körpereigene Kreuzbandplastik aus der Quadrizepssehne ersetzt hat. Versorgt wurde außerdem der teilgerissene Außenmeniskus. "Maria wird bis Mittwoch am OCM stationär physiotherapeutisch behandelt."
DSV-Mannschaftsarzt Lukas Pecher
"Aufgrund der Schwere der Verletzung ist das Nachbehandlungsschema in den ersten Wochen defensiv ausgelegt", erläutert DSV-Mannschaftsarzt Lukas Pecher. "Maria wird zunächst mit allgemeinen physiotherapeutischen Maßnahmen behandelt. Nach frühestens sechs Wochen, im zweiten oder dritten Monat nach der OP, beginnt die kreuzbandspezifische Rehabilitation. Wann Maria wieder in die Trainingstherapie und das sportartspezifische Training einsteigen kann, hängt vom Heilungs- und Rehaverlauf ab. Unser langfristiger Comebackplan umfasst einen Zeitraum von zwölf Monaten."
Bundestrainer Florian Aichinger
"Auch wenn Maria schon wieder zuversichtlich ist, bleibt ihre Verletzung ein herber Rückschlag für unsere Mannschaft. Maria hat das Sprungniveau bei uns im Team und international bestimmt. In der Trainingsgruppe geht sie immer voran und sorgt für Zusammenhalt - das werden wir bis zu ihrer Rückkehr vermissen. Es tut sehr weh, eine ganze Saison auf diese Athletin verzichten zu müssen - trotzdem blicken wir wie Maria positiv nach vorne. Für die nächsten Wochen und Monate wünschen wir Maria alles Gute viel Kraft.
Einen besonderen Dank richte ich an das OCM und Manuel Köhne in München, die innerhalb von nicht einmal 24 Stunden die Diagnose mit MRT und direkt anschließender OP möglich gemacht haben - das ist in so einer Situation die bestmögliche medizinische Betreuung, die Maria erhalten konnte. Auch die weiteren Rehaschritte sind in Abstimmung mit unserem Mannschaftsarzt Lukas Pecher bereits organisiert. Dank Heimtrainer Marko Frank und der Bundeswehr in Oberhof ist die direkte physiotherapeutische Anschlussbetreuung gesichert."
Horst Hüttel, Sportdirektor Weltcup
"Die Verletzung von Maria ist für uns eine traurige und dramatische Nachricht. Sie war in dieser Saisonvorbereitung auf einem sehr guten Weg, sich in beiden Diszipinen weiterzuentwickeln. Uns fällt eine internationale Top-Ten-Athletin aus. Jetzt stellen wir ihr alles zur Seite, was sie auf dem Weg zurück in die Nationalmannschaft benötigt. In solchen Phasen brauchen Spitzensportler auch Nehmerqualitäten. Die wünsche ich Maria jetzt besonders."
Maria Gerboth
"Leider bin ich am Sonntag beim Sommer-Grand-Prix im französischen Chaux-Neuve gestürzt und habe mir eine komplexe Knieverletzung inklusive Kreuzbandriss zugezogen.
Ein riesiger Dank gilt meinem Team, dem DSV, meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr, und natürlich auch Dr. Manuel Köhne, die mir eine sehr schnelle Behandlung inklusive OP am OCM in München innerhalb von 24 Stunden ermöglicht haben.
Es ist zwar ein großer Rückschlag für mich, aber ich bin mehr als bereit, den Weg zurück an die Weltspitze zu gehen - und wir sehen uns dann im Winter 2026/27, wenn ich wieder voll angreifen werde."
Kreuzbandriss und Operation bei Maria Gerboth
02.09.2025