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Christoph Stephan beendet Biathlonkarriere

18.04.15
Biathlon
Biathlet Christoph Stephan (WSV Oberhof 05) ist mit Abschluss der zurückliegenden Saison vom Leistungssport zurückgetreten. Der 29-Jährige möchte sich zukünftig auf seine Karriere bei der Bundespolizei konzentrieren.
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„Ich habe viele sehr schöne Jahre im Biathlon erlebt. Gerade dem Trainer- und Betreuerteam um Mark Kirchner am Stützpunkt Oberhof, wo ich über zwölf Jahre trainieren durfte, verdanke ich sehr viel. Ich habe mich dort immer wohl gefühlt und auch in schwierigeren Zeiten die volle Unterstützung bekommen“, betonte Christoph Stephan. „Dennoch ist für mich jetzt die Zeit gekommen, meine Karriere außerhalb des Leistungssports voranzutreiben.“

Durchbruch in der Biathlon-Nationalmannschaft
Seine sportliche Laufbahn begann Christoph Stephan als Langläufer, bevor er mit zwölf Jahren zu den Biathleten wechselte. Seinen ersten Weltcup-Einsatz bestritt der Thüringer 2006 beim Sprint im finnischen Kontiolahti. Nach drei Juniorenweltmeistertiteln 2007 in Martell, wo er Gold im Sprint, in der Verfolgung und mit der Staffel gewann, sowie seiner ersten Weltcup-Top-Ten-Platzierung im Januar 2008 wurde er zu einer festen Größe der Herren-Nationalmannschaft.

Erfolgsjahr 2009
In der Saison 2008/09 schaffte Stephan endgültig den Durchbruch im Biathlon-Weltcupzirkus. Beim Massenstart-Rennen in Antholz feierte der Bundespolizist seinen ersten und einzigen Weltcupsieg. Bei den anschließenden Weltmeisterschaften im koreanischen Pyeongchang errang Stephan mit der WM-Silbermedaille im Einzel den größten Erfolg seiner Karriere. Gemeinsam mit der Staffel lief er außerdem zu Bronze. Die Sommer-Biathlon-Weltmeisterschaften im selben Jahr schloss er mit gleich zwei Titeln im Sprint und in der Mixedstaffel sowie mit Silber in der Verfolgung ab. Im Herbst 2009 wurde Stephan vom Deutschen Skiverband mit dem Goldenen Ski geehrt.

Durchwachsene Biathlon-Jahre
Im Laufe seiner Karriere lief der Musik- und Tattoo-Fan im Weltcup 13 Mal in die Top-Ten. Nach der Olympiasaison 2009/10 und den Spielen in Vancouver haderte Stephan mit gesundheitlichen Problemen und musste auf die Heim-WM in Ruhpolding verzichten. 2013/14 meldete sich der Polizeiobermeister dann im Weltcup zurück und qualifizierte sich bereits zum zweiten Mal für die Olympischen Spiele. Nach einer Sehnenscheidenentzündung in der linken Hand und einem mehrwöchigen Trainingsausfall im Sommer verlief die vergangene Saison sportlich erneut durchwachsen. Der Wahl-Oberhofer konnte sich nicht wie erhofft für die Weltmeisterschaften in Kontiolahti empfehlen.

Pläne für die Zukunft

Nach seinem Karriereende möchte sich Christoph Stephan ganz seiner Arbeit bei der Bundespolizei widmen und die Ausbildung weiterführen. Natürlich wird auch der Sport weiterhin eine Rolle in seinem Leben spielen. „Ich beende dieses Kapitel mit einem guten Gefühl und vielen positiven Erinnerungen. Ebenso freue ich mich jetzt aber auch auf neue, spannende Herausforderungen.“
2015-04-18
Stand: 27.07.2021
Kontakt
Gabi Kniesz
Leistungssport GmbH
Sekretariat
Tel.: 089-85790 251