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Franziska Hildebrand beendet ihre Karriere

05.09.22
Biathlon
Die Biathletin Franziska Hildebrand hängt ihr Gewehr an den berühmten Nagel. Die 35-jährige Sachsen-Anhalterin, startend für den WSV Clausthal-Zellerfeld, war über 15 Jahren fester Bestandteil der Mannschaft des Deutschen Skiverbandes.
Franziska Hildebrand
Franziska Hildebrand beendet ihr Karriere als Biathletin. "Es ist Zeit für ein neues Kapitel: Ich werde Anfang kommenden Jahres Mutter und bin glücklich, dass das der Grund ist, warum meine Zeit im Leistungssport endet. Ich durfte schöne und spannende Jahre im Biathlonsport erleben, bin dankbar für all die Erfahrungen und Erlebnisse über so viele Jahre. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich während meiner Karriere unterstützt haben: Allen voran bei meiner Familie, meinem Fanclub, meinen Sponsoren und natürlich bei meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr."

Weltcup-Debüt 2011 in Östersund
Ihr Weltcup-Debüt gab Franziska im Januar 2011 beim Einzel in Östersund, nachdem sie in der Saison zuvor den Sieg in der IBU-Cup-Gesamtwertung errungen hatte.

WM-Medaillen und Top-5-Ergebnisse im Gesamt-Weltcup
Franzi, wie sie von ihren Teamkollegen und Fans genannt wird, nahm an zwei Olympischen Spielen und vier Weltmeisterschaften teil. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Kontiolahti 2015 und Hochfilzen 2017 wurde sie jeweils Weltmeisterin mit der Staffel. In der Saison 2014/2015 avancierte Franzi mit Platz fünf im Gesamt-Weltcup zur besten deutschen Biathletin und feierte zusätzlich in Hochfilzen ihren ersten von zwei Weltcup-Siegen im Sprint. Auch in der darauffolgenden Saison war sie abermals mit Rang fünf beste Deutsche im Gesamt-Weltcup. Zudem erreichte sie beeindruckende fünfzehn Weltcup-Siege, davon dreizehn im Team und insgesamt 34 Staffel-Podiumsplatzierungen im Weltcup.

Pläne für die Zukunft
Die Wahl-Ruhpoldingerin hat neben dem Sport schon immer auch fleißig ihren Kopf trainiert: 2013 schloss sie in Ansbach ihr Bachelor-Studium "International Management" ab und hat mittlerweile ihren Master in Wirtschaftspsychologie gemacht. Hier gilt ein großer Dank der Bundeswehr, bei der Franziska bereits seit 2006 Teil der Sportfördergruppe ist: "Durch die finanzielle Unterstützung der Bundeswehr konnte ich parallel zum Sport bereits mein Studium abschließen und mich so auf die Zeit nach der Karriere vorbereiten."

Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon:
"Zuerst einmal freuen wir uns für Franzi - der Grund für ihr Karriereende ist doch der Beste, den es gibt. Des Weiteren gilt ihr unser Dank für die vielen Jahre im deutschen Biathlon-Team, in denen sie bewiesen hat, was man mit stetiger und zielstrebiger Arbeit alles erreichen kann. In diesem Hinblick ist Franzi Vorbild für viele junge Athleten, von denen sie bereits jetzt einige als Mentorin unterstützt. Sie war wichtiger Bestandteil des Teams und bleibt in diesem immer willkommen."
2022-09-05
Stand: 01.10.2022